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Selbstanzeige
Es bleibt erstaunlich, wie freudig unbemerkt das rhetorische Desaster über die Bühne des Parteitags ging: die vorgeschriebene Pflichtlitanei der Fundis, wie unter Zwang und mechanisch vorgetragen von Angela Merkel. Ein Kommentar dazu von Anatol. In diesem Monat schon wieder bringen wir zwei Gastkolumnen: Henky Hentschel, in seinem zweiten Brief aus Havanna, hat genauer hingesehen und im Kern der Elián-Affäre ein hier unbekanntes, sehr bizarres Fluchthelfer-Fördergesetz der USA gefunden. In einem weiteren Essay untersucht Andreas Odenwald, warum Abu Jamal seit fast zwei Jahrzehnten in der Todeszelle sitzt, schuldlos; er ist Afro-Amerikaner und Black Panther - darum. Beide Male, sagen wir es gleich hier, eine beherzte USA-Kritik. In den Leseproben finden Sie die Rezension eines der größten Essayisten Deutschlands: Günter de Bruyn und seine unentmutigten "Deutschen Zustände". In einen hier unüblichen Rahmen gestellt ist diesmal die Rubrik Lese-Effekte. Sie bringt keinen Text, sondern zeigen das Bild eines holländischen Meisters: einen lesenden kleinen Jungen mit einem schweren Leben vor sich. Ach ja, nun doch mal ein Lob, und zwar wie der neue Webguide www.clickfish.de diese Zeitschrift empfiehlt: "Wohltuend anspruchsvoll demonstriert die Gazette bei übersichtlichem Seitenaufbau, daß es in Sachen Literatur im Netz auch anders geht". Danke. In diesem Sinne wünscht Ihnen wohltuende und anspruchsvolle Lektüre Der Herausgeber
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Das
Zitat für Leser
Der Tod ereilte ihn bei der Arbeit am Nachlaß seiner Pseudonyme. (Roberto Bolaño, Die Naziliteratur in Amerika) Themen
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Die
Gazette
Herausgeber: Fritz R. Glunk, Irschenhauserstraße 2, D-81379 München Glunk@Gazette.de Redaktionelle Mitarbeit: Eva Herold, Frank T. Zumbach Stadtsparkasse München, BLZ 70150000, Kto. 91-103630 Leserbriefe bitte an: Leser@Gazette.de Manuskripte bitte an: Redaktion@Gazette.de |
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