| Lesewunder
In New York, das ja schon viele hat kommen und gehen sehen, ist
zur Zeit ein französischer Schriftsteller en vogue. Das Schöne
daran: Der Verleger des Bestsellers tut etwas für die literarische
Kultur und legt gleichzeitig einen prächtigen Vierteljahresabschluß
hin. Die Kritiker sind begeistert: "einer unserer zwölf
besten Romane überhaupt", "der Roman, den Macchiavelli
schriebe, wenn er noch lebte", ähnlich die "New
York Times Book Review", aber auch die "Los Angeles
Times". Die Buchhandlungen kommen mit den Nachbestellungen
kaum nach. Das Buch wird bereits in der fünften Auflage ausgeliefert.
Und natürlich hat sich Hollywood bereits nach dem Filmrechten
erkundigt.
Der Autor ist Stendhal, das Buch "Die Kartause von Parma",
erschienen schon 1839 (die Kritiker-Zitate sind von Henry James
und Balzac) und jetzt neu und hinreißend ins Englische übersetzt
von Richard Howard (dem Pulitzerpreis-Gewinner für Lyrik
1970). "Ich finde es erstaunlich", sagte der Übersetzer,
"daß ich mit etwas zu tun habe, was tatsächlich
Geld bringt."
Off limits für Ezra Pound
Harry S. Pritchett jr., der Dekan der Johannes-Kathedrale in
New York, hat den Vorschlag prominenter Schriftsteller in den
USA abgelehnt, auch für Ezra Pound eine Gedenkplatte in den
Fußboden der "Dichter-Ecke" der Kathedrale
zu legen. Begründung: Pounds antisemitische Schriften und
Radiosendungen im faschistischen Italien während des Zweiten
Weltkriegs. Die Entscheidung, sagte Pritchett, habe er sich "mühsam
abgerungen". Der Protest mehrerer Gemeindemitglieder, die
mit Demonstrationen in der Kirche gedroht hatten, wird sie ihm
erleichtert haben.
Die Dichter-Ecke wurde 1984 nach ihrem Vorbild in der Londoner
Westminster Abbey eingerichtet und belegt das "sprituelle
Interesse" der Johannes-Kirche an den Künsten. Dreiunddreißig
amerikanische Dichter und Schriftsteller sind hier bereits verewigt,
zum Beispiel Edgar Allan Poe, Walt Whitman, T. S. Eliot und William
Faulkner.
Ausgesucht werden die so zu Rühmenden von einem dreizehnköpfigen
Kollegium anerkannter Schriftsteller, unter denen John Updike
eine Art Ehrenvorsitz einnimmt. Der zweite diesjährige Vorschlag
allerdings, Scott Fitzgerald, wurde - wie alle bisherigen - von
der Kathedrale akzeptiert.
Wilkomirski zurückgezogen
Der Suhrkamp Verlag hat Mitte Oktober nun doch die umstrittenen
"Fragmente" von Binjamin Wilkomirski aus dem Programm
genommen und die noch in den Buchhandlungen liegenden Exemplare
zurückbefohlen.
Der Schweizer Autor Daniel Ganzfried (siehe Die
Gazette März 99) hatte schon vor Monaten Wilkomirskis
Behauptung wiederlegt, bei dem Buch handle es sich um die biographische
Wiedergabe seiner Kindheit im Konzentrationslager.
"Er ist kein Betrüger und kein Lügner", begrenzte
Sprecherin Heide Grasnick-Mersmann (die den Autor einen "tief
unglücklichen Menschen" nennt) auf der Frankfurter Buchmesse
den Schaden, "sein Gedächtnis sagt ihm eben etwas anderes,
als die Dokumente sagen. Das ist nicht leicht für ihn."
Die Rückrufaktion bezieht sich allerdings nur auf die Hardcover-Version
(weniger als zehntausend verkaufte Exemplare), die Taschenbuch-Ausgabe,
da "aus einem anderen Verlag", wird ungehindert weitervertrieben.
