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Marjana Gaponenko
in die wälder schickt pfeile,
männer, dass die vollbusige
amme der wölfe
erscheint!
der schwächste wird trinken von ihr
und ertrinken.
der stärkste wird trinken von ihr
und ertrinken.
der liebende trägt vor sich seinen mund.
darin eine tulpe
wird er zechen?
wer wird?
oh milchspitzen .........
es war so:
tausende von drosseln
flogen auf und nur die eine
ließ sich nieder als krone
auf den kopf des jungen königs
das lächeln verließ das gesicht
wie die rose,die von der biene
fortfliegt
der abschied erleuchtete
die schmalen schultern der hoffnung
I
Das ist ein meer. sein herz ist gebrochen. du magst mir nicht
glauben aber
glaub es mir - während ich es sage, verlassen die sterne
unser sinkendes
schiff, und gegen morgen werden wir zitternd uns in feuchte lange
küsse
hüllen. doch sind die sonnenaufgänge hier herrlich.
wer sich in sie
verliebte, wird erblinden und durch paläste schleichen mit
verbundenen augen.
II
Unser gemach mit einem tisch und einer schublade fände ich
blind. du weißt ja,
wie gern ich briefe schreibe. die tatzen unseres lieben löwen
getaucht ins
tintenfass würde ich zierliche zeilen ziehen von ecke zu
ecke. ich würde auf
dich warten und in trüber luft tasten.
1. März 2001
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Kurzvita
Marjana Gaponenko, geboren September 1981 im
Süden der Ukraine/Odessa am Schwarzen Meer. Derzeit Studentin
der Germanistik.
Verbrachte insgesamt drei Jahre in Bulgarien, einige Jahre im
Gebirge Ararat. Dort begann sie zu meditieren und folgte den Spuren
jener Märchen, die sie in ihrer Kindheit gelesen hat.
Sie setzt sich damit auch mit der Geschichte und Erfahrung ihrer
Familie auseinander, die aus der
"wilden Kultur" des Ararat kommt
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