Nr. 28, September 2000
 
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Martin Heidegger (im soeben bei Vittorio Klostermann erschienenen Band 16 der Gesamtausgabe) auf die Frage von Karl Japsers, wie er denken könne, ein so kulturloser Mann wie Hitler könne Deutschland regieren:
Auf die Kultur kommt es nicht an. Betrachten Sie nur seine wundervollen Hände!
Kein Kommentar.

Bayern 5 zur Expedition des Bundeskanzlers in die neuen Länder:
Geplant sind auch treffen mit Experten der Informationstechnologie. Im Mittelpunkt steht aber das Gespräch mit den Menschen.
Der Sender weiß ja gar nicht, wie recht er hat.

Eine selbstgerechte süddeutsche Zeitung zu Reiner Kunzes Satz: Die Sprache sei „ein zu hohes Gut, um sie durch pseudorevolutionäre Borniertheit zwangsverarmen zu lassen":
Reiner Kunze meldete sich mit einem Grammatikschnitzer ersten Ranges zu Wort.
Die Brust, in die sich der Präzeptor da wirft, ist hohl. Der Kunze-Infinitivsatz mit seinem hinzugedachten unbestimmten-persönlichen ‚man‘-Subjekt ist völlig korrekt gebildet (siehe Helbig/Buscha, Deutsche Grammatik, 18.4.1.5., Infinitivkonstruktionen).

Eine ehrgeizige Grafik der Ericsson Consulting GmbH:

Demnach hätten in vier Jahren wir alle - Mann, Frau, Kind, Baby und der Hund - ein Handy. Und spätestens im Jahr 2005 hätten wir mehr UMTS-Kunden, als überhaupt Menschen auf der Erde leben. Einfallsreich, der Turbokapitalismus.

Walter Hiller, Generalsekretär des Bundes Freier Waldorfschulen über den „gesellschaftlichen Kontext" seiner Schulen:
Anthroposophen wirken überall in die Öffentlichkeit hinein, in der Medizin, im sozialen Bereich, sogar in der Wirtschaft. Hier haben wir Berater bei Daimler-Benz. Auch bei Bosch oder Siemens werden Leute mit anthroposophischem Hintergrund gebeten, beratend tätig zu werden.
Ja, dann. Wenn sogar die Wirtschaft, sogar Daimler-Benz, sogar Bosch und sogar Siemens die Anthroposophie so toll finden, dann muß da echt was dran sein. Zumindest die hochentwickelte Ehrfurcht, vor der Industrie rhetorisch in die Knie zu gehen.

Eine fahrlässige Enthüllung der ZEIT:

Warum aber, wenn er sich verstecken möchte, wird dann dieses - ohnehin und als solches mitleiderregend entstellte - Gesicht veröffentlicht? Tsk, tsk!

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