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Zur Fundsache (Gottfried
Keller), März 2000:
Ich wollt aus deepfelt gruenden zu der letzten gazette noch sagen, dass
ich fuer den keller, frueher einer meiner lieblinge und vielleicht heut
auch noch, ich hab ihn laenger nicht mehr angeruehrt, dankbar bin: er
fuellt zwar keine luecke, denn seit der zeit, als ich, erstmals in (un)ziemlich
frueher pubertaet, den heinrich --der mir, in gruenem leinen und fraktur
auf herrlichen duenndruck ueberkommen ist-- las, sind mir die szenen
mit dem sexy tomboy judith (mit der ich mich jederzeit in jeder weise
eingelassen haette, denk ich heut noch) im obstgarten und dann in ihrem
(auch schlaf-?)zimmer im impressionistischsten stil, also von monet,
mit seinen lichtdurchsetzten darstellungen, fast wie ins hirn gebrannt,
und ich weiss, ohne nachzusehen, genau, wo diese neuentdeckung hingehoert,
die ich inzwischen gedruckt hab und alsbald auch einmal dort einfuegen
werde. nochmals: dank. und mehr davon!
l. feuerbach
Zur Marginalie ("Kleine recht Wortkunde"):
Die Autorin reiht sich in die breite Front (!) bewegter Journalisten
ein, die ihre Aufgabe vornehmlich darin sehen, der "Political Correctness"
zum Durchbruch zu verhelfen.
Einstmals rühmte sich dieses Land, die wortreichste Sprache der
Welt zu besitzen. Bald werden wir alle nur noch Englisch sprechen, weil
(ohne Hintersinn) gebrauchte Worte von übersensiblen Zeitgenossen
gebrandmarkt werden. Man kann es wirklich übertreiben! So wie es
einige sogenannte "Sprachwissenschaftler" übertrieben
haben, als sie mit "Kollateralschaden" einen Begriff des Völkerrechts,
der einen wichtigen Vorgang der Anwendung des Verhältnismäßigkeitsprinzips
beschreibt, ohne Verstand und Kenntnis zum "Unwort des Jahres"
machen wollten.
Nur gut, daß in Deutschland nicht nur die Gedanken, sondern auch
die Meinungen noch frei sind, auch wenn wir - Dank der unermüdlichen
Arbeit auch der Autorin - das Meiste nicht mehr in deutscher Sprache
sagen können, weil uns bald die Worte fehlen werden.
Im wahrsten Sinn des Wortes!
Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Stöhr, Dresden
Zu: Adresse (Suchmaschinen):
Thanx! Intellektuell hin oder her: Ihre praxisnahen Tip-Häppchen
(genau so viel, wie ich auf einmal verkraften kann - und das ist ganz
unironisch gemeint) bringen mir das ermüdende Medium "Internet"
schön langsam näher!
Bitte unbedingt weitermachen! Herzlichst
Scusi Boilchen
Zu: Texte, die wir nicht verstehen:
bei solchen regierenden brauchts keine feinde mehr - womit die aktualität
wieder hergestellt wäre.
andi schulz
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