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Ein Buch der Aufklärung
Der Schöpfer dieser Bilder-Bibel von 1735 ist Johann Jakob Scheuchzer,
der in Zürich als Ober-Stadtphysikus und als Professor der Mathematik
am Gymnasium tätig war. Er hatte bereits mehrere Werke über
Astronomie und Meteorologie, über Erdkunde und Ethnographie geschrieben.
Was nun noch zu tun war, versuchte er in seiner "Kupfer-Bibel":
Es ging ihm um nichts Geringeres, als die Aussagen der Bibel mit den
Erkenntnissen der zeitgenössischen Wissenschaft zu vereinen, in
seinen Worten: "den Text der Heiligen Schrift nach den Grundsätzen
der neueren Philosophie und Naturwissenschaft zu erklären".
Die Abbildung zeigt die Tafel XXIII, die Erschaffung des Menschen "ex
Humo", aus der Erde, komplettiert durch Embryonen in verschiedenen
Stadien der Entwicklung bzw. Skelettierung.
Der Autor stellte die Zeichenvorlagen zusammen, und zwar nicht nur aus
Büchern, sondern - wie man sieht - vor allem aus Naturalien- und
anatomischen Kuriositätensammlungen. Danach zeichnete Johann Melchior
Füssli die Abbildungen, die anschließend von einundzwanzig
meist Augsburger Künstlern in Kupfer gestochen wurden. Dann wurde
das gesamte Werk von dem Augsburger Verleger Johann Andreas Pfeffel
bei Christian Ulrich Wagner in Ulm gedruckt. Insgesamt schmückten
siebenhundertfünfzig solcher Tafeln die "Kupfer-Bibel",
die auch unter dem anderen, sprechenderen Titel "Physica sacra
oder Naturwissenschaft der Heiligen Schrift" herauskam.
Ihr
Kommentar
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