Nr. 17, September 1999
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Impressum
Über das sogenannte "Hinaustreten aus dem Ich-Raum in den Volksraum":

So schreibt Jürgen  N i e r e n t z: "Junge Dichtung: Aufblick bedeutet dieses Wort und Hoffnung und Sinnbild des Werdenden, das vor dem müder Werdenden gläubig sich entfaltet. Nicht Reife bedeutet es, sondern das Reifende. Nicht Vollendung bedeutet es, sondern Mühe und Bemühung. Nicht Weisheit bedeutet es, sondern Drang und Kampf und junges Bluten. Nicht sich außer die Zeit zu stellen und die Mühsal des Herzens zu besiegen ist die Aufgabe der entflammten Künder in aufbrechenden Epochen, sondern Kamerad und Deuter zu sein. ... Nicht Kreise und Gemeinden gilt es zu organisieren, sondern eine Kameradschaft zu werden, die sich eins weiß im Ziel. Über Lorbeerkränzen und dem Zuspruch der Verstaubten steht das Leuchten eines einzigen jungen Gesichts, steht der stumme Dank des einfachen Arbeiters, Bauern und Soldaten, der das Gesetz seines Handelns verklärt sieht im Herzblut des Gesanges. Denn das ist die Aufgabe junger Dichtung, die ihre Sendung begriff: Männlicher Klang zu sein, reiner Klang zu sein, Klang guter Kameradschaft zu sein in der aufbrechenden Zeit der Sänge und Gesetze." Und bei Gerhard  S c h u m a n n  lesen wir: "Die Aufgabe unserer Zeit sehen wir darin, eine heroische Kunst zu schaffen, die der heroischen Weltauffassung und Lebenshaltung der deutschen Bewegung entspricht und sie in großen Gesichten gestaltet, und gleichzeitig diese heroische Bewegung mit ihrem dröhnenden Schritt der Millionen durch die Kräfte des Herzens und der Seele zu verinnerlichen. In einer solchen heroischen Kunst, die nicht erstarrt in Fassade und Gebärden, sondern durchseelt ist von tiefem, lebendigem Leben, sehen wir die heraufwachsende Gestaltwerdung unserer Zeit."

in: Dr. Hellmuth Langenbucher, Volkhafte Dichtung der Zeit, Berlin 1941, Seite 34f


 
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