Nr. 32, Januar 2001
 
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Gegen die Verdunkelung

Es ist eine Sache, einen sinnfrei rotierenden Fortschritt zu bekämpfen. Es ist eine andere, an seine Stelle einen dumpfen Irrationalismus zu setzen.
Für Hiroshima, Bhopal und Tschernobyl, genmanipulierten Mais und geklonte Menschen werden mit Vorliebe "die Wissenschaften" verantwortlich gemacht. Dieses Verfahren, schreibt der Lausanner Philosoph Etienne Barilier in seinem Essay Gegen einen neuen Obskurantismus, sei die wohl subtilste Selbstentmündigung des modernen Menschen.
An ihrem Zustandekommen sind, sagt er, auch die Medien schuld, die Tag für Tag das Weltgeschehen als eine Summe übermächtiger Schicksalsschläge aufbereiten. Menschen kommen darin nicht mehr als Verursacher und Handelnde vor, sondern nur noch als Wesen, "mit denen etwas geschieht" (siehe dazu, in dieser Nummer, die auffallend ähnlichen Bemerkungen von Pierre Bourdieu).
Bariliers Text wurde 1995 mit dem renommierten Prix européen de l'Essai der Charles-Veillon-Stiftung ausgezeichnet und liegt jetzt auch in deutscher Übersetzung vor (in der Edition Suhrkamp, glänzend übersetzt von Ulrich Kunzmann). Was der Autor hier verlangt, ist die Renaissance des mündigen Menschen, der nur seinem Gewissen verantwortlich ist. Barilier stellt derzeit einen bedrohlichen Rückfall hinter die Errungenschaften der Aufklärung fest und erinnert an Pierre Bayle, Spinoza und Newton, die es unternommen haben, "den Menschen an die schwierige Aufgabe der Autonomie heranzuführen". An die Überzeugung also, die Voltaire mit dem Wort "Wenn Gott nicht in uns ist, so hat er nie existiert" auf den Begriff gebracht hat.
"Ein mutiges Buch gegen die medial vermittelte Ausgrenzung der Vernunft" (die NZZ).

 

Ein polnischer "Historikerstreit"?

In Jedwabne, einer Kleinstadt nahe Bialystok, stehen zwei widersprüchliche Gedenksteine für fast dasselbe Ereignis. Der eine trägt die Inschrift, daß hier am 10. Juli 1941 eintausendsechshundert Juden von der Gestapo und der Gendarmerie ermordet worden sind. Auf dem andern steht: "Dem Gedenken von etwa 180 Personen, darunter zwei Priestern, die auf dem Gebiet der Gemeinde Jedwabne zwischen 1939 und 1956 vom NKWD, den Hitlerfaschisten und dem Sicherheitsdienst ermordet wurden. Die Gesellschaft."
Ende 2000 hat der Historiker Jan Tomasz Gross die unbequeme Wahrheit ausgesprochen: "In der Tat wurden die 1600 Juden ... weder von den Hitlerfaschisten noch von den NKWD-Leuten, noch von den polnischen Sicherheitsdienstlern ermordet, sondern von der Gesellschaft."
Die Formulierung trug ihm nun in der Presse den lebhaft diskutierten Vorwurf einer Kollektivschuld-Zuschreibung ein. Gross' Verteidiger erinnern dagegen an Adolf Muschg und seine offenen Geschichtsdebattenbeiträge sowie an Willy Brandt und seinen historischen Kniefall.
Der Fall ist nicht einmal juristisch aufgearbeitet. 1949 wurden einundzwanzig Jedwabner Männer deswegen verhaftet, einer von ihnen zum Tode verurteilt, elf zu Freiheitsstrafen, die übrigen freigesprochen. 1967 wurde das Massaker erneut verhandelt: Jetzt sollten die deutschen Sonderkommandos 309 und 316 die Mörder gewesen sein, denen die polnische Gendarmerie nur Hilfsdienste leistete. Die dritte Verhandlung wird nicht mehr lange auf sich warten lassen, und es wäre erstaunlich, wenn ihre Ergebnisse von den Schilderungen in Gross' Buch abweichen würden.


