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Günther Zäuner
DER WEISE BERICHT
oder
Österreich Österarm
Nach intensivsten Recherchen in den letzten 11½ Monaten präsentiere
ich heute den Weisen-Bericht.
Was wollten diese drei honorigen Herren in wenigen Stunden in Wien und
später in Heidelberg groß herausfinden? Nichts, was wir längst
wissen. Kennen sie die dunkelsten Winkel und tiefsten Abgründe
der österreichischen und der Wiener Seele im besonderen?
Diese sonderbare Ingredienzenmischung aus Larmoyanz, Guate-Oide-Zeit-,
Domois-hätt's-des-net-ois-geb'n!- und Do-g'heat-wieda-amoi-her!-Reminiszenzen,
Verschlagenheit, Hinterfotzigkeit, Raunzertum, In-vino-veritas-Mentalität,
der Kauma-hoit-nix-moch'n-Resignation, dem Wird-scho-wer'n-Kast'ldenken,
dem Wenn's-drauf-aunkummt-Patriotismus und dem gewissen Schmäh.
Ausgerechnet das wollen ein Deutscher bekanntlich ein Schmäh-mäßiges
Dritte-Welt-Land, ein Finne hat ein Finne einen Witz kapiert,
ist es bereits wieder Winter; und ein Spanier, der Stierkämpfe
lustig findet, intus haben?
Für meinen Weisen-Bericht benötigte ich weder Informationen
noch Kleindienste eines karenzierten Polizisten. Kein EDOK-Beamter bot
mir Geld, um diesen Bericht nicht publik zu machen. Ich stand weder
auf der Lohnliste von Puff Daddy oder anderer Humpis & Dumpis, noch
mußte ich im ORF-Computer herumhacken. Wozu? Was hätte ich
da groß gesehen? Als Bildschirmschoner den Westenthaler.
Vergessen Sie Taxi Orange!
Nichts als eine miese Abkupferung der Daily Reality Government Soap
Opera aus einem barocken Container Taxi Schwarz-Blau.
· Ein Haufen zusammengewürfelter non-charismatischer Typen
und innen,
· bereits von Folge 1 an immer unbeliebter,
· voraussichtlich für mehrere Jahre rund um die Uhr im Programm,
sofern die Intendanz den momentanen Sendungsverantwortlichen nicht frühzeitig
aus dem Programm kippt,
· die Quoten im Keller,
· trotz Kampfsparmaßnahmen Unsummen verschlingend,
· monatelang vom Ausland mit Eurovisionsboykott belegt,
· mangelnde Fahrpraxis auf einem Zick-Zack-Crash-Kurs,
· schwer manipulierter Taxameter und
· von Beginn an eine getürkte Auswahl.
Mit Argusaugen vom Big Brother EU beobachtet, dürfen wir nun in
einer Expedition Robinson unser schwer ramponiertes Image wieder aufpolieren.
Leider ist es nicht möglich aus dem Taxi Schwarz-Blau jede Woche
jemanden herauszuwählen, obwohl jeden Donnerstag eine nicht unbeträchtliche
Menge versucht, das durchzusetzen. Teilweise auch nicht nötig,
weil sich die Taxi-Schwarz-Blau-Mannschaft bereits selbst konsequent
beseitigt."
Selbstverständlich verfügt Taxi Schwarz-Blau auch über
eine Dodo. Moderat in der Weltgeschichte herumdüsend, stülpt
sie sich schon mal auf den Azoren eine Pudelmütze aufs streng frisierte
Haupt, um vom heraufziehenden Tief abzulenken. Ferrero-Küßchen
verteilend, dies und das redend und trotzdem ignoriert.
Dauerlächelnd und Teletubbi-gleich von einer Kamera ins nächste
Objektiv winkend. Jedes Interview mit Schauen Sie..." beginnend.
In grenzenloser Naivität glaubend, was ihre Kreise als Diplomatie
bezeichnen, wenn Wimpern klimpern, daß augenblicklich die Grande
Nation und andere, die sich ebenfalls dafür halten, in Ehrfurcht
erstarren.
