Nr. 29, Oktober 2000
 
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Die Peinlichkeiten des Monats

Premiere-Chef Markus Tellenbach zu den Chancen seines Pay-TV-Angebots im Herbst:
Es wird dunkler, es wird kälter, es wird Weihnachten, und wir haben ein völlig neues Produkt.
Mit so eiskalten Menschen wie ihm wird es wirklich dunkel in diesem Land.

Hannelore Hoger zur Titanic, die berichtet hatte, H. H. habe ein Hotelzimmer zerdeppert, Kellner geohrfeigt und die Minibar leegretrinken, ohne zu bezahlen:
Hierzu stelle ich klar, daß ich weder Hotelzimmer zerdeppert, Kellner geohrfeigt noch Minibars leergetrunken habe, ohne zu bezahlen.
Sie hat sich das Kellner-Ohrfeigen also was kosten lassen.

Noch eine Richtigstellung: In der ZEIT hieß es,
Schriftkünstler hätten „Inkunabeln bis ins Mittelalter" gemalt. Gemeint waren Buchstaben, Initiale.
Das schmerzt. Womöglich hat die Selbstkorrektur sogar die ZEIT geschmerzt. Jedenfalls wünschen wir es ihr.

Landesgeschäftsführerin Otti Geschka auf die Frage, warum eigentlich die Mitarbeiterin der Hessen-CDU das Kassenbuch vernichtet habe:
Im Affekt.
Im Ärger über die eigene Mogel-Partei? Aus Wut über das Böse in der Welt? „Unter einem Sturzbach namenloser Tränen" (schön: die FAZ)? So viele Fragen.

Die Bundesvorsitzende Angela Merkel auf die Frage, ob sie dem Landesvorsitzenden Roland Koch noch Vertrauen entgegenbringe:
Unterstützung ist eine Menge.
Welch originell gebauter, unendlich deutbarer, freundlich distanzierter deutscher Satz. Aber peinlich für Roland.

Im zwölften Stadtporträt der Süddeutschen Zeitung ist München
keine runde Sache, sondern deutlich breiter (26,4 Kilometer) als lang (29,9).
Da muß man die Landkarte aber ganz schön drehen. Oder lange grübeln.

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