Eine etwas schizophrene Wahrheitsliebe.
Ein amerikanisches Phänomen
München, 1931. Der Mann hält der Frau die Pistole an
den Hals und verlangt, sie soll sich ausziehen. Während sie
sich das Kleid aufknöpft, läßt er die Waffe über
ihre Brust gleiten. Dann schlägt er damit zu. Sekunden später
erschießt er sie.
Amerikanisches Erzählen (siehe Wagenbach)?
Ja, und schlimmer. Der Mann ist Adolf Hitler, die Frau Geli Raubal,
das Buch mit dieser Szene "Hitler's Niece" und der Autor
Ron Hansen, einundfünfzig Jahre alt.
Offenbar sind gerade Schriftsteller in den USA ganz wild darauf,
aus dem deutschen Diktator einen Romanhelden zu stricken: Max
Radin hat "The Day of Reckoning" geschrieben, Michael
Young "The Trial of Adolf Hitler", Richard Grayson "With
Hitler in New York", Beryl Bainbridge "Young Adolf",
Roland Puccetti "The Death of the Fuhrer", ähnlich
Gus Weill und Beryl Bainbridge. Sogar der große Essayist
George Steiner versuchte sich in diesem Fantasy- Genre (The Fuhrer
Seed", wo Hitler einen Sohn Kurt hat). Sie alle haben bis
jetzt keinen deutschen Verleger gefunden. Erfreulicherweise.
Auch bei Ron Hansen bleibt der S. Fischer Verlag, der einige seiner
Romane bereits herausgebracht hat, angenehm schweigsam. "Er
hält uns hin", meinte Peter Matson, Hansens Agent.
Der Held: Jean-Marie Le Pen
Darf ein Romancier einen lebenden Politiker als Romanhelden nehmen?
Vielleicht in Südamerika,
aber nicht in Frankreich. In Paris wurde Mitte Oktober den Autor
Mathieu Lindon (und seinen Verlag) zu einer Geldstrafe verurteilt,
weil er 1998 Le Pen zu einer Figur in seinem Roman "Le Procès
de Jean-Marie Le Pen" gemacht hat. Das Gericht hielt es für
strafwürdig, daß ein Text - "unabhängig von
seiner literarischen Gattung" - den Politiker "eines
Rassismus beschuldigt, der an die schlimmsten Greueltaten erinnert".
Lindons Schriftsteller-Kollegen, unter ihnen Le Clézio,
Philippe Sollers und Martin Winckler, erhoben ihre Stimme zur
Verteidigung, Marie Darrieussecq sogar mit dem Satz von Hemingway:
"Wenn mit der Gesellschaft etwas nicht stimmt, nimmt man
sich als erstes die Literatur vor."
Der Justiz-Sieg des rechten Politikers enthält aber auch
eine gute Nachricht. Wenn ein Roman im Namen der politischen Wirklichkeit
verurteilt wird, dann ist der Schriftsteller zum Schöpfer
dieser Wirklichkeit erhoben. Und genau das ist es, was die Literatur
in einer Demokratie so störend macht und vollends inakzeptabel
in einer Diktatur.
Genmanipulations-Desaster à la Hiroshima?
Glückwunsch an alle deutschen Essayisten, die es geschafft
haben, die vom sozialphilosophischen Schürf-Artisten Peter
Sloterdijk ("Regeln für den Menschenpark") bereits
sehr breitgetretenene Debatte um die Genmanipulation noch breiter
zu treten - natürlich mit Hilfe von Heidegger und Nietzsche,
über die in Deutschland immer noch viel lieber räsonniert
wird als über gegenwärtige und künftige Eingriffe
in das Erbgut der Elite und der Massen. Als es bereits zu spät
war, versuchte Sloterdijk, der während der Debatte das "Produktionsmittel
Skandal" für sich entdeckt und ausgebaut hatte, das
Problem noch einmal zu dramatisieren. Diesmal mit dem Hirnforscher
Detlef Linke, Alfred Grosser, Michael Stürmer und Gertraud
Höhler im "Baden-Badener Dialog" Mitte Oktober.
