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Die Bibel im Netz
Das Papier-Exemplar der Gutenberg-Bibel in der British Library kam
1829 in ihren Besitz, als sie die Bibliothek von König Georg III.
übernahm. Das Pergament-Exemplar wurde ihr kurz nach 1846 testamentarisch
von Thomas Grenville vermacht.
Im März 2000 arbeiteten zehn japanische Digitalisierungsexperten
in der British Library und stellten aus beiden Exemplaten zwei jpg-Bilderfolgen
her. Die Seitenabbildungen
sind ab sofort von jedermann einzusehen, und zwar in drei verschiedenen
Bildformaten (deren größtes bis zu 1 MB umfaßt, mit
entsprechenden Ladezeiten). Die Bildqualität erlaubt auch den peniblen
Vergleich der beiden Exemplare, wobei die Unterschiede Rückschlüsse
auf Rationalisierungen des Gutenbergschen Druckbetriebs zulassen (zum
Beispiel der Verzicht auf den Rot-Druck für die Rubrikentitel oder
die Erhöhung der Zeilenzahl pro Seite; das Grenville-Exemplar ist
damit deutlich einfacher ausgeführt als das Papier-Exemplar Königs
Georg III.)
Die Seiten-Bilder stehen als jpg-Dateien im Netz und sind damit (auch
noch im größten Format) komprimiert. Forscher, die jedoch
die unkomprimierten Bilder brauchen, können sich dazu per E-Mail
mit Kristian Jensen, dem Chef der Inkunabel-Abteilung der British Library,
in Verbindung setzen.
Aber auch für jeden Buchliebhaber ist der vollständige Einblick
in die beiden Exemplare eine Lesefreude.
Ihr
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