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Ägypten II: Kritiker ohne Anklage im Gefängnis
Am 30. Juni wurde der einundsechzigjährige Menschenrechtler
Saad Eddin Ibrahim (er besitzt die ägyptische und die amerikanische
Staatsbürgerschaft) in Kairo verhaftet, ebenso einige seiner
Freunde, mit denen er eine Freiheitskämpfer" genannte
liberale Kritiker-Gruppe gebildet hat. Er hat etwa ein Dutzend
Bücher über Demokratie und Minderheitenrechte veröffentlicht.
1995 deckte er einen Wahlbetrug der Nationalen Demokratischen
Partei auf (die von vierhundertvierzig Parlamentssitzen vierhundertdreißig
gewann).
Wilden Gerüchten zufolge hat er mit Israel kollaboriert oder
ausländische Spendengelder veruntreut oder noch ganz andere
Dinge verbrochen. Tatsache bleibt, daß die Staatsanwaltschaft
bis heute keine Anklage gegen ihn formuliert hat.
In Ägypten kann auf Grund von Notstandsgesetzen jeder sechs
Monate lang ins Gefängnis gesteckt werden, ohne daß
er einem Richter vorgeführt oder überhaupt eine Anklage
erhoben werden muß.
Die Jungs aus dem Tal
oder besser: die Start-ups des Silicon Valley beschreibt Paulina
Borsook in einer fulminanten Abrechnung. Die Kerle (sie nennt
sie mit Vorliebe Cyber-Libertarians") wollen sich von
niemandem dreinreden lassen und vergessen, wem sie ihre Erfolge
zu verdanken haben (daher auch der Titel ihre neuesten Buches:
Cyberselfish"). Borsook hat einst für das Internet-Magazin
Wired" gearbeitet, sie beherrscht das Privatsprachen-Vokabular
dieser Fanatiker und kennt sich überhaupt recht gut aus bei
ihnen.
Die Hypokrisie der Cyberpunks" und der Crypto-Rebellen"
ist tatsächlich unübersehbar. Sie wollen den Staat aus
allem, was sie tun, raushalten; sie sagen, sie gedeihen am besten
in einem absoluten
neoliberalen Nachtwächterstaat. Am wohlsten fühlen sich
diese neuen Halbstarken offenbar in einer gemäßigten
Anarchie. Dabei vergessen sie gern, daß die geballten Erfolge
im Silicon Valley bis heute nur durch eine ganze Reihe staatlicher
Interventionen möglich sind: Kreditgarantien, Steuerstundungen,
Visa-Erleichterungen und vor allem die Bereitstellung einer Kommunikations-Infrastruktur
(etwa Arpanet). Ihre schnellen Profite stecken also die Newcomers
sofort ein, aber wenn es um Zuwendungen für gemeinnützige
Stiftungen geht, bleiben sie bis obenhin zugeknöpft. Eine
lobenswerte Ausnahme unter wenigen ist etwa die Hewlett-Packard-Stiftung.
Die Autorin weiß ziemlich genau, wo der Staat nichts zu
suchen hat (zum Beispiel in meiner E-Mail) und wo er gefragt ist
(in der Erziehung, im Umweltschutz, in der Sicherung des Wettbewerbs).
Leidenschaftlich und genau weist sie darauf hin, daß die
wahnsinnig gewordenen Cyber-Libertins nicht nur ganze Geschäftszweige
wie die kleinen Buchhandlungen in den Ruin treiben, sondern in
ihrer Selbstbezogenheit auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt
unterminieren und das soziale Mitgefühl abschaffen.
Wer hat uns verraten?
Eine britische Biographie versucht sich an einer französischen
Legende: The Death of Jean Moulin" von Patrick Marnham
(vor kurzem bei John Murray erschienen). Der Widerstandskämpfer
Moulin gehört zum Nationalstolz der Franzosen und zum Gründungsmythus
der Fünften Republik, gleich neben de Gaulle. Befördert
hat diesen Ruf eine dauerhafte Ungewißheit über die
Umstände seines Todes.