Während Stürmer die letzte bildungsbürgerliche
Trumpfkarte zog und mit dem leicht veränderten "Faust"-Zitat
"Dir wird vor deiner Gottähnlichkeit bangen" zu
Felde zog, griff Sloterdijk zur Massenerschütterung in die
ganz rüde Kiste. Er malte die Möglichkeit eines genmanipulativen
Unfalls in der Größenordnung von Hiroshima und Nagasaki
an die Wand. Professor Linke rief daraufhin nach einem Weltkonzil
in Sachen Genmanipulation. Vergebens. Der Widerhall in den deutschen
Polit-Feuilletons war gleich Null, das Thema war durch. Es darf
wieder gefaselt werden - bis die ersten "Designer-Kinder"
(Francis Fukuyama) auftauchen.
Der Ptolemäus ist wieder da
Die ptolemäische "Kosmographie" von 1483 und zehn
weitere wertvolle Bücher, die vor sechs Monaten aus der Stadtbibliothek
Krakau gestohlen wurden, ist im Auktionshaus Reiß und Sohn
in Frankfurt am Main wieder aufgetaucht. Die restlichen vierzig
Bücher des Krakauer Raubzugs bleiben bis jetzt verschollen.
Wie die "Kosmographie", deren Wert auf über 1,2
Millionen Mark geschätzt wird, von Polen in das Auktionshaus
kam, ist ungeklärt. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Frankfurt
am Main sagte jedoch, eine Ermittlung gegen die Auktionäre
werde nicht angeordnet.
Ist der feste Ladenpreis gerettet?
Die neue Kulturkommissarin der EU in Brüssel, die Luxemburgerin
Viviane Reding, hatte eine Idee und gab dem Börsenverein
des Deutschen Buchhandels den entsprechenden "Fingerzeig",
wie Vorstand Roland Ulmer es nannte. Es gehe, so Ulmers richtige
Feststellung nach seinem Gespräch mit der Kommissarin, gar
nicht um nationale Preisbindungssysteme, sondern nur "um
die achtzig Prozent der in Österreich verkauften Bücher,
die aus Deutschland stammen". Aber, und das ist Viviane Redings
schlaue Fingerzeig-Idee, gegen zwei verschiedene Preisbindungssysteme
habe man möglicherweise keine Einwände.
Alles, was ein deutscher Verlag künftig tun muß, ist
die Herstellung einer Teilauflage eines Buches für seine
Wiener Niederlassung. Und damit ist es hastdunichtgesehen - ein
österreichisches Buch. Wenn nun noch die zwei verschiedenen
nationalen Preissysteme im den Preisen so unterschiedlich gar
nicht sind, dann hat man dasselbe wie vorher und doch nicht dasselbe.
So einfach war das.
Die deutschen Verleger haben allerdings nur bis Mitte November
Zeit für einen dementsprechenden Vorschlag. Hoffentlich beeilen
sie sich. Die listige Freundlichkeit der Luxemburgerin hält
sicher nicht ewig. Noch in diesem Jahrhundert will sie das Problem
vom Tisch haben.
Ihr
Kommentar
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"Talk" ist kein Stadtgespräch
Tina
Brown, die vor einem Jahr "The New Yorker" mit den von
ihr verursachten roten Zahlen hinter sich ließ, hat mit
ihrer eigenen Zeitschrift "Talk" nicht den erhofften
Erfolg. Nicht einmal damit, daß sie zuletzt einem der besten
Erzähler der Gegenwart, Paul Theroux, die Titelgeschichte
über Michael Jacksons großes Geld anvertraute. Der
Zeitschriften-Titel "Talk" wird peinlich: Man redet
einfach nicht über sie, weder über das überraschend
langweilige Klatsch-Blatt, noch über die Chefredakteurin.