Die EU ist eben jene Versammlung, in der die Raben den Dohlen erzählen,
wie schwarz die Krähen sind. Wo sind eigentlich unsere EU-Abgeordneten
Stenzl, Svoboda, Kronberger, Hans Peter Martin, Echerer & Co. abgeblieben?
Wahrscheinlich gibt es in Brüssel eine Art von Sondermüll-Container,
für die, die so wie so nichts weiterbringen und von dem wir nichts
wissen.
Jedenfalls riß sich diese Dame das wichtigste Zitat der jüngeren
österreichischen Zeitgeschichte unter die manikürten Fingernägel
und verwendete Österreich ist frei!" in einem Zusammenhang,
der in keiner Relation zu dem steht, wofür diese Worte damals ausgerufen
wurden. Darum rotiert auch in einem Ehrengrab ein legendärer Poidl...
Kann man es ihr verübeln? Vor ihrem Einzug ins Taxi Schwarz-Blau
eine eher unbedeutende Staatssekretärin. Dienstreisen meist zwischen
Minoriten- und Ballhausplatz.
Ohne ihre Zustimmung ließ sich Chirac mit Berlusconi ablichten.
Ohne sie zu fragen hängte Schröder, anläßlich des
zehnten Jahrestages der deutschen Wiedervereinigung in Dresden mit einem
verschnupften Bundestag das Schild Ich darf nicht hinein"
auf. Dafür hat der deutsche Außenminister einen Ex-OPEC-Terroristen
zum Spezi. Und in gewissen deutschen Städten hallt der Stechschritt
der Neonazis.
Johannes Rau will sich mit Klestil nur auf neutralem Boden treffen.
In der Schweiz. Ausgerechnet bei den vergeblich zu Österreichern
umgeschulten Alpinschotten! Was ist mit unserer Neutralität? Haben
wir am Ende gar wieder einen Anschluß verschlafen? Das wäre
neu.
Taxi Schwarz-Blau verfügt auch über eine Außenstelle.
Gewissermaßen Fahrschule und Werkstätte. Geleitet von einem
EPM, einem einfachen, über jeden Verdacht erhabenen, Parteimitglied.
Vor einigen Monaten zog sich das EPM krokodilstränenüberströmt
auf seinen heimatlichen Kutscherhof zurück. Jetzt überlegt
er bereits wieder krampfhaft, wie er am besten die Führerscheinabnahme
anstellen könnte. Schließlich darf Taxi Schwarz-Blau nicht
so dahintuckern wie Alexander Wurz.
Gönnerhaft läßt das EPM schon mal den Interimschef des
Taxi Schwarz-Blau in seinem Porsche mitfahren. Eine symbolträchtige
Metapher. Frisches blaues Hemd wie der Chef im Porsche; doch schön
brav sitzen bleiben und nicht blöd an den Knöpfen herumspielen.
Meinte doch das EPM, er wäre so etwas wie der ÖAMTC. Schön,
dann eben ein gelber Engel.
Ein Blauer wäre zu auffällig. Weiß doch inzwischen der
Dümmste, wo Professor Unrat fuhrwerkt.
Natürlich braucht Taxi Schwarz-Blau auch einen Zlatko. Frustriert,
weil er nicht im Taxi Schwarz-Blau mitfahren durfte, verfiel er stantepede
der Naschsucht. Selbst während eines Fernsehinterviews konnte er
seine Lust nicht zügeln. Leider fing er die Torte schlecht auf,
die ihm ein wohlmeinender Fan zuwarf. Und muß sich neuerdings
immer wieder dumme Fragen gefallen lassen! Zuerst, ob er in dem Puff
nur gehumpt, am Ende gar gedumpt oder schlicht doch nur gelumpt hatte?