Als der Zweite Weltkrieg ausbrach, war er der jüngste Präfekt
des Landes. In dieser Eigenschaft übergab er damals die Stadt
Chartres den Deutschen. Und hier tritt noch eine Unklarheit auf:
Seiner eigenen Beschreibung nach hätten ihn die Deutschen
geschlagen, um ihn zur Unterschrift unter ein Dokument zu zwingen,
das von Vergewaltigungen durch französische Truppen auf dem
Rückzug berichtete. Und doch: Kurz darauf setzten ihn dieselben
Deutschen - jetzt unter der Regierung Pétain - wieder als
Präfekt ein. Und kurz vorher hätten sie ihn noch gefoltert?
Interesse an der Résistance zeigte Jean Moulin erst Monate
später, nachdem ihn die Pétain-Regierung vom Dienst
suspendiert hatte. Er hatte keine Ahnung davon", sagte
ein Mitstreiter über ihn. 1941 besuchte er de Gaulle in London
und vereinte dann organisatorisch die Widerstandsgruppen in Frankreich.
Am 21. Juni 1943 wurde er von Klaus Barbie bei einem Geheimtreffen
der Résistance gefaßt. Was danach mit ihm geschah,
weiß niemand. Auch seine Leiche wurde nie gefunden. Manche
Franzosen glauben, Jean Moulin war ein sowjetischer Agent, und
die Deutschen hätten ihn gegen einen deutschen Agenten in
der Sowjetunion ausgetauscht. In Frankreich stellt man sich eben
eine Niederlage gern als das Ergebnis eines Verrats vor. Und vermutlich
war ja auch das Geheimtreffen, aus dem heraus er und seine Freunde
verhaftet wurden, verraten worden.
Die République Française hat ihre offizielle Antwort
zum Verbleib der Leiche schon gegeben: 1964 wurde ein Sarg mit
den sterblichen Überresten im Panthéon aufgestellt.
Kein neues Buch über das Lesen
Harold Bloom ist einer der ganz großen Literaturkenner
unserer Zeit, und sein allseits gerühmter Shakespeare
- Die Erfindung des Menschlichen" ist auch bei uns zwar kein
Bestseller, liegt aber in den berühmten guten Buchhandlungen
gut sichtbar aus. Sein neues Buch, How to Read and Why",
erinnert an ein älteres von ihm, The Western Canon".
Es ist sozusagen etwas wie ein Literaturkanon light, was schon
daran erkennbar wird, daß es mit bloß 283 Seiten viel
zu dünn ist.
Das Buch besteht aus einer Serie von Literaturessays über
diverse Gattungen: die Kurzgeschichte (Turgenjew bis Calvino),
die Lyrik (vor allem englische), den Roman (fast nur Europäer:
von Cervantes bis Thomas Mann), das Drama und zuletzt noch den
amerikanischen Roman. Eine Anthologie also, kein Buch über
das Lesen.
Dieses Thema behandelt Bloom so hopphopp am Ende jeden Abschnitts,
als hätte ihn sein Lektor anhand des fertigen Manuskripts
noch schnell darum gebeten. Manchmal erfolgt die Antwort auf die
Titelfrage dann mit bestürzender Knappheit: nach sechs Seiten
über Proust in einem kurzen Satz.
Wem das egal ist und wer sich an den natürlich immer wieder
aufscheinenden Durchblicken Blooms in die Literatur erfreut, wird
von dem Buch nicht enttäuscht sein.
Die große Bellow-Biographie
Zehn Jahre lang hat James Atlas daran gearbeitet, sich immer
wieder mit dem fünfundachtzigjährigen Saul Bellow getroffen,
dessen Privatkorrespondenz durchsehen dürfen, mit den drei
Söhnen des Nobelpreisträgers gesprochen, ebenso mit
einer seiner Ex-Frauen sowie mit Freunden und Kollegen, zum Beispiel
Martin Amis und Philip Roth. Sechshundert Seiten sind es geworden.
