Nr. 23, März 2000
 
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Die Peinlichkeiten des Monats

Ruth Wagner, hessische Ministerin: Der Ministerpräsident Koch habe beim Eingeständnis seiner Lüge vor dem Parlament lediglich
in der Rückschau eigene Aussagen korrigiert.
So einfach ist es jetzt offenbar. Das wird künftige Polit-Gauner aber freuen.

Der Chef der CSU-Landesgruppe, Michael Glos, zum selben Geständnis: Das sei doch
ein bemerkenswerter Akt der Offenheit.
Also, da kommt man ins Grübeln: Andere Politiker lügen offenbar nicht so offen.

Das hessische FDP-Präsidium spricht Koch sein Vertrauen aus und setzt noch ein Lob drauf: Er habe immerhin aufgeklärt und dabei
auch vor einem eigenen Versäumnis nicht halt gemacht.
Brutalst, noch gegen sich selbst. Das bringts. Das hält im Amt.

Helmut Kohl zu zwei Journalisten (männlich) im Fernsehinterview:
Meine Damen und Herren!
Entzugserscheinung, wenn man so jemandem sein Publikum nimmt.

Wiegenlied, das David Irving seiner Tochter Jessica vorsang:
I am a Baby-Aryan,
Not Jewish or Sectarian.
I have no plans to marry an
Ape oder Rasatafarian.

Und mit diesem Rasse-Poeten muß sich die englische Justiz herumschlagen.

Und als Extra noch eine historische Fehleinschätzung:
In hundert Jahren wird man einen schönen Farbfilm über die schrecklichen Tage zeigen, die wir durchleben.
Joseph Goebbels am 17. April 1945 zu seinen Mitarbeitern.

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