Ich bin sicher, als damaliger Sicherheitssprecher hatte er in dieser
Blashütte nur den Safer Sex überprüft. Warum aber nur
in diesem erzkonservativen Bezirk? Wo man sich sicherheitshalber vor
dem Bienchenspiel noch rasch die Absolution der zuständigen Pfarre
einholt!
Momentan kreißeln Hump-Dump-Zlatko und andere Humpis & Dumpis
im Kreis. Bloß, weil sie sich in ihrem Bildungsdrang verbotenes
Wissen aneigneten und dafür in die Taschen griffen. Na und, in
jeder Bibliothek sind Leihgebühren zu entrichten.
In ihrer Verzweiflung reiben sie sich dann am Buxbaum und wollen zum
ultimativen Gegenschlag" ausholen. Geht dieser daneben, folgt
dann der totale Krieg"? Und eifrigst wird an einer neuen
Art von Dolchstoßlegende gebastelt, wobei das EPM den Dolch selbst
wetzt, indem er bereits drei seiner engsten Getreuen über die Klinge
springen läßt.
Die Fahrgemeinschaft des Taxi Schwarz-Blau ist dadurch ernsthaft gefährdet.
Die einen mißachten jegliche Verkehrsregeln und die anderen kennen
sie nicht. Die einen fühlen sich nur in einem Rechtslenker wohl
und die anderen verkriechen sich am liebsten auf der Rückbank oder
im Kofferraum. Der momentane Lenker des Taxi Schwarz-Blau erreicht mit
Mühe die Pedale, glaubt aber im Bilde zu sein, obwohl er öfters
aus dem Rahmen fällt. Hoffend, wenn er schweigt wie ein Trappistenmönch,
daß sich die anderen gegenseitig aufreiben und er letztendlich
King of the Road bleibt. Das kommt davon, wenn man als Anhalter bedenkenlos
in ein fremdes Fahrzeug steigt. Mit perfiden Tricks versucht der momentane
Lenker des Taxi Schwarz-Blau in Hagenbrunn mittles ein paar Flascherln
Brünnerstrassler seine ungeliebten Passagiere in die Knie zu zwingen.
Während ihm der Macchiavelli für Arme, der Khol, frei nach
einer berühmten Karikatur, ins Ohr flüstert: No a Flascherl,
Woiferl, und daunn sans waach."
Inzwischen ist das EU-Fahrverbot für Taxi Schwarz-Blau aufgehoben
und Gendarm Chirac sitzt selbst in der Rue de la Kack. Michel, der Belgier,
kann auch getrost bei uns Schifahren. Vielleicht ist noch ein Zimmer
in Galtür frei? Sanktioniert er sich nun selbst, nachdem in Belgien
bei den letzten Wahlen der rechtsgerichete Vlaams Blok ordentlich zulegte?
Zwischendurch hirschte noch in New York der Tommy dem Jacques nach.
Ans, zwa, drei, ohpaßt! Doch der Chirac stand immer im Leo.
Etwas Verwirrung löste der Abgang des Blendax aus. Nichts gegen
Argentinien. Warum nicht Sonja als österreichischer Evita-Import?
Doch VW? Nicht sonderlich förderlich für unser Image. Wann
wurde denn der Hitler-Bugl entwickelt?
Der oppositionelle Hoffnungsträger? Träger ja Brillenträger.
Zwar vollmundig, aber dünnlippig in seinen Aussagen. Outfit und
anderes? Sagen wir so. In der Thaliastraße sieht man oft ähnliche
Leute. Ein Magazin bezeichnete ihn als rote Schubumkehr".
Sollte man den Lauda fragen, was das tatsächlich bedeutet. AUA,
AUA....
Karli meldete sich aus der niederösterreichischen Versenkung, um
kundzutun, daß man eventuell doch mit den Humpis & Dumpis
sollte, könnte...um postwendend von der eigenen Fraktion geschlögelt
zu werden. Dort nehmen die Humpis & Dumpis nicht jeden.
Dort gilt noch unsere Ehre heißt Treue".
Bleibt nicht mehr viel übrig. Das LIF? Abgelegt unter Liberales
Fiasko.
