Nr. 23,  März 2000
 


 

Inhalt

Essays::
Der Kommentar

Gastkolumnen

Das Interview

Leseproben

Net-Ticker

TextBilder:
Buchkunst

Lyrik
Kurzprosa
Die Marginalie

Rubriken:
Lese-Effekte

Fundsache
Texte, die wir nicht verstehen

Unzeitgemäß
Fotogalerie
Die Adresse
Peinlichkeiten

Leserbriefe
Archiv
Impressum

Selbstanzeige

Time flies like an arrow. Nach Steven Pinker ("The Language Instinct") hat der Satz fünf verschiedene Bedeutungen. Wir meinen hier die gängigste: Kaum hat diese Zeitschrift neben einigem anderem zwanzig Marginalien gebracht, einundzwanzig Interviews, fünfzig Essays und neunundsechzig Rezensionen - da sind schon wieder zwei Jahre vergangen, und Die Gazette beginnt (mit übrigens sechzehntausend monatlichen Seitenaufrufen) entschlossen ihren dritten Jahrgang.
Das Marylin-Foto hier ist nicht nur zur Zierde da, sondern in erster Linie ein Link auf Hans Pfitzingers vergnügliche Kurzgeschichte eines deutschen Männermagazins. Auch Jürgen Kalwa hat uns eine Gastkolumne geschrieben: eine präzise Untersuchung über das fragwürdige Amerikabild der Deutschen.
Im Interview erzählt Friedrich Zisska, wie leicht es selbst ein gänzlich
unschuldiges Auktionshaus mit der Kriminalpolizei zu tun kriegen kann.
Pavel Janda mit seinem Brief aus Prag ("Die bunte Kuh") ist einen besonderen Hinweis wert: Ein Schriftsteller kehrt in die Stadt seiner Kindheit zurück und entdeckt Rätselvolles.
Und dann noch eine Nacktheit: Gottfried Keller hat aus der Erstausgabe des "Grünen Heinrich" eine nächtliche und hüllenarme Badeszene herausgestrichen, weil er es als "die roheste und trivialste Kunst von der Welt" ansah, einer Frau "das Hemd überm Kopf wegzuziehen". Hier, in der Fundsache, der vollständige Text der selbstzensierten Stelle.
Eine Entdeckung eigener, stillerer Art ist der Lyriker Lothar Sauer (der in der Dezember-Nummer schon als Lyrik-Übersetzer dabei war).
Und wenn Sie dann noch Zeit haben, sehen Sie sich doch Alexandra Simons "Kleine rechte Wortkunde" an, damit Sie den neuen Polit-Begriff "Kampfgemeinschaft" auch richtig anwenden.

Der Herausgeber

Das Zitat für Leser

Er kam dienstag morgens von Wind und Kälte zerzaust auf seinem verrosteten blauen Motorrad an. Er leerte eine Satteltasche mit Büchern auf dem Tisch aus. Und das war das Leben.

(Jean-Marie Gibbal
über den Dichter Georges Perros)
 

Themen

Terror gegen Dalai-Lama-Kritiker: Colin Goldner erhält Pakete und Morddrohungen.

Wie pariert Roland Koch den Vorwurf der Betrügerei? Ganz klar: brutalstmöglich.

Ein Autor präsentiert seiner Königin ein neues Buch: zur Stützung ihre weltweiten Imperiums.

Eher unappetitlich: das Wiegenlied, das David Irving seiner Tochter Jessica vorsang.

Vom Glück, Amerikaner zu sein: Joseph Hellers "Einst und jetzt".

"Mutter mochte Himmler nie": Was geht eigentlich bei Rowohlt vor sich?


 
 Essays     Interview     Leseproben     Net-Ticker     TextBilder     Rubriken     Archiv

 

 Leserbriefe
 
 
 
 
 

 
 
 
 
 
 

Zu: Kurzprosa von Matthias Falke, "Werben um Echo":

Wann wird jemand diese Sätze lesen?
Jetzt gerade: ich. Und kam genau bis zum "Vaginalgelipp". Was will uns Herr Falke mit diesem Text sagen? Und warum darf er es in der Gazette? Schlafen Eure Redakteure einfach nur oder muß man Schlimmeres vermuten - dass sie das Gesabber für literarisch anspruchsvoll halten?
Nur auf der Durchreise - immer Euer
Waldo Scared Shitless III

Nein, also diese Geschichte von Matthias Falke ist einfach zu manieristisch, ist zu selbstverliebt in möglichst exotische Wortkombinationen, dazu stark adjektivlastig, sie möchte bloß eine Stimmung erzeugen, schafft es so aber noch lange nicht!
Nigromontanus

du meine güte - welch zeitgeist
schnitt14@sat1.de

der mensch sollte woerter wie peristaltik, onomatopoeia und affizieren nicht verwenden, wenn er nicht weiss, was sie bedeuten.
aber nicht nur deshalb ist (kurzprosa? ich meine kurz) das ding ungeniessbarer, je weiter ich lese ... und ich musste mir grosse muehe geben, fertigzulesen. wer mit dem deutschen spielen will, muss es beherrschen, und davon kann hier keine rede sein.
uebel erregend, um im wirklich neudeutschen zu reden.
balthasar zwicknagel

Der Text hat mir gefallen, die Länge nicht
J.M.


zur Lyrik:

Ich mag sie nicht,diese Ulla Hahn! ... Und wenn sie dann noch so abkupfert von meinem hochverehrten Herrn Rilke, was soll das!
Ihr Josef Mahlmeister

 
 Impressum
 
 
 
 
 
 
Die Gazette
Herausgeber: Fritz R. Glunk, Irschenhauserstraße 2, D-81379 München
Glunk@Gazette.de
Redaktionelle Mitarbeit: Eva Herold, Frank T. Zumbach
Stadtsparkasse München, BLZ 70150000, Kto. 91-103630
Leserbriefe bitte an: Leser@Gazette.de
Manuskripte bitte an: Redaktion@Gazette.de

 Essays     Interview     Leseproben     Net-Ticker     TextBilder     Rubriken     Archiv