Nr. 24,  April 2000
 


 

Inhalt

Essays::
Der Kommentar

Gastkolumnen

Das Interview

Leseproben

Net-Ticker

TextBilder:
Lyrik
Kurzprosa
Die Marginalie

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Lese-Effekte

Fundsache
Texte, die wir nicht verstehen

Unzeitgemäß
Fotogalerie
Die Adresse
Peinlichkeiten

Leserbriefe
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Impressum

Selbstanzeige

Es muß ja nicht sein, daß mangelnde Qualitätskriterien gleich die Abschaffung der Qualität bedeuten (persönlich: Wir fänden es schade). Und die Literatur, die sich der neuen Ausdrucksformen des Internet bedient, ist schließlich noch jung und muß ihre Chance haben. Mehr und Erhellendes dazu im Gespräch mit Andreas Schumann. Als arger Kontrapunkt dazu steht ein mißratener Selbstversuch in den Texten, die wir nicht verstehen.
Die überraschendste Nachricht des Monats ist die Herstellung einer modernen Bibel unter mittelalterlichen Bedingungen: als Handschrift, mit dem Federkiel, auf Pergament. Ein post-virtuelles Unikat.
Die Gastkolumnen bringen einen Essay von Detlef Hartmann gegen den politischen Mißbrauch Thomas Manns durch Martin Walser ("Bruder Hitler") sowie Fortsetzung und Schluß der Überlegungen Jürgen Kalwas zum Amerika-Bild der Deutschen.
Wußten Sie schon, was und wie gern Franz Kafka öffentlich vorgelesen hat und hätte (wozu er in seinem ganzen Leben nur zweimal kam)? Nach einer Lesung in Prag 1912 hat er darüber an Felice Bauer geschrieben.
In der Rubrik Kurzprosa stehen diesmal zwei kleine Texte von Marcus Jensen, dessen allseits umjubelten Roman-Erstling "Red Rain" wir uns demnächst näher ansehen werden.
Und wenn Sie wissen möchten, was die CIA in den fünfziger Jahren mit Orwells "Farm der Tiere" anstellte, dann finden Sie das - und vieles andere - im aktuellen Net-Ticker.
Dort wird auch von den Protestmärschen für Abu Jamal berichtet, zu dem die Mai-Nummer einen Essay von Andreas Odenwald bringen wird.

Und damit, wie immer, viel Vergnügen.


Der Herausgeber

Das Zitat für Leser

Gedichte gründen keinen Staat. Aber sie können eine metaphorische Heimat gründen in den Köpfen der Menschen.

(Mahmoud Darwish
)
 

Themen

"Die natürliche Frische": Uschi Glas zeigt Courage und spendet Helmut Kohl einen ihrer Tagesverdienste.

Robbenbabys: "Eine Lebensform von hoher animistischer Macht über die westeuropäische Phantasie". (John Ralston Saul)

Was haben die Michael Jackson und die CDU gemeinsam?

"Vorher werden die Zuhörer vereidigt, über den Inhalt des Liedes Stillschweigen zu bewahren, weil es militärische Geheimnisse enthält."

"Der deutsche Mensch als Symptom" vom Robert Musil (Auszug).


 
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 Leserbriefe
 
 
 
 
 

 
 
 
 
 
 

Zur Fundsache (Gottfried Keller), März 2000:
Ich wollt aus deepfelt gruenden zu der letzten gazette noch sagen, dass ich fuer den keller, frueher einer meiner lieblinge und vielleicht heut auch noch, ich hab ihn laenger nicht mehr angeruehrt, dankbar bin: er fuellt zwar keine luecke, denn seit der zeit, als ich, erstmals in (un)ziemlich frueher pubertaet, den heinrich --der mir, in gruenem leinen und fraktur auf herrlichen duenndruck ueberkommen ist-- las, sind mir die szenen mit dem sexy tomboy judith (mit der ich mich jederzeit in jeder weise eingelassen haette, denk ich heut noch) im obstgarten und dann in ihrem (auch schlaf-?)zimmer im impressionistischsten stil, also von monet, mit seinen lichtdurchsetzten darstellungen, fast wie ins hirn gebrannt, und ich weiss, ohne nachzusehen, genau, wo diese neuentdeckung hingehoert, die ich inzwischen gedruckt hab und alsbald auch einmal dort einfuegen werde. nochmals: dank. und mehr davon!
l. feuerbach

Zur Marginalie ("Kleine recht Wortkunde"):
Die Autorin reiht sich in die breite Front (!) bewegter Journalisten ein, die ihre Aufgabe vornehmlich darin sehen, der "Political Correctness" zum Durchbruch zu verhelfen.
Einstmals rühmte sich dieses Land, die wortreichste Sprache der Welt zu besitzen. Bald werden wir alle nur noch Englisch sprechen, weil (ohne Hintersinn) gebrauchte Worte von übersensiblen Zeitgenossen gebrandmarkt werden. Man kann es wirklich übertreiben! So wie es einige sogenannte "Sprachwissenschaftler" übertrieben haben, als sie mit "Kollateralschaden" einen Begriff des Völkerrechts, der einen wichtigen Vorgang der Anwendung des Verhältnismäßigkeitsprinzips beschreibt, ohne Verstand und Kenntnis zum "Unwort des Jahres" machen wollten.
Nur gut, daß in Deutschland nicht nur die Gedanken, sondern auch die Meinungen noch frei sind, auch wenn wir - Dank der unermüdlichen Arbeit auch der Autorin - das Meiste nicht mehr in deutscher Sprache sagen können, weil uns bald die Worte fehlen werden.
Im wahrsten Sinn des Wortes!
Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Stöhr, Dresden

Zu: Adresse (Suchmaschinen):
Thanx! Intellektuell hin oder her: Ihre praxisnahen Tip-Häppchen (genau so viel, wie ich auf einmal verkraften kann - und das ist ganz unironisch gemeint) bringen mir das ermüdende Medium "Internet" schön langsam näher!
Bitte unbedingt weitermachen! Herzlichst
Scusi Boilchen

Zu: Texte, die wir nicht verstehen:
bei solchen regierenden brauchts keine feinde mehr - womit die aktualität wieder hergestellt wäre.
andi schulz

 
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