Eine Nonne will nicht Geschworene sein

Wer den mit Sean Penn und Susan Sarandon verfilmten Bestseller Dead Man Walking geschrieben hat, dürfte weithin unbekannt sein: Es war eine Frau, Helen Prejean. Und Helen Prejean ist Nonne.
Mitte Dezember sollte sie in New Orleans ihrer Bürgerpflicht als Geschworene nachkommen - und protestierte. Als notorische Gegnerin der Todesstrafe (wenn nicht sogar des dazugehörigen Strafverfolgungssystems) könne sie auch nicht zu einer möglichen lebenslänglichen Freiheitsstrafe beitragen. Der Aufforderung, in einem zweiten Prozeß als Geschworene aufzutreten, widersprach sie mit dem Hinweis, sie könne niemanden allein auf Grund einer Polizistenaussage ins Gefängnis schicken.
Beide Male hatte die Nonne mit ihrer Weigerung Erfolg.


Namen sind nicht nur Schall und Rauch,

sondern auch begehrte WWW-Adressen. Erst recht, wenn es sich um Autoren handelt, für die ihr Name Markenzeichen, Qualitätsgarantie und Geldwert bedeutet.
Da ist zum Beispiel R. L. Stine, der seit Jahren erfolgreiche Horrorgeschichten schreibt und jetzt selber eine erlebt: Sein Name im Internet ist von jemand anderem besetzt. Wenn er nun eine eigene Website aufmachen will, kann er sie nicht "rlstine.com" nennen. Ähnlich geschädigt sind zum Beispiel John Berendt (Midnight in the Garden of Good and Evil) oder Charles Frazier (Cold Mountain).
Die Authors Guild der USA versucht derzeit, mit juristischen Mitteln die Autorennnamen zurückzuholen. "Der Name eines Autors", heißt es im Schriftsatz gegen ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers), "gehört ihm und nicht irgendeiner Organisation, die jeden berühmten Namen als eigene Domaine hat eintragen lassen."
Die Erfolgaussichten sind gut: Schon Anfang des letzten Jahres gelang es der Autorin Jeanette Winterson, ihre Namensadresse dem Domain-Sammler Mark Hogarth zu entreißen, der über hundert Autorennamen als WWW-Adressen angemeldet hatte, um sie ihnen dann fallweise und für teures Geld wieder zurückzuverkaufen.


Protest I: Die New Yorker Polizei entschuldigt sich

Die illegalen Buchverkäufer auf den Straßen von Manhattan sind sonst eigentlich schnell bei der Hand: Wenn eine Polizeistreife auch nur am Horizont auftaucht, schlagen sie ihre ausgelegten Tücher zusammen und werden zu Fußgängern mit einem unschuldigen Bündelchen auf dem Rücken. Aber manchmal ist die Polizei halt doch schneller.
Nur muß sie dann aufpassen, wie sie mit den sichergestellten Exemplare eines Koran-Verkäufers umgeht; keinesfalls darf sie - wie ein Zeuge den Dezember-Vorfall schilderte - "die heiligen Bücher in einen Plastiksack stopfen" und sie damit "wie Müll" behandeln.
"Wir haben einen Fehler begangen", gab Deputy Inspector Christopher Jamison Mitte Dezember nach wütenden Protestanrufen bekannt, "und hoffen, ihn mit unserer Entschuldigung wiedergutgemacht zu haben."
Andererseits: Wie sähe ein polizeifähiger und dabei würdiger Behälter für beschlagnahmte Heilige Bücher aus?


