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Einfallsreiche Räuber und schlafende
SZ-Korrektoren:
"Täter besprühen Kassiere mit Reizgas und leeren Kassen"
Das Peinliche daran ist nicht mal das Besprühen mit leeren Kassen,
es sind vielmehr die um ein "r" beraubten Kassierer.
Laut Rudolf Augstein
"findet sich in Goethes Werk bis auf wenige Reflexionen in Briefen
nichts Theoretisches über Staat und Gesellschaft."
Schlicht falsch. Es bleibt unverständlich, daß der Experte
für Große Männer nicht wenigstens beim Stichwort darauf
kam, einmal die "Maximen und Reflexionen" durchzublättern. Oder im
letzten Monat DieGazette.
Peter Henning in DIE ZEIT über Michel Houellebecq:
"ein bisschen Kafka, ein bisschen Camus, ein bisschen Nostradamus ...
ein bisschen Wittgenstein, ein bisschen Woody Allen."
Na sowas aber auch. Und wir dachten, er sei ein origineller Kultbuchautor.
Eberhard von Brauchitsch und sein Bundeskanzler: Wir
"gingen dann in die geschmackvoll bescheidene Weinprobierstube in der
Staatskanzlei, wo Kohl immer einen guten Tropfen und eine Brotzeit bereithielt."
Hoffentlich war wenigstens die frischer als B.s abgestandener
Sprachstil.
Marion Pesenecker, Königslutter, Leserbriefschreiberin:
"Eine ‘laute' Ministerin ‘schrei(b)t' ganz leise, und man spürt:
In der Ruhe liegt die Kraft."
Vielleicht. Aber in der Klammer liegt der Kitsch. |