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Yehuda Amichai gestorben
Am 22. September starb Yehuda Amichai, der Erfinder der israelischen
Poesie-Sprache, mit sechsundsiebzig Jahren in Jerusalem. Er wurde
1924 in Würzburg geboren und mußte 1936 vor den Nationalsozialisten
fliehen. 1955 veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband,
in dem er die Spache der alten jüdischen Dichtungen in die
Moderne heraufführte.
Immer wieder einmal war Amichai für den Literatur-Nobelpreis
vorgeschlagen worden, hat ihn aber nie erhalten.
Karl May geht nach Hollywood
Da treffen sich in Lubbock, Texas, etwa hundert deutsche Karl-May-Experten,
und was erfahren sie da? Hollywood plant einen Film über
den nur-literarischen Abenteurer.
Aber
das ist noch lange nicht die ganze Karl-May-Offensive"
(Udo Fröhlich, der Bürgermeister von Bad Segeberg).
Auch die Aufzeichnungen der Segeberger Karl-May-Festspiele sollen
nach Amerika und den Studenten von Lubbock zeigen, wie man in
Deutschland Literatur dramatisiert. Auch die May-Forschungsergebnisse
werden den Studenten zur Verfügung gestellt.
Keine Spende ohne Zeigefinger: Fröhlich hofft, daß
damit die Anliegen der Indianer in den USA wieder mehr in den
Mittelpunkt der breiten Öffentlichkeit gerückt werden."
Zu diesem Zweck besteht schon seit fünfzehn Jahren zwischen
der deutschen Gesellschaft und den Indianern von Nebraska ein
Freundschaftsvertrag". Aktivitäten (unter anderen):
die Anpflanzung von eintausend Eichen im Reservat in Nebraska.
Wir lernen erfreut: Der deutsche Kulturexport lebt.
Nicht die Titanic, aber nahe dran
Clive Cussler schreibt nicht nur, und zwar äußerst
erfolgreich, einen Hochsee-Thriller nach dem andern (etwa Raise
the Titanic!"), er ist auch beruflich da draußen tätig.
Jetzt hat er die Suche nach einem der Schiffe, die damals der
Titanic zu Hilfe eilten, weitgehend selbst finanziert.
Die Carpathia war 1912 das erste Rettungsschiff, das bei
der sinkenden Titanic ankam. Sie nahm insgesamt siebenhundertfünf
im Eiswasser treibende Passagiere auf. Im zweiten Weltkrieg wurde
sie mit durch drei Torpedos aus einem deutschen U-Boot versenkt:
hundertachtzig Kilometer südlich der irischen Küste.
Dort liegt das Schiff, wie eine Expedition mit einer Unterwasserkamera
am 19. September herausfand, noch immer auf dem Meeresgrund.
Armlos in Japan
Die Mutter bekam ihren neugeborenen Sohn erst im Alter von drei
Wochen zu Gesicht. Solange verheimlichte man ihr, daß Horitada
Ototake ohne Arme und ohne Beine geboren war. So etwas ist in
Japan normalerweise sehr unfein.
Im Dezember 1998, mit zweiundzwanzig Jahren, hat Ototake seine
Autobiographie
geschrieben (und für dieses Mal verzichten wir auf die Ironisierung
des jugendlichen Alters neuzeitlicher Autobiographen). Das Buch
wurde ein japanischer Bestseller. Die vorsichtige Startauflage
des Verlegers belief sich auf nur sechstausend Exemplare. Bis
heute wurden davon jedoch 4,5 Millionen Exemplare verkauft, womit
es zum zweitgrößten Bucherfolg in Japan seit 1945 wurde.
Soeben kam die englische Übersetzung in den USA heraus (unter
dem offenbar unvermeidlichen Titel Nobody is perfect").
Die Sensation liegt darin, daß hier zum ersten Mal in Japan
eine körperliche Behinderung nicht schamhaft verschwiegen
wird. Es wird vielmehr behauptet, beschrieben und bewiesen: Ein
Mensch kann auch damit ein erfülltes Leben führen. Erfolgreich
bringt der Autor seine Mitmenschen dazu, seine Eltern, Lehrer,
Mitschüler, Freunde, ihn zuerst als menschliches Wesen zu
sehen. Daß sie alle genau das so grandios schaffen, daß
Ototake niemals eine demütigende Situation erlebt, war für
viele Zweifler Anlaß für bissige Kritik: Schönt
der Autor nicht die japanische Wirklichkeit?