Dabei war ihr gerade das immer so wichtig. Die SZ-Journalistin
Vera Graaf berichtet: Als man Ms. Brown vorwarf, sie habe den
legendären "New Yorker" ins Grab gewirtschaftet,
habe sie achselzuckend geantwortet: "Hauptsache, man redet
über uns." Graaf zitiert des weiteren die Autorin Jamaica
Kincaid, die auf Tina Brown nicht gut zu sprechen ist: "Ich
hoffe daß Mr. Shawn (der legendäre Gründer des
"New Yorker"), wo immer er sein mag, jetzt glücklich
ist. Ich werde für ihn auf ihrem Grab tanzen."
Einsteins zurückgebliebene Tochter
Ganz wörtlich: Das Genie hatte angeblich
eine uneheliche Tochter namens Lieserl, die an dem Down-Syndrom
litt und schon nach 21 Monaten an Scharlach gestorben ist. Die
Frucht einer Liaison Einsteins mit seiner Kommilitonin Mileva
Maric.
Das behauptet wenigstens Michelle Zackheim in ihrem Buch "Einstein's
Daughter: The Search for Lieserl", nachdem sie im 1987 freigegebenen
Nachlaß Hinweise darauf gefunden haben will. Experten warnen.
Robert Schulmann, Historiker an der Universität von Boston,
nennt das Ganze "eine Spekulation". Und der Einstein-Biograph
Gerald Holton, harscher: "Sie hat sich immense Mühe
gegeben, all diese serbischen Friedhöfe abgeklappert und
doch nichts mit nach Hause gebracht."
Sigrid jammert
Die frühere Feuilleton-Leiterin der "Zeit",
Sigrid Löffler, sieht nur noch Düsternis heraufziehen.
Anspruchsvolle Literatur, läßt sie Ende Oktober die
Schwäbische Donau Zeitung melden, gerate im Multimedia-Zeitalter
immer mehr ins Abseits: "Wir bekommen es zunehmend mit einer
neuen Gattung zu tun, die auf rein literarische Qualitätskriterien
pfeift." Indem Verlage immer häufiger die Film- und
Fernsehrechte verkaufen, noch bevor das Buch erschienen ist, verkaufen
sie laut Löffler auch "die Seele der Literatur".
Denn (jetzt wird definiert): "Ein literarischer Text hat
meist ein ganz eigentümliches Energiefeld [sic], das in anderen
Medien nicht wirkt." So träten an die Stelle traditioneller
Qualitäten wie "Haltbarkeit der Form" und "Unveränderbarkeit
der festgelegten Textgestalt" nur noch "Vorläufigkeit
und Vergänglichkeit".
Ach, wie kleinmütig. Und wie kurzsichtig: Die Literaturgeschichte,
vom Gilgamesch-Epos herauf zu Umberto Eco, ist reich gefüllt
mit literarischen Übernahmen und Verwandlungen, Gattungs-
und Medien-Wechseln, Wanderstoffen und Cross-Overs. Und zwar:
Je mehr und wilder, umso lebendiger das migrante Werk.
Back to the drawingboard, Sigrid.
Nachfolger für Grönemeyer und Marius?
Nachdem Herbert Grönemeyer und Marius Müller-Westernhagen,
neben Udo Lindenberg die charismatischen Führungskräfte
nachdenklichen Songguts in Deutschland, ihre Aktivitäten
aus unterschiedlichen Gründen reduziert haben, soll nun ein
neuer Superstar aufgebaut werden: Ben Becker (derzeit im Kino
in dem Rolf-Schübel-Film "Ein Lied von Liebe und Tod"
zu besichtigen). Nach eigenen Angaben schlugen ihm mächtige
Maßschneider des deutschen Song-Business vor, seine Lieder
in Text und Melodik für ein vierzigtausendköpfiges Stadion-
Publikum zu mainstreamen. Becker, Bruder der ebenfalls wunderbar
schräg tönenden Sängerin und Mimin Meret Becker,
lehnte ab - vorläufig. Bis auch ihn der Lockruf des Geldes
ereilt.
