Nr. 31, Dezember 2000
 
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Die Peinlichkeiten des Monats

Rudolf Augsteins Diskussionsbeitrag über Richard Tauber u.a. in seiner Jugend:
Meine Leitkultur ist jüdisch.
Es wäre geschleimt, wenn es nicht so interessiert geklittert wäre.

Angela Merkels Widerspruch gegen die Helmut Kohls Bemerkung (in seinem "Tagebuch"), er habe unter dem Spendenskandal gelitten:
Nein, wir alle in der Partei haben unendlich gelitten.
Mit Hunderttausenden von Mitgliedern ist der Begriff Leid-Kultur nun definitiv gefüllt.

Neben dem "Erlernen der deutschen Sprache" fordert die CDU in ihrem Kommissionspapier auch die Einordnung in "unsere christlich-abendländische Kultur", die unter anderem
vom ... antiker Philosophie ... und der Aufklärung geprägt wurde
Braucht eine so radebrechende CDU nicht erst mal selber einen Deutschkurs zur Integration?

Laurenz Meyer, weil er den aufrechten Satz "nicht den Rechten überlassen will":
Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein.
Sollte er da nicht schon mal vorsorglich ein Asylantenheim abfackeln?

Michael Krügers gnadenlose Wortspielchen: Solange finanziell gesichert sei,
daß die drei Tenöre den gefangenen Chor von Nablús durch den Karaoke ziehen dürfen, ist Kultur kein Thema.
Mit solchen Ramsch-Kalauern aber auch nicht.

DIE ZEIT übernimmt gern - und ohne Quellenangabe - Zitate aus den "Perspectives" des Nachrichtenmagazins Newsweek, darunter neulich auch das von den Pinguinen, die dauernd umfallen:
ein Phänomen ..., das bisher als Mythos galt.
Dumm nur, daß im Original nicht das stand, sondern "'urban' myth", und das heißt nun mal "moderne Wandersage" und nicht "Mythos".

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