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Die Peinlichkeiten des Monats
"Scharping befiehlt Lesefeldzug", soweit ganz witzig in der
SZ, aber dann:
Zehntausend Bände der Tagebücher Victor Klemperers über
die Zeit von 1933 bis 1945 warten in den Stuben auf junge Soldaten.
Sagenhaft. Hat Klemperer täglich fünf bis sieben Tagebuch-Bände
geschrieben? Oder war doch eher "Exemplare" gemeint?
Angela Merkel, die Schnell-Interview-Frage, ob sie einen Arbeitsvertrag
habe, verneinend:
Ich muss ja alle zwei Jahre neu gewählt werden.
Falsch. Muß sie überhaupt nicht. Man könnte, wenigstens
bis zu solcher Machtergreifung, auch jemand anderen wählen.
DER ("Was für Arbeitswütige kamen denn da anspaziert?")
SPIEGEL über das Vordringen der Bandkeramiker nach Mitteleuropa
etwa 5500 v. Chr.:
Verdutzt lugte die mesolithische Urbevölkerung aus dem Gebüsch.
Die Jungs sind echt überall dabei!
Vor dem Untersuchungsausschuß des Hessischen Landtags gab Roland
Koch zu, "mehrmals gelogen zu haben":
Das ist aber auch mein einziger Fehler gewesen.
Frage: Wie oft muß Christ Roland Koch lügen, bis er merkt,
daß er damit mehrere - nicht Fehler, sondern Sünden begeht?
Oder hat er nur den einen Fehler, fortgesetzt zu lügen?
Der Ex-Bild-Chef Udo Röbel:
Vor fünf Jahren hätten wir von einem Thema wie dem Pariser
Concorde-Absturz zwei Wochen gelebt. Jetzt ist das Thema nach zwei Tagen
verbrannt.
Wie die Fluggäste. Man sieht: "Boulevard können nur
die besten, kompetentesten Leute machen" (Blick-Chefredakteur
Jürg Lehmann).
Einer dieser schon langweiligen Feuilleton-Kalauer der Süddeutschen
Zeitung:
Breton vorm Kopf
Keinerlei Bezug zum Text, klar. Aber schlimm ist: Offenbar spricht man
bei der SZ den Namen wie "Brett-" aus. Doch nicht soo
überregional, was?
Ihr
Kommentar
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