Van der Bellen mit seinen Stauden und Unkraut? Für die Wiener Wahlen
könnten vielleicht Häupl und die Grünen...geht das durch
Häuplsalat mit Spalt-Pilz.
Kurzfristig löste die Politik das Thema Kampfhunde ab. Allen voran
kläffte das kleinformatige Pharisäerblatt, um anderntags den
Schwanz einzuklemmen und Pro Hund" zu winseln. Svihalek,
der falsche Fuff'zger, plädiert für ein generelles Kampfhundeverbot
in Wien. Plötzlich tritt er in ein Hundstrümmerl und es überkommt
ihn. Scheiße! Wahlen! Die Wiener Hundebesitzer ein beträchtliches
Wählerpotential! Noch dazu in dieser Stadt, wo öfters der
Hund mehr als ein Kind zählt! Wetten, daß der Gefüllte
im Wahlkampf persönlich und singend Pedigree Pal und Frolic verteilen
wird? Oder aus Büffelhaut zum Kiefeln kleine Gusenbauers?
Enthüllungsbücher sind groß in Mode. Zuerst protokolliert
Sika. Dann gesteht einer, daß ihm in der Karenz fad ist. Demnächst
Ich verschlief. 35 Jahre Einlaufstelle Wiener Gebietskrankenkasse".
Und diese verlogene Doppelmoral! Seinerzeit Zeter und Mordio wegen
Tommy und Margot, doch niemand budelt sich über die Dreiecksbeziehung
Schüssel-Riess-Passer auf? Und was soll die Krawatte? Die stolzgeschwellte
Brust kaschieren? Wohl sind die Schuhe des Fischers net vom Fischler,
der hat Plattler einige Nummern zu groß und es drücken
Hühneraugen, schmerzen Frostbeulen und Hammerzehen. Deshalb muß
er diese neuen Schuhe auch ordentlich einhatschen zusammen mit der Taxi
Schwarz-Blau-Mannschaft in Schönbrunn und in der Steiermark.
An seiner Seite das Susiphon des EPM. Seither sind Pressekonferenzen
Doppelconferencen. Jeder Kabarettkenner weiß, daß die klassische
Doppelconference aus einem Gescheiten und einem Blöden besteht.
Wendehälse sind gang und gäbe. Es war einmal ein Schauspieler
und Rockmusiker, der gegen das Establishment mit seinem schneeweißen
New-Wave-Schizo-Punk ansang. Heute gibt er eine klägliche Perfomance
in einer glatten Fehlbesetzung als Kulturstaatssekretär.
Oder Wendeliesls Eiertanz! Ihre Bildungspolitik entspricht ihrem Querflötenspiel.
Um den Schein halbwegs zu wahren, sollen jetzt Studiengebühren
durch Studentenkredite abgefedert werden. Auch so ein Ausdruck: abfedern.
In der Wiener Gaunersprache nur ein anderes Idiom für Pecken und
Brennen.
Abgesehen davon bringen beim momentanen Zinsniveau der heimischen Banken
Einlagen in den Schuhen mehr.
Was ist der Unterschied zwischen dem Randa und der Bank Burgenland?
Neuerdings sauft der Randa Paulaner Bier und der Hom-Rusch frißt
aus dem Blechnapf.
Eine Frage gilt es noch zu klären. Was machte das EPM, das einfache
Parteimitglied, tatsächlich in Libyen? Blöd gelaufen, daß
ausgerechnet dann auch wer von der Journaille auftaucht. Ezzes vom Gaddafi?
Wußte der bereits vom bevorstehenden Geiseldrama auf Jolo? Plante
das EPM Ähnliches? Bitte, gebe ich zu, diesen Zund bekam ich vom
Kleindienst. Das EPM spannt den ihm völlig unbekannten Kleindienst
ein. Alles, was Sie bisher sahen sind nichts als lausige Fotomontagen
kranker Journalistengehirne". Der Kleindienst organisiert
dem EPM ein paar radikale Donnerstagsdemonstrierer. Die kidnappen ein
paar asiatische Touristen und verschanzen sich mit ihnen auf der Donauinsel.