Die öffentliche Debatte über dieses Buch zeigt aber
eine für Japan erstaunliche Bereitschaft, sich endlich nicht
nur in privater Intimität mit den Schwierigkeiten Behinderter
zu befassen. In diesem Punkt scheint das Land reif für einen
Wandel.
Bald schutzlos?
Lord Ahmed of Rotherham ist adlig, Politiker, Mitglied der britischen
Labour Party und Muslim. Am 21. September verlangte er in einer
Radioansprache in der BBC die Beendigung des staatlichen Polizeischutzes
für Salman Rushdie.
Das Geld, sagte er, das da seit zehn Jahren für die Leibwächter
des Schriftstellers ausgegeben wird (über drei Millionen
Mark jährlich), sei Verschwendung von Steuergeldern. Besonders,
da Rushdie selber reich genug sei, um für seinen Schutz zu
sorgen, und sowieso in New York bei seiner neuen Freundin lebt.
Der Abgeordnete Robin Corbett, Vorsitzender des Außen-Auschusses,
will klären", was es mit der Ankündigung
auf sich hat, die iranische Regierung werde die Fatwa gegen Rushdie
nicht ausführen".
Charlton Heston ist verärgert
Das Buch mit dem Titel Arming America" beschreibt
die Ursprünge der nordamerikanischen Begeisterung für
Handfeuerwaffen, einer - so der Untertitel - National Gun
Culture". Und was der Autor, er nennt sich vorsichtshalber
nur Bellesiles, darin vorbringt, gefällt Charlton Heston,
dem Ex-Moses und Vorsitzenden der National Rifle Association,
keineswegs.
Bellsiles hat nämlich herausgefunden, daß es gar nicht
die mythischen Pioniere waren, die das Bürgerrecht auf die
eigene Waffe etablierten. Das allgemeine Waffentragen setzte erst
nach dem Ende des Bürgerkriegs ein, als die Soldaten der
Nord- und Süd-Armeen zurückkehrten und keine Lust hatten,
ihre geliebten Schießgewehre abzugeben.
Der Autor sieht schon in der Technik das große Hindernis
für den frühen Hang zum Halfter: Musketen waren viel
zu rar und vor allem zu umständlich für ihre angeblich
große Rolle im Ursprungsmythos der USA. Die ersten US-Amerikaner
haben auch keineswegs dauernd Indianer oder Engländer abgeschossen,
sie waren, so Bellesiles, meist zu betrunken dafür.
So etwas bringt den RFA-Vorsitzenden in Rage. In seinen öffentlichen
Angriffen auf Bellesiles macht er kurz davor Halt, ihn unamerikanischer
Umtriebe zu bezichtigen. Immerhin verlangt Heston nicht auch noch
das Recht auf die eigene Kanone im Vorgarten.
Zwangsarbeiter am Capitol
Der Senat der USA hat Mitte September einen Ausschuß eingesetzt,
der untersuchen soll, welchen Anteil die Sklavenarbeit am Bau
des Capitols hatte.
Die Bauarbeiten wurden Ende des 18. Jahrhunderts ausgeführt
und zahlreiche Sklaven der nahen Farmer und Plantagenbesitzer
dafür gemietet". Der Mietpreis für einen
Sklaven betrug durchschnittlich fünfundfünfzig Dollar
pro Jahr. Der Lokalhistoriker Bob Arnebeck meint in seinem Buch
Through a Fiery Trial. Building Washington 1790-1800",
Sklaven hätten vor allem künftige Straßen und
den Hügel entwaldet, auf dem heute das Capitol steht, und
Bäume für dessen tragende Balken zurechtgeschnitten.
Zweihundert Jahre später sollen die Sklaven, die buchstäblich
die Fundamente unserer Demokratie gelegt haben", wenigstens
geehrt werden.
Bücher bleiben
Der neueste Apparat von Rocket eBook ist wirklich sehr
gut, man sitzt lieber davor als vor dem Computer, aber er verblaßt
immer noch vor der fünfhundert Jahre alten Technologie des
gedruckten Buches."
