| Inhalt
Selbstanzeige
Leitartikel
Der
Kommentar
von Florian Sattler
Gastkolumne:
Andreas Hopf
Das Interview
mit Lionel von dem Knesebeck
Leseproben:
Deutsche
Landschaft
E-Mail-Roman
Bruder
Ty
Liegen
lassen
Net-Ticker
Buchkunst
Lyrik:
Corinna Thomas
Fotogalerie
Peuckert
Unzeitgemäß:
Lese-Effekte:
Die
Adresse
Filme
Die
Marginalie
von Marcus Jensen
Leserbriefe
Impressum
|
Selbstanzeige
Aus dringendem Anlaß hat der aktualisierte Net-Ticker diesmal
die ungewöhnliche Form eines Leitartikels.
Zum Inhalt: In aller Heimlichkeit bereitet die Bundesregierung ein
Abkommen vor, dessen Auswirkungen abenteuerlich und unabsehbar sind. Dem
äußeren Anschein nach geht es um den Schutz ausländischer
Direktinvestitionen (weshalb bis jetzt lediglich die Wirtschaftspresse
davon Laut gab, und das - bei der schlechten Informationslage - nur sporadisch).
In Wahrheit aber betrifft das umfassende Abkommen geradezu alles (falls
man nicht rechtzeitig den Finger hebt, sogar die nationale Verteidigung
und die Ausgabe von Führerscheinen, beides "Monopole" im Vertragssinn)
und jeden von uns (nicht nur Bücherleser und Autoren). Es ist höchste
Zeit, daß der Text aus dem Verborgenen und den Wirtschaftsressorts
der Presse herauskommt. Er braucht zwingend die öffentliche politische
Diskussion.
Der Leitartikel zeichnet
die Entstehungsgeschichte des Vertrags nach und kritisiert die Geheimhaltung
des Verfahrens. Sodann werden die Auswirkungen des Vertrags auf die Urheberrechte
untersucht, seine zwei tragenden Prinzipien und die vernichtende Stellungnahme
des Europäischen Parlaments dargestellt. Danach behandelt der Artikel
die durch den Vertrag drohende Gefährdung demokratischer Politikfreiheiten.
Die Recherchen zu dem Artikel waren durch die Osterferien erschwert.
Die Gazette wird aber ihre Nachforschungen in den nächsten Wochen
verstärken und in ihrer Mai-Nummer erneut zu dem Thema berichten.
Der Herausgeber
Leserbriefe
Zu: Augusta Förster, Abendland Reply (in Die Gazette 1, März
1998)
Ein paar schöne Bilder sind der Autorin gelungen, etwas Ganzes
ist nicht draus geworden. Ich kriege es jedenfalls nicht zusammengesetzt,
auch nicht mit der peinlichen Hilfe der Selbstinterpretation. Im Gegenteil:
Die von dichterischer Freiheit - eine auch hier überstrapazierte Lizenz
- gedeckten Willkürlichkeiten im Gedicht geraten in schiefes Licht,
wenn im Begleittext elementare Regeln verletzt werden: »der Rhythmus
wird bestimmt und eigene Gefühle... erstastet« - werden ertastet,
bitteschön. Ob dann auch die »Fäßer« nur orthographisch
daneben sind oder tatsächlich der ä-Dehnung wegen mit ß
geschrieben werden? Gleichviel: Einige Bilder sind schön, und so habe
ich doch etwas, ja auch etwas Poetisches von den Zeilen gehabt. Das Foto
freilich, das angeblich den Impuls für die Zeilen geliefert hat, wird
nicht einmal in Konturen sichtbar. Und die Überschrift gehört
in die selbe peinliche Schublade wie die »energetischen Eckpfeiler«.
Sorry, aber so empfinde ich das, und das muß doch ebenso erlaubt
sein wie die Veröffentlichung der in Rede stehenden Verse.
Trotzdem: Mehr bitte.
Friedemann Bedürftig, Hamburg-Rissen
Liebe Redaktion,
nachdem mein Deutschlehrer gemeint hat diese Web-Seite sei "cool",
habe ich sie mir gleich zu Gemüte geführt. Ich bin zwar durch
die "Selbstanzeige" leicht verwirrt, finde dafür aber das Zitat von
Groucho Marx so gut, dass ich mich frage, ob es nicht möglich wäre,
eine Rubrik Zitate in das Magazin aufzunehmen (Zitat: weniger als 30 Wörter).
Denn ihr scheint ein Gespür für gute Zitate zu haben. Schade
finde ich, dass der Kommentar von Augusta Förster zu ihrem Werk "Abendland
reply" kaum Möglichkeiten für Eigeninterpretationen offenläßt.
Für mich ist das wie ein Kreuzwort-Rätsel in dem die Lösung
schon eingetragen ist. Das Gedicht wirkt für sich; einzig ein kurzer
"Lebenslauf" der Autorin (und evtl. die Entstehungsgeschichte des Textes)
sind von Interesse.Die besten Gedichte sind die über die man noch
monatelang nachdenken muß.
Cornelius Menig (K12)
Schreiben Sie uns doch auch mal.
Impressum
Herausgeber: Fritz R. Glunk, Irschenhauserstraße 2, D-81379 München
Glunk@Gazette.de
Redaktion: Bernd Eichhorn, Eva Herold, Mariela Sartorius
Die aktualisierten Ausgaben der beiden bisherigen Nummer können
als zip-Datei zum Offline-Lesen aus dem Archiv heruntergeladen werden (März
98, April 98).
Falls Sie kein neueres zip-Programm haben, stellt Ihnen Die Gazette WinZip95
(selbstentpackend, 650 kB) zur Verfügung.
Stadtsparkasse München, BLZ 70150000, Kto. 91-103630
Leserbriefe bitte an: Leser@Gazette.de
Manuskripte bitte an: Redaktion@Gazette.de
|