Nr. 17, September 1999
 Essays     Interview     Leseproben     Net-Ticker     TextBilder     Rubriken     Archiv

 
Rubriken
 
 
 
Lese-Effekte
Fundsache
Texte, die wir nicht verstehen
Unzeitgemäß
Die Adresse
Peinlichkeiten

 
Leserbriefe
Impressum

 

 

Einfallsreiche Räuber und schlafende SZ-Korrektoren:
"Täter besprühen Kassiere mit Reizgas und leeren Kassen"
Das Peinliche daran ist nicht mal das Besprühen mit leeren Kassen, es sind vielmehr die um ein "r" beraubten Kassierer.

Laut Rudolf Augstein
"findet sich in Goethes Werk bis auf wenige Reflexionen in Briefen nichts Theoretisches über Staat und Gesellschaft."
Schlicht falsch. Es bleibt unverständlich, daß der Experte für Große Männer nicht wenigstens beim Stichwort darauf kam, einmal die "Maximen und Reflexionen" durchzublättern. Oder im letzten Monat DieGazette

Peter Henning in DIE ZEIT über Michel Houellebecq:
"ein bisschen Kafka, ein bisschen Camus, ein bisschen Nostradamus ... ein bisschen Wittgenstein, ein bisschen Woody Allen."
Na sowas aber auch. Und wir dachten, er sei ein origineller Kultbuchautor.

Eberhard von Brauchitsch und sein Bundeskanzler: Wir
"gingen dann in die geschmackvoll bescheidene Weinprobierstube in der Staatskanzlei, wo Kohl immer einen guten Tropfen und eine Brotzeit bereithielt."
Hoffentlich war wenigstens die frischer als B.s  abgestandener Sprachstil.

Marion Pesenecker, Königslutter, Leserbriefschreiberin:
"Eine ‘laute' Ministerin ‘schrei(b)t' ganz leise, und man spürt: In der Ruhe liegt die Kraft."
Vielleicht. Aber in der Klammer liegt der Kitsch.


 
 Essays     Interview     Leseproben     Net-Ticker     TextBilder     Rubriken     Archiv