Leute, kauft amazon-Aktien! Jetzt!
Der Internet-Buchversand amazon.com ist eigentlich
jetzt schon keiner mehr. Im Februar hat er sechsundvierzig Prozent
von drugstore.com gekauft, im Mai fünfunddreißig Prozent
eines Internet-Lebensmittelladens (HomeGrocer.com), im Juni vierundfünfzig
Prozent der Tierhandlung Pets.com und im Juli neunundvierzig Prozent
des Online-Sportgeschäfts Gear.com. Schon seit diesem Sommer
bietet amazon.com neben Büchern auch Spielzeug und Unterhaltungselektronik.
Und das ist erst der Anfang. Amazon.com will etwas werden, sagt
sein Chef Jepp Bezos, etwas so anderes, so Gigantisches, Allumfassendes,
wie man es noch nie gesehen hat. Ein Welt-Kaufhaus, für jeden
und alles.
Größenwahnsinnig? "Sie könnten es versauen",
meint der Analyst Henry Blodget von Merril Lynch. Mit seiner Voraussage
zum Kurs der amazon-Aktie hat er schon einmal recht behalten.
Und amazon verbuchte im dritten Quartalen 1999 einen Nettoverlust
von 85,8 Millionen Dollar (gegenüber nur 45,2 Millionen im
dritten Quartal 1998)..
Der Informationsmarkt der USA
Das Handelsministerium der USA hat am 25. Oktober
die Umsatzzahlen der amerikanischen Informations- und Medienindustrie
für das Jahr 1997 bekanntgegeben.
Das Gesamtvolumen der Branche, die in einhundertvierzehntausend
Unternehmen über drei Millionen Menschen beschäftigt,
beläuft sich auf sechshundertdreiundzwanzig Milliarden Dollar.
Der größte Anteil geht dabei an Rundfunk und Telekommunikation
(über die Hälfte: 346,3 Milliarden Dollar), wobei auf
terrestrisches Fernsehen lediglich 29,8 und auf den Rundfunk nur
10,6 Milliarden entfallen, auf Kabelfernsehen einschließlich
Telefon hingegen 208,8 Milliarden Dollar. Weitere Untergruppen:
Software 61,7, Zeitungen 41,6, Zeitschriften 29,8 und - endlich
- Bücher 22,6 Milliarden Dollar (oder 3,6 Prozent des Gesamtumsatzes).
Überraschend: Erst dahinter rangieren die Filmproduktion
(20,1) und der Filmverleih (12,5 Milliarden Dollar). Ebenso unerwartet:
Die Hersteller von Grußpostkarten erzielten einen Umsatz
von 5,3 Milliarden.
Dieser Bericht wird nur alle fünf Jahre erstellt.
Das wars, was uns noch fehlte
Nun haben wir es endlich, das Wort für es
nicht-mehr-durstig. Die Gesellschaft für deutsche Sprache
hat es immerhin im zweiten Anlauf geschafft, die klaffende Wortschatzlücke
zu schließen: "sitt" soll es heißen. "Sitt
und satt". Atemberaubend.
Das soll uns erst mal einer nachmachen. Die angebliche Weltsprache
Englisch hat nicht mal ein Wort für "satt", von
diesem biergestillten "sitt" gar nicht zu reden, und
jeder Franzose kann nach genug Rotwein nur verlegen schweigen.
Der Spanier ebenso.
Nur wir haben es jetzt, dieses lang entbehrte Wort. Vivat, crescat,
floreat! Lassen wir es also fruchtbar werden: Ab sofort ist uns
die Wortfindungskompetenz der GdS nicht nur sattsam, sondern auch
"sittsam bekannt"; Globalisierer müssen künftig
auch auf die "Marktsittigung" achten; und die schier
ausgestorbene "Sittlichkeit" erblüht zu neuem,
rotnasigem Leben.
Fehlt nur noch einer, der sagt, wir haben solche Tätigkeitsnachweise
der GdS sitt.
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