Nr. 30, November 2000
 
 Essays    Interview     Leseproben     Net-Ticker      TextBilder     Rubriken     Archiv

 
Rubriken
 
 
 
 Lese-Effekte
 Fundsache
 Texte, die wir nicht  verstehen
 Unzeitgemäß
 Peinlichkeiten

 
 Leserbriefe
 Impressum

 

 

Die Peinlichkeiten des Monats

In der Süddeutschen Zeitung hält es Helmut Schmidt für selbstverständlich,
dass man Schlösser in Takt hält oder wiederaufbaut.
So musikalisch? Oder hat man sich da mit verbundenen Augen schon der übernächsten Rechtschreibreform in die Arme geworfen?

Die FAZ über Schreib-Seminare:
Der Weg zum Bestseller-Autor ist ein steiniger, dorniger.
Mit diesem Deutsch schon.

George W. Bush in seiner Entschuldigung, nachdem er, winkend und lächelnd vor einem - was er nicht wußte - offenen Mikrophon, einen Reporter der New York Times ein "Riesen-Arschloch" genannt hatte:
Ich bedaure, daß jeder gehört hat, was ich sagte.
Die Rückkehr der Geheimdiplomatie durch - Entschuldigung! - die Hintertür.

Rudolf Augstein über den Kenneth Brannaghs "Hamlet"-Film:
Außerdem übersetzt Brannagh übrigens "knowledge" mit "Gewissen".
Oh, oh, oh! Erstens übersetzt Brannagh „Hamlet" nicht, er versteht ihn als Brite auch so; zweitens steht bei "Hamlet" an der Stelle nicht "knowledge", sondern "conscience"; und drittens, wenn schon Übersetzung, dann stammt das "Gewissen" von Schlegel-Tieck.

Guido Westerwelle über den Bundestag, in dem es genau so zugehe wie im „Big-Brother"-Container:
Man kann nix machen, ohne daß man beobachtet wird.
Der Gute überschätzt sich. Wir jedenfalls wollen ihn nicht dauernd sehen.

Ihr Kommentar

 
 
 Essays     Interview     Leseproben     Net-Ticker     TextBilder     Rubriken     Archiv