Zähe wochenlange Lösegeldforderungen. Ab und zu wird eine
asiatische Geisel freigelassen, weil der Strasser Computerexperten braucht
und die gibt es nicht in der Caritas. Das paßt zwar dem EPM nicht,
nimmt es aber in Kauf, weil so seine Direktiven doch schneller per e-mail
als per Fax in Wien eintreffen. Außerdem kann auf diese Weise
Strasser beweisen, daß er anständig und gottesfürchtig
ist. Lebt Gott jetzt in Kärnten? Müssen Bibel und Kirchengeschichte
neu geschrieben werden? Wie auch immer, irgendwann bezahlt das EPM nonchalant
das Lösegeld aus seinen Bärental-Erträgen und steht als
rehabilitierter Hero vor einer beschämten Weltöffentlichkeit.
Unser EPM der Osama bin Laden der österreichischen Innenpolitik.
Herr Dr. Böhmdorfer, packen's das Kanzleipapier wieder ein. Diese
Bezeichnung stammt nicht von mir NEWS, Nr. 36 vom 7. September
2000, S. 166.
Das EPM und seine Humpis & Dumpis das Temelin der österreichischen
Innenpolitik. Von mir aus können's jetzt das Kanzleipapier wieder
auspacken, Herr Dr. Böhmdorfer.
Da war der Vorgänger des advocatus diaboli viel amüsanter.
Simsalabim aus dem blauen Zauberkasten hervorgezaubert und gleich wieder
verschwunden. Bloß, weil er auf seinem Dienst-Jaguar bestand!
Er wollte doch keinen Porsche! Und irgendwann legte er mit einem nicht
ganz unbekannten Fernsehgesicht eine Miß flach. Scheint ein traumatisches
Erlebnis gewesen zu sein. Alles zusammen reichte kurzfristig für
den Guglhupf.
Bislang hatte Taxi Schwarz-Blau einige lustige Mitarbeiter. Beispielsweise
aus dem Gurktal. Jovial im Volksmund als Gurke bezeichnet mit ihrem
Sachwalter Bartenstein. Sie verbrauchte so viele Mitarbeiter wie ihr
Schloß Zimmer hat. Vielleicht ihre Interpretation einer ordentlichen
Beschäftigungspolitik"?
Selbst die eigene Hump-Dump-Werbeagentur konnte nicht ihr Image retten.
Dafür wurde der Agenturchef mit 221 km/h auf der A2 erwischt. Falls
er vor ihr flüchtete, sind das sicher Milderungsgründe. Da
sie sich bekanntlich für nichts zu schade ist, kann sie jetzt wieder
Häusl putzen. Zitterten vor ihr Österreichs Frauen, ist die
Angst noch stärker vor dem Frau Dr. Herbert geworden. Das neue
Haupt der Emanzipation. Ein Veterinär als Frauenminister. Das hat
was. Jedoch absoluter Unfug! Frauen hinter den Herd. Die Knöpfe
sind vorne und die Ceranfelder oben.
Ein anderer schmiß alles hin, weil die Batterie leer war".
Na ja, ein Duracell-Minister war er nie. Wenigstens war der Akku seines
Handy aufgeladen.
Seine Nachfolgerin jubelte: Ich bin das Christkind aus der Schatulle."
Wird man sehen, denn es gibt auch Danäergeschenke. Hoffentlich
fällt ihr nicht ein, aufgrund einer gewissen Namensgleichheit,
daß künftig alle Autos mit diesen grauslichen Wunderbäumen
ausgestattet werden müssen.
Während sich der legendäre Joschi Krainer in der Patrona Styria
reinkarnierte, fliegen bei den steirischen Humpis & Dumpis die Fetzen.