Sagt Nora Rawlinson, Chefredakteurin des amerikanischen Magazins
Publishers Weekly. Sie bezieht sich dabei auf eine Umfrage unter
eintausendeinhundertvierzig Personen, die in der zweiten Jahreshälfte
1999 ein Buch gekauft hatten, übers Internet oder im Buchladen.
Sechzig Prozent von ihnen wußten nicht einmal, daß
es diese Lese-Apparate gibt. Und von denen, die von dieser Technik
gehört hatten, meinten siebzig Prozent, in den nächsten
sechs Monaten würden sie kein Buch" dieser Art
kaufen.
Der Buchkauf im Internet wurde als sehr gut bewertet (mit 8,2
Punkten auf einer Skala mit maximal zehn Punkten). Aber ein Viertel
aller Befragten sagte, für sie käme ein Online-Buchkauf
nicht in Frage. Der Grund: Angst vor dem Mißbrauch der Kreditkartennummer.
Dante-Zeichner Botticelli ausgestellt
Zum ersten Mal seit Jahrhunderten werden die Zeichnungen von
Sandro Botticelli zur Göttlichen Komödie"
von Dante Alighieri öffentlich ausgestellt: seit dem 19.
September und bis zum 3. Dezember in Rom, in den Scuderie
Papali", einem zum Museum umgebauten früheren Stall
im Präsidentenpalast.
Man setzt die Entstehungszeit der neunundneunzig Zeichnungen zwischen
1480 und 1495 an. Nur vier davon sind in Farbe ausgeführt
(was wohl für alle anderen auch geplant war). Vorgesehen
waren die Zeichnungen für die Florentiner Prachtausgabe der
Göttlichen Komödie" von 1481. Ausgeführt
wurde der Plan nicht mehr, weil Botticelli vom Papst nach Rom
gerufen wurde, um an der Sixtinischen Kapelle zu arbeiten (so
kamen überhaupt nur vierzehn Zeichnungen in die Ausgabe von
1481).
Das in Rom ausgestellte Exemplar existierte bis zu diesem Jahr
nur in Form von Einzelblättern, bevor es in Berlin wieder
zu einem ganzen Buch zusammengesetzt wurde.
Die AIDS-Hilfe Dortmund e.V.
schreibt einen Literaturwettbewerb zum Thema "+plusminus-"
aus.
Gesucht werden Texte, in denen Begegnungen mit HIV, Begegnungen
mit Infizierten, mit Nicht-Infizierten, von Nicht-Infizierten
mit Infizierten, Immunität und Nicht-Immunität beschrieben
werden. Erwartet werden nicht insbesondere biographischen Beiträge.
Offenheit besteht gegenüber jeder literarischen Gattung,
sei es Lyrik, Prosa, Aphorismus oder Dramatik.
Die ausgewählten Texte werden in einem im Juni 2001 zur Aufführungen
kommenden Theaterstück verwendet, dieses Theaterstück
wird am Theater im Depot in Dortmund im Rahmen der Theaterwerkstatt
entstehen.
Einsendungen bitte an/Informationen bei: AIDS-Hilfe Dortmund e.V.
,Dieter Stötzer-Waltemathe, Möllerstraße 15, 44137
Dortmund, Tel.: 0231 - 80 90 40
oder
Dirk Harms (künstl. Leitung des Projektes), Hüsingstraße
17/19, 58239 Schwerte, Tel.: 02304/ 72 5 48 oder 02378/ 83-229.

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Messe kompress
Die aus den Nähten platzende Frankfurter
Buchmesse will sich im kommenden Jahr verschlanken.
Zeitlich: Sie soll einen Tag früher schließen, am Sonntag
statt am Montag, also nach fünf Tagen.
Räumlich: Die neue Halle 3, die noch im Bau ist, soll die
Besucherwege verkürzen, da dann die Aussteller rund um die
zentrale Agora untergebracht werden können.
Dieses Jahr bleibt alles noch, wie es schon immer war: zu groß.
Siebzig Autoren, einhundertsechs Länder, zweitausend Veranstaltungen,
sechstausend Aussteller, achtzigtausend Neuerscheinungen, dreihunderttausend
erwartete Besucher.