Im Oktober kommt die Biographie mit dem einfachen Titel Bellow"
heraus.
Alltäglich ist es nicht, daß eine so umfangreiche Biographie
eines Lebenden geschrieben wird. Normalerweise wartet der Biograph
eines großen Schriftstellers etwa zehn Jahre, wie es ja
auch Joseph Blotner mit William Faulker gehalten hat oder Richard
Ellman mit James Joyce. Wer sich noch zu Lebzeiten des Beschriebenen
an die Biographie setzt, kommt in Gefahr, zwischen dem Respekt
vor dem Privatleben und der erforderlichen kritischen Genauigkeit
zerrieben zu werden. In den Worten Voltaires: Den Lebenden
schulden wir Rücksicht, aber den Toten nichts als die Wahrheit."
James Atlas meinte, er habe bestimmte Informationen weggelassen,
aber das Buch würde sich nicht speziell abgesoftet lesen.
So wird er beispielsweise auch etwas Unfreundliches über
Bellows sexuelle Leistungen wiedergeben, ebenso die Beobachtung
einer von Bellows Frauen: Er hatte eine biblische Moral
aus der Alten Welt, aber sein Hosenstall stand immer weit offen."
Ein notorisch kriegerischer Feiertag
Das ganze Jahr über liegt der Schrein des friedlichen
Landes" in Tokyo so da, wie er seinem Namen schuldig ist:
friedllich, eine Oase im Lärm der rastlosen Metropole. Nichts
stört die Ruhe der hier sozusagen aufgebahrten Bücher,
in denen die Namen der Gefallenen des Zweiten Weltkriegs aufgeschrieben
sind: zweieinhalb Millionen. Aber einmal im Jahr, wenn Japan seiner
Kapitulation am 15. August 1945 gedenkt, bricht der Streit los.
Denn der Schrein ehrt auch Personen, die in den Augen vieler aufgeklärter
Japaner eher Kriegsverbrecher waren, der verurteilte Premierminister
Hideki Tojo an erster Stelle. Für sie ist die ganze Veranstaltung
nur der Beweis dafür, daß Japan die Augen weiter vor
seiner Vergangenheit verschlossen hält. Sie sagen es drastisch:
Der offizielle Regierungsbesuch hier ist so, als verneigte sich
die deutsche Regierung vor Nazi-Gräbern. Entsprechend laut
sind die Proteste in der japanischen Presse.
Ein gewisses Tabu ruht in der Tat über mancher japanischen
Vergangenheit. So wird etwa Kaiser Hirohitos Rolle im Zweiten
Weltkrieg auch neun Jahre nach seinem Tod prinzipiell nicht diskutiert.
Es gilt als ausgemacht, daß er mit den technischen Details
des Krieges nicht das Geringste zu tun hatte. Der schöne
Konsens wird jetzt allerdings aufgebrochen: durch ein Buch des
anerkannten amerikanischen Historikers Herbert Bix, der behauptet,
Hirohito habe tatsächlich von dem Angriff auf Pearl Harbour
gewußt und sich an strategischen Planungen durchaus auch
persönlich beteiligt.
Der Feiertag wird sich durch eine biologische Lösung beruhigen:
Der japanischen Jugend ist der Streit um derartige Fragen ziemlich
egal. Ich bin nach dem Krieg geboren", sagt der achtundzwanzigjährige
Verlagsangestellt Rei Aritake, und das alles interessiert
mich einfach nicht."
Na denn.

Ihr Kommentar
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Was Schrempp so zu schultern hat
Reingelegt", im schöneren Original:
Taken for a Ride" ist der Titel eines neuen Buches,
das eben bei William Morrow in New York erschienen ist. Die Autoren
sind Bill Vlasic und Bradley A. Stertz, und sie beschreiben, How
Daimler-Benz Drove off with Chrysler". Mit anderen Worten:
Die Megafusion zwischen Daimler-Benz und Chasler ist alles andere
als eine Partnerschaft zwischen Gleichberechtigten. Die Deutschen
haben vielmehr die Amerikaner über den Tisch gezogen, und
Chrysler ist bestenfalls noch eine Filiale der Stuttgarter.