Ihre Diddelmaus darf nicht Landesrätin werden und das EPM schickt
Menetekel Richtung Ballhausplatz. Direktivengemäß legt Susiphon
noch ein paar Schäuferl nach. Doch während sie spricht, zeichnen
kichernd das EPM und sein Zapferl anscheinend bereits den neuen Kurs
für das Taxi Blau.
Vielleicht erklärt das auch die Wallfahrten des Taxi Schwarz-Blau.
Eine neue Form der Schwarzen Messen. Und das EPM strebt einen Termin
beim Papst an. Zwecks Heiligsprechung? Reicht nicht die Seligsprechung
aus St. Pölten?
Lustig ist auch der Taxameter des Taxi Schwarz-Blau. Gegen den war einer
seiner Vorgänger wer erinnert sich noch an Staribacher jr.?
direkt Pythagoras-ähnlich! Dieser junge Mann befindet sich
anscheinend in einer Identitätskrise. Einmal hält er sich
für James Bond, weil der gewinnt auch immer". Jetzt
ist er gerade ein DKT-spielender Harry Potter in seiner Zahlenzauberwelt
und er hatte einen guten Tag" als er seine Rechen-Science-fiction
präsentierte und dabei Spenden sah, die gar nicht existierten.
Seine Zahlen stimmen, meint er, auch wenn der Euro in den Keller rasselt.
Dieser Wirtschaftsjeton eignet sich bestenfalls zum Lösen eines
Einkaufswagens aus seiner Verankerung, sofern man sich dann noch einen
Einkauf leisten kann. Dieser pekuniäre Jux braucht keinen Duisenberg,
eher einen Düsentrieb. Nur denen im hohen Norden kann man nichts
vormachen.
Der Zahlen-Copperfield brachte mit seinen Berechnungen die Gewerkschaften
auf die Palme. Doch alles halb so wild und es könnte so interpretiert
werden, daß der österreichische Beamte bereits um fünfhundert
Schilling zu kaufen ist.
Dafür tönte das Susiphon: Wir weichen nicht dem Druck
der Straße!" Nicht nötig, einfach die Straßenseite
wechseln oder noch besser in eine Seitengasse abbiegen. Susiphon herzt
Harry Potter und lobt seinen Sparkurs. In der eigenen Familie des Susiphons
klappte das nicht so recht, denn der Ehemann setzte doch ein paar Millionen
in den Sand.
Harry Potter will den Staat umbauen. Dafür müssen zuerst einmal
unsere Wälder und Seen verscherbelt werden und das Volk muß
Opfer bringen. Dafür läßt er in der Opernloge die Sektkorken
knallen.
Vielleicht sollte man aus Ersparnisgründen die österreichische
Lebenserwartung senken?
Baut mehr Arbeitsunfälle! Am besten tödliche! Spart Unfallrenten
und Pensionen.
Erhöhung der Selbstmordrate angesichts der Benzinpreise.
Wozu studieren? Es reicht vollkommen zu wissen, wo der Ulrichsberg liegt
und wer den Ton angibt. Außerdem sind Blöde leichter zu manipulieren.
Ordnung machen", zurückschlagen" und seit
ich Landeshauptmann bin, traut sich in Kärnten kein Linker mehr
zu demonstrieren" das ist die neue Sprachkultur.
Linke, Linkslinke, Ausländer und anderes Geschmeiß raus!
Susiphon sagt: Wir werden uns nicht ändern!" Was zu
befürchten ist.
Ein Reclam-Kanzler, getändelt von einem Möchtegern-Brockhaus-Politiker,
meint sich von einem Spot in einen gleißenden Scheinwerfer verwandeln
zu können. Dank der Partei des kleinen Mannes. Für ihn hat
es sich, zumindest jetzt noch, rentiert. Demokratie geriert zur Demokratur.
Zwar vom Volk gewählt und das wars aber auch schon.
Und ich halte es mit Joschka Fischer: Entschuldigen soll ich mich?
Für was denn? Einen Teufel wird ich tun!"
© Günther Zäuner, im November 2000
hr
Kommentar

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