Schwerpunkte sind dieses Jahr das Buch-Land Polen, Comics (Längst
kein Medium nur für Kinder", sagt der neue Messe-Chef
Lorenzo Rudolf) und ein mit hunderttausend Dollar dotierter Frankfurt
eBook Award für herausragende" elektronische Bücher
Chinesischer Regimekritiker verurteilt
Vier Jahre Haft für einen chinesischen Autor in Peking: Dem
sechsunddreißig Jahre alten Bankangestellten Qi Yanchen
wird Untergrabung der Staatsgewalt" vorgeworfen. In
seinem Buch Chinas Zusammenbruch" hatte Qi Yanchen
argumentiert, das Land werde in gefährliche Turbulenzen geraten,
wenn nicht entschieden politische Reformen auf den Weg kommen.
Ein Arbeitskollege des Autors, Bo Qinghai, ist vor wenigen Wochen
ebenfalls verhaftet worden. Auch ihm wird die Untergrabung dieser
offenbar wackligen Staatsgewalt vorgeworfen. Bei ihm kommt wahrscheinlich
verschärfend hinzu, daß er seine Artikel in ausländischen
Zeitungen (Taiwan!) veröffentlich hat. Und, pfui, im Internet.
Der akademische Potter-Run
Es reicht wohl nicht, daß in allen Schulen
Deutschlands Harry Potter gelesen wird. Jetzt müssen auch
noch die Hochschulen ran.
Die Universität Hannover, in der Person von Professor Martin-Christoph
Just, plant für das neue Semester ein Seminar, mit dessen
Hilfe das Geheimnis des Erfolgs-Zauberlehrlings gelüftet
werden soll.
Leitfrage: Ist Potter eine ganz und gar neuartige Idee oder ist
es die bekannte Armes-Waisenkind-findet-
schließlich-doch-sein-Glück"- Geschichte? Aber
auch ideologische und Marketing-Aspekte sollen wissenschaftlich
durchleuchtet werden.
Wirklich mehr als eine geschickte ABM?
Autor und Kosmonaut
German Titov, nach Yuri Gagarin der zweite Russe
im Weltraum, ist Ende September mit fünfundsechzig Jahren
an einer Kohlenmonoxydvergiftung in seiner Heimsauna in Moskau
gestorben. Die russische Presse sprach von einem Unfall.
Titov war von 1995 bis 1999 Abgeordneter für die Kommunistische
Partei im russischen Parlament, ließ sich aber im letzten
Jahr nicht wieder als Kandidat aufstellen. Er ist auch der Autor
von vier Büchern über die Raumfahrt.
Kein Roter Stern" über China
Die Witwe des Buchautors Edgar Snow, Lois Wheeler
Snow, hat gegen einen chinesischen Film protestiert und Schadensersatzfoprderungen
angedroht. Der Film sei ohne ihre Genehmigung nach dem Buch ihres
Mannes Roter Stern über China" gedreht worden.
Sie nannte China außerdem ein heuchlerisches"
Land, das ihren Mann als Wahrheitssucher" lobe, wo
aber jeder mißliebige Journalist ins Gefängnis gesteckt
werde. Es sei derzeit in China unmöglich, einen wahrheitsgemäßen
Film über ihren Mann zu drehen. Ich bin gegen jede
Propaganda mit dem Namen meines Mannes", fügte sie hinzu.
Edgar Snow, 1972 in der Schweiz verstorben, wird in der Volksrepublik
offiziell als Freund Chinas" gefeiert. Er verbrachte
mehrere Jahre mit Mao Tse Tung zu Beginn von dessen Guerillatätigkeit
1936.
Im Frühjahr 2001 soll der Film in die chinesischen Kinos
Ein Geisterschreiber
Valentin Jumaschew, ein Assistent des früheren
russischen Premiers, wird nach einer Ankündigung der Komsomolskaya
Prawda die Memoiren von Boris Jelzin schreiben.
Es ist die Frage, wie aufschlußreich das Buch sein wird.
