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Wurt es kummen?
Ach, wie war sie doch vordem so leicht, die Aufgabe"
unserer Dichter! Es brauchte nur das schlichte Hinaustreten au
dem Ich-Raum in den Volksraum", und schon wußte der junge
Schreiber, was nottat: die dröhnenden Schritte der Millionen
durch die Kräfte der Seele zu verinnerlichen" und männlicher
Klang zu sein in der aufbrechenden Zeit der Sänge und Gesetze".
Und wes das echte deutsche Herz da klingend überquoll, das verlangte
zwanghaft nach einer sehr eigenen Sprache.
In dem Schauspiel Dämonen über uns" (1934) veranschaulicht
Georg Schmückle eine entscheidende Stunde in dem jahrhundertelangen
Kampf ums Reich. Auch in dieser dramatischen Dichtung läßt
sich erkennen, daß Schmückle geschichtliches Schicksal und
gegenwärtiges Geschehen so miteinander zu verbinden weiß,
daß daraus eine wirklich künstlerische Einheit wird. In den
beiden Engel Hiltensperger"-Dichtungen und in Dämonen
über uns" reißt uns das flammende, jedes echte deutsche
Fühlen beglückend bestätigende und jedes deutsche Herz
im Tiefsten erschütternde Bekenntnis zur Idee des Reiches mit,
durch das sich der Dichter seiner selbst entäußert hat, so
daß er nichts mehr ist und sein will als nur noch Sprecher seines
Volkes, Mund und Gemeinschaft, Künder deutschen Schicksals. Die
Sprache, die Georg Schmückle sich für diese Dichtungen gechaffen
hat, tut das Ihre, um uns durch die Gestaltung des Aufflammens und des
Zusammenbruches der großen Bauernerhebung zu begeistern für
die Herrlichkeit des Reiches, dessen Bild noch in dern letzten Worten
des sterbenden Engel Hiltensperger mit sieghaftem Leuchten in der Nacht
der deutschen Not erstrahlt: O Teutschland! Was Wunders bistu
voll! Was ich erdenket, die Wind tragens ins Land, kann nimmermehr vergehn!
Das Reich! Das Reich! So ein jeder nützet anders sinnet und trachtet,
dann des Reiches Herrlichkeit, alsdann wurt es kummen und die deutsche
Nation wurt erstrahlen fort alle Zeit und Ewigkeit! ... O teutsches
Land, o herrlich Land! ... Du - aller - Länder Kron!"
Aus: Hellmuth Langenbucher, Volkhafte Dichtung der
Zeit, Junker und Dünnhaupt, Berlin 1941
Ihr
Kommentar
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