Die Autoren, nach einer leider etwas trockenen Einleitung, die
jeden nur halbentschlossenen Buchkäufer abschrecken muß,
erzählen aufregend, auch für Nicht-Fachleute verständlich
und mit einer Fülle erfrischender Details und (rekonstruierter)
wörtlicher Zitate aus den entscheidenden Gesprächen
und Sitzungen, so als wären sie dabeigewesen.
Die Chrysler-Chefs, meinen sie (wie auch viele Chrysler-Mitarbeiter)
waren zu zahm und dem Teutonen einfach nicht gewachsen. Schon
rein vitalitätsmäßig nicht. Einmal, nach einem
recht alkoholreichen Geschäfts-Abendessen in Sevilla, etwa
um um zwei Uhr morgens, hatte Schrempp plötzlich dieses gefürchtete
Glitzern in den Augen, packte seine Assistentin Lydia Deininger
(die nie von seiner Seite weicht), warf sie sich über die
Schulter, griff sich eine Flasche Champagner, rief seinen hellauf
begeisterten Geschäftsfreunden über die noch freie Schulter
ein markiges Bis später, Jungs!" zu und war verschwunden.
Ein amerikanisches Gefühl wie Barbari ante portas"
ist da irgendwie verständlich.
Was Ärzte so zählen
Wie gewalttätig sind unsere Kinderfilme?
Im Journal of the American Medical Association" (24.-31.Mai
2000) haben Fumie Yokuta und Kimberley M. Thompson eine diesbezügliche
Studie veröffentlicht. Auszüge:
Schneewittchen und die sieben Zwerge" (1937): 2 Verwundete,
1 Tote (benützte Waffen: Körper, Schwert, Gift, andere);
Bambi" (1942): 3 Verwundete, 2 Tote (Körper, Zauber,
andere); Peter Pan" (1953): 2 Verwundete, 1 Toter (Körper,
Schwert, Feuerwaffe, Sprengstoff, andere); Das letzte Einhorn":
5 Verwundete, 3 Tote (Körper, Schwert, Zauberei, andere);
Der Nußknacker" (1990): 5 Verwundete, 2 Tote
(Körper, Schwert, Feuerwaffe, Zauberei, andere); Die
Schwanenprinzessin" (1994): 9 Verwundete, 2 Tote (Körper,
Schwert, Zauberei, andere); Pocahontas": 3 Verwundete,
1 Toter (Körper, Schwert, Feuerwaffe, andere).
So kann mans natürlich auch sehen. Und literaturpolitisch
korrekt ist es allemal.
Und was Verleger zählen
Allein in den Vereinigsten Staaten wurden bis
Ende Juni insgesamt 20,9 Millionen Exemplare der Potter-Bücher
verkauft, in Großbritannien, Kanada und Australien zusammen
8,3 Millionen, in Deutschland anderthalb Millionen , in Frankreich
vierhundertneunzigtausend, in Japan dreihundertsechzigtausend
und in Italien zweihunderttausend Exemplare.
Und das allein mit den ersten drei Bänden (der vierte kam,
in englischer Sprache, erst Anfang Juli heraus). Sieben Bände
sollen es werden. Der Wahnsinn.
Man probierts halt
Nancy Stouffer hat Mitte der achtziger Jahre
ein Buch geschrieben, in dem winzige, haarlose Wesen ein paar
Hundert Jahre in der Zukunft auf einem Kontinent namens Aura leben,
nach einem Nuklearkrieg, der alles andere zerstört hat. Das
Buch hatte den Titel The Legend of Rah and the Muggles".
Nachdem jetzt auch in den Potter-Büchern ein Völkchen
namens Muggles aufgetreten ist, hat Nancy Stouffer Joanne K. Rowling
wegen Verletzung des Urheberrechts verklagt. Die Gegenklage der
Betroffenen wurde jetzt von einem Gericht in Manhattan angenommen.