Ich bin nicht aus persönlichem Ehrgeiz an die Macht
gekommen", wird da zum Beispiel zu lesen sein. Und: Ein
solches Lebensziel ist unter meinem Niveau. Mein gesamtes Leben
war immer nur einem Ziel gewidmet: aus Rußland einen starken
und blühenden Staat und die Russen glücklich zu machen."
Und weiter: Zwei Legislaturperioden waren natürlich
nicht genug dafür. Aber ich habe alles in meiner Kraft Stehende
getan - und vielleicht noch mehr als das." Und so weiter
Ein sinkendes Schiff?
Yahoo beendete am 18. September seine Partnerschaft
mit Amazon und tut sich jetzt mit dessen Konkurrenten barnesandnoble.com
zusammen. Der neue Partner gehört mehrheitlich der größten
Buchhandelskette der USA gleichen Namens; Bertelsmann hat einen
Minderheitsanteil.
Die Begründung läßt sich in den angeblich virtuellen
Zeiten nur mit einem amüsierten Lächeln lesen: Das
ist ein großartiger Deal für uns", sagt Anil Singh,
der Marketing-Chef von Yahoo, weil es eine wegweisende Verbindung
mit einem gutbekannten Markennamen ist, der in einem gemauerten
Haus daheim ist (a bricks-and-mortar brand)."
Amazon tröstet sich derweil mit einem Partnerwechsel eigener
Art und nähert sich AOL,eine Beziehung, die - so Amazon -
aus einer Reihe von Gründen überzeugender ist".
Auch andere Verkaufspartner haben sich von Amazon getrennt. Es
sind Organisationen zum Schutz der Privatsphäre im Internet,
denen die Informationspolitik von Amazon mißfällt.
Amazon ist nämlich der Überzeugung, daß alle kundenbezogenen
Daten der Firma gehören und verkauft werden können,
wenn das Unternehmen seine Tätigkeit einmal einstellt
Diana ernährt sie alle
Die Aristokraten zuerst.
Dianas Bruder, Earl Spencer, schreibt ein Buch über - nein,
nicht über Diana allein, sondern gleich über die ganze
Familie. Es gibt einem Kraft, wenn man zu
seinen Wurzeln zurückkehrt", verriet er Larry King in
dessen Talkshow. Ich will den Tod meiner Schwester wirklich
nicht zu Geld machen. Hier handelt es sich mehr um eine historisches
Buch." Andererseits schadet es dem Buch natürlich nicht,
wenn der Autor Dianas Bruder ist.
Jetzt die Plebejer.
Der während acht Jahren als Privatsekretär der Prinzessin
beschäftigte Patrick Jephson hat seinerseits ein Buch geschrieben,
das im Oktober weit weg, auf der anderen Seite des Atlantik, in
den USA erscheinen soll (Vorab-Enthüllungen in der britischen
Presse nicht gerechnet). Königin und Prinz Charles mißbilligen
die neuesten Szenen einer Ehe zutiefst"
Parteispenden, britisch
Der Journalist Andrew Rawnsley bezichtigt in
seinem soeben veröffentlichten Buch Servants of the
People" den britischen Premierminister der Lüge. Und
den Schatzkanzler gleich auch noch. Blair habe gelogen, als er
sagte, er habe sich nach der Rechtmäßigkeit einer Parteispende
erkundigt, und der Schatzmeister mit der Behauptung, er habe von
der ganzen Sache nichts gewußt.
Der Hintergrund: Im November 1997, Tony Blair war gerade ein halbes
Jahr im Amt, kam heraus, daß der Formel-1-Rennstall-Besitzer
Bernie Ecclestone der Labour-Partei über 2,5 Millionen Mark
gespendet hatte, wonach die Regierung ihm großzügig
die eigentlich verbotene Zigarettenwerbung bei Autorennen erlaubte.
Das ist eine sehr ernste Angelegenheit", muß
sich Labour jetzt von den Konservativen sagen lassen.
Dabei hat die Partei hat die Spende später an Ecclestone
zurückgezahlt. Das ist zwar nicht ganz die Kohlsche Methode
der Entschuldung, aber geholfen hat sie den Engländern ebensowenig.
Soeben erschienen:

Bartkowiaks forum book art
H. Stefan Bartkowiak
Körnerstraße 24
D-22301 Hamburg
Tel. 0049-(0)40-2793574
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