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Selbstanzeige
Die August-Nummer enthält gleich drei große Essays: einen Brief aus Frankreich von Stefan Georg Troller, den dritten, über Paraden, Vivendi und den Pariser "Diebsmarkt"; einen kongenialen Beitrag von Hans Pfitzinger zum - hätten Sie's gewußt? - Jean-Paul-Jahr ("Warum kein Mensch mehr Jean Paul lesen will"), und schließlich die still erheiternden Beobachtungen von Vasile V. Poenaru (Toronto) über Schwitters' "Anna Blume" auf der Expo 2000. Mit der sich übrigens auch die Marginalie befaßt, Jan Ulrich Haseckes bange Selbstbefragung: "Muss ich, oder läuft die EXPO auch ohne mich?" Zum Jean-Paul-Jubiläum auch noch eine schöne Fundsache aus den kleineren Texten des Autors: über die Sinnlosigkeit staatlicher Bücher-Zensur. Und als Ergänzung zu Trollers Promenade eine kurze Vorstellung des großen Paris-Fotografen Brassaï. Auch das Interview tritt diesmal doppelt auf: ein "wortlaut.de"-Gespräch mit dem Romancier Roberto Bolaño und ein SZ-Interview mit dem Biochemiker Erwin Chargaff über Karl Kraus, das Genom-Projekt und einen Fortschritt, der keiner ist. In den Rezensionen finden Sie den furiosen Debut-Roman "Red Rain" von Marcus Jensen und mit leichter Verspätung zum 20. Juli Hans Mommsens "Studien zur Geschichte des deutschen Widerstands" unter dem Titel "Alternativen zu Hitler". Und als dritte ein Hinweis, der allenfalls für Katzen-Esoteriker nicht unnütz ist. Bei den Lese-Effekten ein Nachtrag: Machiavellis Brief vom 10. Dezember 1513, vollständig, nachdem wir ihn im letzten November nur unvollständig zitierten und dafür prompte Kritik einstecken mußten. Im Net-Ticker schließlich eine mögliche Sensation: ein Emily-Dickinson-Foto (es gibt nämlich fast keins von ihr). Der Herausgeber
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Das
Zitat für Leser
Dass jemand, anstatt zu sagen: "Hallo, Mama, wie
geht's, wir kommen jetzt in den Tunnel, ich ruf gleich wieder an",
sagen würde: "Gelassen stieg die Nacht ans Land." Themen
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