|
Inhalt Leseproben
Buchkunst
Lese-Effekte
|
Selbstanzeige
Mens irae, mens illa! Aber der September der Abrechnungen ist nun vorbei: Die Wähler haben mit der SPD abgrechnet, Lafontaine mit Schröder, die SPD mit ihrem Ex-Vorsitzenden, Sloterdijk mit der Humanität und alle übrigen mit ihm. Es reicht. Zu Wesentlicherem: Schattingers Gastkolumne über das drohende Abdriften der ZEIT ist bei aller Schärfe der Kritik ein notwendiges Mit-der-Nase-Draufstoßen, zum Besten einer einst großen Wochenzeitung. Dazu Andreas Odenwalds Interview mit Andreas Lebert, dem Schöpfer der ZEIT-Beilage "Leben": ein zwischen den Antwort-Zeilen enthüllendes Gespräch. In den Leseproben: ein sehr empfehlenswertes Privatissimum zur "Wahrheit der Literatur" und eine kundig geführte Wanderung durch die Lese-Welten von der Antike bis heute. In der Kurzprosa präsentiert Anja Frisch, Studentin am Deutschen Literaturinstitut Leipzig, ihren erstaunlich reifen, ruhigen Text "Die Eulen". Manfred Wieniger erklärt zu zweien seiner Gedichte, warum er auch heute noch Lyrik schreibt. Sodann - in den Büchernachrichten des Net-Tickers - von einem, der auszog, dem zwölften Pius die Maske vom Gesicht zu reißen: mit bedauerlich untauglichen, ja unredlichen Hand- und Mißgriffen. Und schließlich und ernster: Das Dalai-Lama-Imperium schlägt zurück; fanatische Anhänger drohen dem Autor Colin Goldner (siehe die Rezension im Juli) mit Mord. Die Skinheads der Kulturhauptstadt haben bereits im Wortsinn zugeschlagen ("Schriftsteller in Weimar leben gefährlich" aus Haseckes Sudelbüchern). Vergnügen zu wünschen bei alldem - ich weiß nicht. Aber immerhin hat Grass endlich den Nobel-Preis, und das ist denn doch eine Freude wert. Der Herausgeber |
Das
Zitat für Leser
Was unterhaltend ist, hat die besten Chancen, in dieser
Gesellschaft zur Kenntnis genommen zu werden. Der spannende Kampf zwischen
Low und High Culture ist entschieden.
Banale Weisheit ... modischer Kulturpessimismus.
Themen Hier spricht der fanatische Flügel der Dalai-Lama-Lobby: "Tod dem Verräter." P. G. Wodehouse bereute einen "abscheulichen Fehler". Oskar Lafontaine: "Jeder, der zurücktritt, schlägt die Tür zu." (aus dem Zusammenhang gerissen) Christian Weber, Verlagsleiter: "Auf die gut verdienenden Alten können wir nicht verzichten." Gottfried Wilhelm Leibniz wählt zwischen der alten und neuen Philosophie (ein Lese-Effekt) |
| Essays Interview Leseproben Net-Ticker TextBilder Rubriken Archiv |
|
Die
Gazette
Herausgeber: Fritz R. Glunk, Irschenhauserstraße 2, D-81379 München Glunk@Gazette.de Redaktionelle Mitarbeit: Eva Herold, Ulrich Greiwe, Frank Zumbach Stadtsparkasse München, BLZ 70150000, Kto. 91-103630 Leserbriefe bitte an: Leser@Gazette.de Manuskripte bitte an: Redaktion@Gazette.de |
| Essays Interview Leseproben Net-Ticker TextBilder Rubriken Archiv |