Protest II: Ein Musical wird abgesetzt

In Rotterdam waren die Vorbereitungen für das Musical Aisha und die Frauen von Medina bereits weit fortgeschritten, und Mitte Dezember sollten die Proben beginnen (Rotterdam ist in diesem Jahr Kulturhauptstadt Europas). Da brachen die Hauptstützen: Acht arabischsprachige Sänger und Schauspieler sowie ein Komponist verweigerten ab sofort jeder weitere Mitarbeit an dem Stück. Die Pressesprecherin der Produktionsfirma, Gerda Roest, hat keine Ahnung, warum. Das Kündigungsfax der Künstler endet mit dem Satz: "Hier regiert die Angst."
Man weiß allerdings, daß kurz davor Unbekannte aus Rotterdam einer holländischen Zeitung - und, seltsam, dem marokkanischen Premierminister - ein Fax schickten, in dem es heißt: "Wenn ihr das macht, dann trifft euch dasselbe Schicksal wie Salman Rushdie."
Das Musical beruht auf dem bekannten Buch Fern von Medina der in Algerien geborenen Autorin Assia Djebar. Es wurde ausdrücklich deswegen als Vorlage gewählt, weil es beweist (so Regisseur Timmers in einem Interview), "daß unsere Auffassung vom Islam als einer frauenfeindlichen Religion falsch ist".
Genau das paßt einigen Leuten offenbar nicht.


Mein Kampf-Verleger verurteilt

Michal Zitko, der Verleger der ungekürzten und unkommentierten tschechischen Übersetzung von Mein Kampf, wurde Mitte Dezember wegen Verbreitung nationalsozialistischer Ideen zu einer Geldstrafe von über hunderttausend Mark und einer dreijährigen Haftstrafe mit Bewährung verurteilt.
Das Buch wurde in tschechischer Sprache erstmals 1936 veröffentlicht (unvollständig). Eine zweite Ausgabe 1993, nach dem Sturz des Kommunismus, war ebenfalls keine vollständige Übersetzung, enthielt dafür aber einen antifaschistischen Kommentar des früheren Außenministers Jiri Hajek.
Im März 2000 brachte dann Zitko die erste vollständige Übersetzung heraus. Das Buch verkaufte sich gut: Einhunderttausendmal ging es über die Ladentische. Als die Polizei im Juni zur Beschlagnahme schritt, fand sie nur noch dreihundert Exemplare am Lager.


Im römischen Glashaus

Angriffe gegen gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften gehen Rom leicht von der Hand. Etwas zu leicht. Denn jetzt hat Marco Politi mit seinem Buch La Confessione den Vorhang ein wenig gelüftet, hinter dem seit Jahrhunderten die Homosexualität innerhalb der römischen Kirche versteckt wird.
Politi beschreibt die Geschichte eines - namentlich nicht genannten - Priesters im Konflikt zwischen Berufung und sexueller Orientierung. Was die Geschichte zu einem Tabubruch macht, ist die Enthüllung eines ganzen Netzwerks homosexueller Priester in der italienischen Kirche. Gelegentlich funktioniert es auch als "Selbsthilfegruppe", immer jedoch in den Katakomben einer Kirche im Untergrund.
Marco Politi ist Vatikan-Journalist für La Repubblica und Autor (mit Carl Bernstein) einer Biographie Johannes Pauls II. Er hatte Schwierigkeiten, für sein Buch einen Verleger zu finden, denn im Hinterhof des römischen Bischofssitzes herrscht "eine gewisse Angst" vor dem Papst. Ruiniti in Rom fand sich dann bereit, das Manuskript zu verlegen. Mit Gewinn: In den ersten drei Wochen verkauften sich fünftausend Exemplare der "Beichte". Und das Buch bekam sogar eine lobende Rezension in einem Mitteilungsblatt der italienischen Bischofskonferenz. Sozusagen die Absolution.


