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Lukas Cranach, Verleger
Gedruckt wurde dieses Neue Testament zwar in der Wittenberger Druckerei
von Melchior Lotter d. J., im September 1522, aber der Geldgeber und
damit der Verleger war niemand anderer als Lukas Cranach d. Ä.,
zusammen mit dem Goldschmied Christian Döring. In Cranachs Werkstatt
entstanden auch die 21 großen Holzschnitte zur Offenbarung des
Johannes. Die Ausgabe wurde ein Erfolg: Im Dezember waren alle dreitausend
Exemplare verkauft, und zwei Jahre später brachte Melchior Lotter
den Text in einer zweiten Auflage heraus, jetzt im etwas kleineren Oktavformat
und im eigenen Verlag.

Diesmal stammten die Holzschnitte von Georg Lemberger, der sich an die
Vorlagen aus Cranachs Werkstatt hielt, außerdem aber noch dreiundzwanzig
Abbildungen hinzufügte. Der Künstler lebte seit 1522 als Buchmaler
in Leipzig, ging aber zehn Jahre später als Anhänger Luthers
nach Magdeburg.
Die Apostel in seinen Abbildungen sind aus der Schreibstube in die nicht
allzu ungepflegte Wildnis eines Eremitendaseins versetzt (wie hier oben
der heilige Jakobus d. Ä.).. Typisch für Lemberger sind der
auratisch ausladende Lichterkranz um den Kopf des Heiligen und die scharfkantigen
Felsumrisse im Hintergrund.
Ihr
Kommentar
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