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Das Quedlinburger Evangeliar
Schön mit goldenen Buchstaben auf Pergament geschrieben":
Mit dieser Beschreibung steht die Evangeliensammlung im Bücherveichnis
(1812) des Doms von Quedlinburg. Üblicherweise stammen in Gold
geschriebene Codices aus dem Umkreis von Kaisern und Königen, Bischöfen
und allenfalls Äbten. An einer dieser Stätten ist auch der
Ursprung des kostbaren Quedlinburger Evangeliars aus dem neunten Jahrhundert
zu suchen.
Es werden vier Schriftarten verwendet: Monumentalcapitalis, Capitalis
rustica, Unziale und Minuskel. Die erste von ihnen ist auf der Abbildung
zu sehen.
Der Text im Rechteck unter den vier Evangelistenbildern ist wie hier
in der Monumentalcapitalis gehalten (wobei jedoch noch die C, wie in
der Abbildung erkennbar, und die G eckig geschrieben wurden). Der Text
selbst ist das sogenannte Incipit ([Hier] beginnt ..."),
das heißt der Titel des Buches oder des Großkapitels, eine
"Titelseiten"formel, die in allen Büchern des Mittelalters
beibehalten wurde.
Über dem V in EVANGELIU" und dem C in SCD"
ist ein horizontaler Strich angebracht, ein sogenannter Kürzungsstrich
(hier mit zwei Zapfen), der anzeigt, daß die Wörter als evangelium"
bzw. secundum" zu lesen sind.
Ihr
Kommentar
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