John Le Carrés achtzehnter Roman,

soeben erschienen, hat den Titel "The Constant Gardener". Der neunundsechzigjährige Autor bleibt darin auf vertrautem Gebiet, der Korruption in den britischen Geheimdiensten, begibt sich jedoch gleichzeitig auf neues Gelände: Die Bösen sind jetzt Pharmafirmen, der Schauplatz erstmals Afrika.
Der Held ist (wie in The Little Drummergirl) eine Frau, Tessa Quayle, die sich als Entwicklungshelferin für die Unterdrückten herausstellt. Sie wird ermordet, und ihr bis dahin eher passiver Mann recherchiert die wahren Mordmotive. Mit ihm identifiziert sich der Autor, sagt der Autor: Justins Lebensweg, vom staatstragenden Mitarbeiter zum Dissidenten, sei auch sein eigener.


Ihr Kommentar

Enttäuschend

George Orwell hatte zeit seines Lebens eine ausgeprägte Vorliebe für ein frugales, luxusfreies Leben. In einem Pariser Hotel arbeitete er als Tellerwäscher. Hier und dann in London ging er als Bettler auf die Straße: "Betteln", erkannte er dabei", ist verdammt harte Arbeit." Im Zweiten Weltkrieg kehrte er aus Spanien (wo er für die Republik gekämpft hatte) nach London zurück, weil es ihm falsch vorkam "abzuhauen, wenn unsere Leute in die Hölle gebombt werden". Als er an Tuberkulose erkrankte, zog er sich zum Sterben (mit sechsundvierzig Jahren) in eine unbeleuchtete und ungeheizte Holzhütte im schottischen Hochland zurück und beendete hier sein antitotalitäres Meisterwerk 1984.
In seiner Hand wurde der politische Text zur Literatur. In Die Farm der Tiere und 1984 vereinten sich Orwells zwei Leidenschaften, Politik und Schreiben, zu einer beispielhaften Kunstform.
Umso enttäuschender ist die neue Biographie Orwell: Wintry Conscience of a Generation von Jeffrey Meyers, die sich in gnadenloser Oberflächlichkeit vor allem mit dem Sexleben des Autors beschäftigt.


Harry Potter siegt auch in Vietnam

Die Kritiker in Ho Chi Minh City überschlagen sich vor Begeisterung über die Romane von Joanne K. Rowling. Auch die Verleger sind glücklich: "Noch nie hatten wir ein derartiges Kinderbuch", sagte der Chef des Jugend-Verlags, der jetzt den ersten Harry Potter herausbringt - erstmals in einem Band.
Normalerweise - auch in diesem Fall - werden in Vietnam Kinderbücher in sieben oder acht kleineren Paperback-Teilen als wöchentlicher Fortsetzungsroman ausgeliefert (immer am Montag). Grund: Bei einem Einzelpreis von etwa achtzig Pfennig kann sich so auch eine arme Familie auf dem Land den Roman leisten. Der eine Potter-Band wurde beschlossen, als der Verleger sah, wieviele Erwachsene ("Sie sind regulär süchtig!") den Roman lasen.
Die vietnamesischen Bestsellerzahlen: Vierzigtausend Exemplare der Fortsetzungsgeschichte wurden verkauft, nicht überwältigend für westliche Verhältnisse; aber die durchschnittlich verkaufte Auflage eines Buches in Vietnam beträgt lediglich zweitausend. Und bei der einbändigen Ausgabe erwartet der Verlag einen Absatz von hunderttausend Exemplaren.


Wer es nicht mehr in den Beinen hat

Diego Maradona, gerade vierzig Jahre alt, ist unter die Autoren gegangen. Vermutlich nicht allein hat er dreihundertneunzehn Buchseiten geschrieben und sie, ebenfalls vermutlich nicht allein, aber stolz Ich bin Diego betitelt.
Und wie jeder Amateur glaubt er, die schiere Faktizität mache ein Buch schon attraktiv: "Alles, was ich in dem Buch sage, ist wahr", kommentiert er bei der Buchpräsentation im vergangenen Dezember, "ich habe es erlebt." Zweihunderttausend Exemplare sind angeblich bereits verkauft, dreißig Übersetzungen für achtzig Länder in der Planung.
Immerhin schaffte er es damit, drei Wochen lang Maria Vargas Llosa vom Spitzenplatz der argentinischen Bestsellerlisten zu verdrängen.
Sein berühmtes Entscheidungstor im WM-Finale gegen England 1986, die von ihm so genannte "Hand Gottes", sieht er in dem Buch als die argentinische Rache für die Niederlage im Falkland-Krieg an. Mehr noch: als "die Rückeroberung der Malvinen". Na dann.


