Nr. 23, März 1999
 
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Die Kunst des Ex Libris



Exlibris geben Büchern eine zusätzliche Geschichte, sie besagen etwas über die Individualität, über die Person des Besitzers, des Auftraggebers und und des Gestalters. Der große französische Bibliophile J. Grolier prägte auf die Einbände seiner Bibliothek "Jo. Grolier et amicorum" - der Freunde also wurde auch gedacht. ...
Bis in das 17. Jahrhundert blieb das Exlibris heraldisch durchwegs stark beeinflußt von den Formen der Gotik.
Erst danach wird die Motivik befreit, und in den Darstellungen wird auch die Ornamentik zurückgenommen, eine Vielzahl von Techniken entsteht. Die ursprünglichen Holzschnitt- oder Holzstichtechniken der Gotik machen vor allem dem Kupferstich und den Radiertechniken Platz. Zu den individuellen Formen, etwa Landschaften und Personen, kommen häufiger allegorische und symbolische Gestaltungen.

aus: Angela und Andreas Hopf, Die Kunst des Exlibris, München 1980
Abbildung: Exlibris von Hans Bastanier für Curt von der Mühlen


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