Der Anwalt von Rowling, dem Verlag Scholastic und Time/Warner,
die die Vermarktungsrechte besitzen, ließ verlauten: Jeder,
der auch nur ungefähr mit den Harry-Potter-Büchern und
der Bedeutung von Muggle vertraut ist, nämlich
ein Mensch ohne Zauberkräfte, wird die Absurdität
des Vorwürfe von Ms. Stouffer erkennen."
China greift an" - im Internet
Der Co-Autor, Chuck DeVore, ist selbst überrascht,
daß sich das Buch über das Publishing-on-Demand-System
so gut verkauft. Mit dem Bestseller-Autor Steven W. Moshe zusammen
hat er China Attacks" geschrieben und bei Buy Books
als Print-on-Demand herausgebracht.
Das Buch wird über diverse Webseiten angeboten, darunter
amazon.com, Barnes&Nobles und einer eigenen Website von DeVore,
www.ChinaThreat.com.
Die elektronische Erscheinungsweise war nicht von Anfang an geplant.
Die Idee kam den beiden, nachdem mehrere Verlage erst bei einer
Veröffentlichung im Frühjahr 2001 Interesse zeigten.
Mit möglicherweise einem gewissen Recht sagten sich die Autoren:
Bevor die Ereignisse unser Buch überholen, publizieren wir
es lieber selber und schneller. Das Buch schildert einen chinesischen
Angriff vom Festland her auf Taiwan - in der nahen Zukunft.
Che und der Wodka
Noch in diesem Monat soll in London gerichtlich
geklärt werden, ob ein bestimmtes Porträt-Foto für
eine Wodka-Werbung verwendet werden darf.
Die Werbeagentur, Lowe Howard-Spink (heute Lowe Lintas & Partners)
hatte die Veröffentlichungsrechte an dem Foto ordnungsgemäß
von der Bildagentur Rex Features erworben und es in einer nicht
sehr weitreichenden Anzeigenwerbung für Smirnoff verwendet.
Dieses Recht bestreitet ihnen nun die Cubanische Solidaritätskampagne.
Denn: Es geht um das weltberühmte Foto von Che Guevara. Und
da verstehen die Cubaner keinen Spaß. Den Mann auf dem Foto
nehmen sie so ernst, daß die Schüler jeden Morgen ihren
Unterricht mit dem Gelöbnis beginnen, wie Che zu werden.
Und da hat man es nicht gern, wenn die Smirnoff-Reklame die stahlgrauen
Augen zusätzlich mit Hammer und Sichel dekoriert. Noch dazu,
wo Che nie getrunken hat.
Auch der Fotojournalist, der einundsiebzigjährige Diaz Guiterrez,
ist ungehalten. Er hat das Foto am 5. März 1960 aufgenommen,
anläßlich einer Gedenkfeier für über hundert
Seeleute, die bei Angriff auf einen belgischen Waffentransport
getötet worden waren.
Rentner sucht adäquate Tätigkeit
Rudolph Giuliani weiß zwar nicht, worüber,
auch nicht wann es, wenn überhaupt, je fertig sein soll,
aber daß er ein Buch schreiben wird, das weiß er.
Und mit den Schwierigkeiten des ersten Kapitels ist er auch schon
vertraut: Er habe, teilt er mit, schon mindestens vier oder fünf
verschiedene Anfänge geschrieben und immer noch nicht zufrieden.
Er braucht eben eine Beschäftigung, seit er sich wegen seines
Prostataleidens aus dem Rennen um den Senator für den Staat
New York zurückgezogen hat und seine Amtszeit als Bürgermeister
von New New York City in vierzehn Monaten zu Ende geht. An einem
Ministerposten unter Bush jr. sei er nicht interessiert, ließ
er verlautbaren.
Ein Verlagsexperte sagt ihm eine nur bescheidene Vorschußsumme
voraus, allenfalls hunderttausend Dollar. Aber weiß mans?
Verleger sind verrückte Leute", meint derselbe
Experte im Nachsatz.
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