Der Präsident liest vor

Im vergangenen Dezember folgte Bill Clinton im Weißen Haus zum letzten Mal einer Tradition: Umrahmt von den Madrigal Singers aus Las Vegas ("Jungle Bell Rock") las er sechs- bis zwölfjährigen Kindern vor: ein Weihnachtsgedicht von Clement C. Moore.
Das Gedicht ist amerikanischen Kindern wohlbekannt, und so konnte der Präsident eine besondere Vorleseweise vorführen: Er sprach das jeweils letzte Wort eines Verses nicht aus, sondern ließ es die Kinder selbst einsetzen.
Die Kinder mußten eine Stunde warten, bis der Vielbeschäftigte zur Lesung kam, die er gerade noch vor einem Besuch des neuen Präsidenten im Weißen Haus untergebracht hatte.
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Jetzt auch noch ein E-Buch aus Frankreich

Das Cybook, trotz seines englischen Namens, ist ein Produkt Made in France. Ab dem 22. Januar dieses Jahres soll das elektronische Buch zu kaufen sein.
Es ist ungefähr so groß wie ein dickes Hardcover, kann fünfzehntausend Seiten (vielleicht dreißig Bücher) speichern und wird 870 Euro kosten, gab Olivier Pujol bekannt, der Chef der Produktionsfirma Cytale. Die möglichen Downloads gibt es allerdings nur bei Cytale selbst . Die Firma hat zu diesem Zweck Abkommen mit zwanzig französischen Verlegern getroffen und hofft, sich damit etwa tausend Titel zu sichern. Diese Verleger allerdings hatten ihre Interessen im Auge: Der Download-Preis eines Romans entspricht ziemlich genau dem Preis des körperlichen Buches.
Der durchschlagende Erfolg darf also bezweifelt werden. Vielleicht macht das Cybook seinen Weg bei den kurzsichtigen Alten, die an einem der vier Knöpfe des Geräts eine größere Schrift wählen können. Oder aber, wie Albin-Michel-Sprecherin Jacqueline Favero voraussieht, "bei Leuten, die gar nicht lesen, sondern bloß Gadgets mögen
".

Schwierig

In den öffentlichen Bibliotheken Frankreichs ist die Buchausleihe kostenlos. Dagegen opponierten nun im Dezember die Verlagsgewerkschaft, ein Autorenverband und ein nationaler Urheberrechtsverband. In einem gemeinsamen Communiqué beklagen sie die Erklärung der Kulturministerin Catherine Tasca, die eben in Montreuil und zum wiederholten Mal die kostenlose Buchausleihe in Frankreich in klaren Worten verteidigte: "Eine Einführung der kostenpflichtigen Ausleihe kommt nicht in Frage." Sie hält eine solche Gebühr für eine "Regression der Demokratie" und letztlich "gegen die Interessen des Buches und der Verleger" gerichtet.
Das Communiqué wiederspricht: Das geistige Eigentum müsse auch in öffentlichen Bibliotheken respektiert bleiben. "Wir verstehen nicht, daß das Buch das einzige Kulturprodukt sein soll, dem aus der Sicht der Ausleiher der wirtschaftliche Wert genommen werden soll."
Wer hat recht: die Ministerin, die Literatur kostenlos verbreiten will, oder die Autoren, die mehr Geld wollen? Catherine Tasca hat versprochen, in Bälde eine Lösung vorzulegen, die beide Interessen vereint.


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