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Augusta Laar
Speisekarte
Wer mir das bestellt hat / die Fingerlinge unter
der Decke / oder das müßige Maß an Beschlingerung
/ aus dem PflanzenTamTam / .hi-hi-hi sagte die RadioPuppe / das
war nicht echt / das war ein großes Gestückel / hat
es wehgetan? hat es Dich etwa entzückt? nicht aufgeben Du
saftiges Sofagetüm. / Immer noch leckst Du mir die Lippen
blütig, blütig / Das Süper-Menü hat nicht
geschmeckt / bä-bä, es hat mich so süssig so grüsig
beflügelt mein Sofagestüt / meine Eigenweide mein Ziegenblatt
altes Geliebel / mein Fass mein Schaf mein f
Bitte
sagen Sie uns Ihre Meinung

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Kommentar der Autorin:
Hier gibt es ein Menü aus Wörtern, Buchstaben und Lauten. Das
Lebensmenü ist sozusagen aufgetischt, in seiner geheimnisvollen
Sinnlichkeit (Beschlingerung-PflanzenTamTam), ohne daß man weiß,
wer´s war. Also wer ist der Schöpfer des Ganzen? So eine Frage
kennen wir. Die Antwort wird zuerst zurückgegeben an die Fragestellerin
und dann im sinnlichen Bereich abgetastet. Wer fragt? Ist sie
das wirklich selbst? (RadioPuppe) Und wenn, wie ist das Gefühl
für die einzelnen Gänge? Schon längst schöpft sie sich ihre Worte
selbst. Aus vorhandenen Zutaten des täglichen Lebens. Und benennt
die Dinge neu und sinnlich erkennbar. Sie entscheidet intuitiv.
Das kreative Erleben besteht aus ü-s, die sich in die Worte hineinfügen
weil sie es so will. Also so ist das. Man schafft sich das Menü
aus dem Material, das man vorfindet. Und das hat Spaß gemacht,
selbst wenn es nicht geschmeckt hat. Das Gedicht endet mit einer
Blitzinnenschau. (Eigenweide) aus Vergangenheit (Ziegenblatt altes
Geliebel) Bestandsaufnahme Jetzt (Mein Fass mein Schaf)und komprimiert
resoniert, bis der Buchstabe f übrigbleibt - f wie forte (Dynamik)
-mein f= meine Profession als Lyrikerin, Zusammensetzung von Laut
und Buchstabe / Musik und Sprache
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