Nr. 21, Januar 2000
 
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Die Peinlichkeiten des Monats

Georg Krayer, Präsident der Schweizerischen Bankiervereinigung zum "Fehlverhalten" einzelner Banken bei den sogenannten nachrichtenlosen Konten:
Für alle Enttäuschungen und verletzten Gefühle, die dadurch zugefügt wurden, bitte ich um Entschuldigung.
Dieser eilig gesenkte Kopf wirkt, bei ohnehin weltweit inflationärem Gebrauch, billig. Ein Japaner begeht wenigstens Harakiri hinterher.

Lukas J. Kuzak, Leserbriefschreiber, ehrgeiziger:
Möge der wachrüttelnde Beitrag jenen die Augen öffnen, die selbige schon lange nicht mehr zubekommen.
Wie bitte? Nochmal. Aber nein, es wird auch dann nicht klarer. Jaja: Wen die Götter strafen wollen, dem schicken sie eine unbeherrschte Metapher. Und dazu "selbige"!

Petra Steinberger, Kolumnistin einer großen süddeutschen Tageszeitung, hat herausgefunden,
dass der Mensch wohl bald zum ersten Mal selbst definieren kann, wie er gern sein möchte - mit Hilfe der Genetik.
Ach Petra! Den idealen Menschen definieren gewisse Leute schon seit ein paar tausend Jahren. Man nennt sie Philosophen.

Harald Staun in der SZ über eine Adorno-Tagung in Tutzing:
Die Versprechungen der Werbung wären vielleicht gar nicht mal so falsch, würden sie nur gelegentlich eingelöst.
In der Tat. Und Stauns Kommentar wäre ein Kommentar, wäre er ein Kommentar. Und nicht eine bloß paraphrasierte Tautologie.

Ders., zwei Sätzchen weiter und gleich nochmal in den Fettnapf:
Ein Traum von Wasser, Wald und Wiesengrund.
Es gibt Namenskalauer, die bleiben einfach geschmacklos. Auch wenn sie noch so augenzwinkernd daherkommen.



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