| Eine Fundgrube
Das ist endlich einmal nicht die Sackgasse einer geistlosen Werbegemeinschaft,
sondern eine Suchmaschine, mit der ein Liebhaber alter Bücher etwas
anfangen kann.
Im Zentralen Verzeichnis antiquarischer Bücher haben sich achtundachtzig
Antiquariate zusammengefunden (leider ist nur je eines aus Österreich
und Holland dabei, aber immerhin sechs schweizerische). Die komplette Liste
mit Telefon- und Faxnummern sowie E-Mail-Adressen steht dem Besucher selbstverständlich
zur Verfügung.
Das Schönste an der Website ist ihre schnelle Suchmaschine (zu
der es auch eine praktische Hilfe gibt, die alle möglichen Eingabeformen
und -funktionen erläutert).
Diese Datenbank bietet die Nennung von Rubriken oder Sachgruppen (die
gewünschte kann man sich vorher aus einer übersichtlichen Liste
heraussuchen), aber vor allem den Input eigener Suchbegriffe. Das kann
zum Beispiel der Name eines Autors sein. Dann findet die Suchmaschine in
den Katalogen aller achtundachtzig Antiquariate selbst dann noch etwas,
wenn es den Autor als Autor dort gar nicht geben sollte. Wer etwa das schöne,
aber vergriffene Buch "Ägypten" von Emma Brunner-Traut sucht, erhält
dann ein Werk über die Pharaonen, das wenigstens ein Vorwort von Brunner-Traut
enthält.
Dieselbe - sogar ein wenig zu weit gehende - Vollständigkeit erlebt
man bei der Eingabe eines eigenen Suchbegriffs, zum Beispiel "Sprache".
Es erscheint dann eine Auswahl von fünf weiterführenden Seiten,
von "Hermann Hesse: Ausgaben in deutscher Sprache" bis zu "Titel in polnischer
Sprache". Steigt man dann noch tiefer, erhält man sämtliche hier
verfügbaren Werke, die das Wort "Sprache" enthalten - egal, ob im
Titel selbst oder in der sehr professionellen Beschreibung des Buches (jeweils
in Fettschrift hervorgehoben).
Hat der Besucher etwas gefunden, kann er das Buch über eine zentrale
Bestellnummer per Telefon, Fax oder E-Mail bestellen (Frage: Warum eigentlich
nicht auch online?). Und unter jedem Titel steht ein Link auf das Antiquariat,
das den Titel vorrätig hat.
Warnung an Bibliophile: Es ist fast unmöglich, aus dieser Website
mit leeren Händen heimzukommen. |
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