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Buchkunst
Lese-Effekte
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Selbstanzeige
Ein großes Nachrichtenmagazin
kann, wenn es sinkt, tief sinken. Markus Kubelka hat die letzte "Newsweek"-Story
über Bill Gates analysiert und peinlich schleimige Speichelspuren
entdeckt.
Reinhold G. Stecher erklärt im Interview, warum es Literaturagenten gibt: Weil Verlage nicht mehr sind, was sie einst waren: der gute Freund des Autors. Und daß beim angeblichen "Traumberuf Freier Autor" das letzte Wort fast ohne Sinnverlust wegfallen könnte, beschreibt Andreas Hopf in der Gastkolumne. Die Lyrik tritt diesmal mit einer Besonderheit auf: einem Gedicht, "Scene III", in zwei Fassungen, in der Originalversion von Paul Bowles und dann in der vorzüglichen Übersetzung von Florian Vetsch. Lyrik eigener Art, von Augusta Förster, findet sich aber auch in der Fotogalerie. Die Kurzprosa bringt eine Skizze der bemerkenswert talentierten Nachwuchsautorin Maja Das Gupta (die sicher noch öfter in Der Gazette zu lesen sein wird). Zum Wiederlesen ein Autor, der gerade im Zeitalter der Globalisierung aus Vergessen- und Umstrittenheit heraustreten dürfte: Pierre Teilhard de Chardin mit einem Plädoyer für "Klarheit und Wärme". Dringlich empfohlen aber auch die offensive, überraschend (kultur)politisch argumentierende Stellungnahme des Schweizerischen Buchhändler- und Verlag-Verbands zur Buchpreisbindung. Und Rudolf
Augstein hat Goethes "Maximen und Reflexionen" nicht gelesen (schreibt
aber darüber).
Letzter, aber ebenso erfreulicher Hinweis: Das "Taschenlexikon Goethe", das die Kalenderblätter Der Gazette zehn Monate lang begleitet hat, ist gerade als Buch erschienen (im Piper Verlag München). PS
Haben wir Sie interessiert?
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Das
Zitat für Leser
Ist Schreiben ein Handwerk? Wenn ja, dann ein ziemlich
unordentliches. Oder eines, das aus vielen, einander widersprechenden Ordnungen
besteht. Eine Ordnung des Erinnerns und eine des Vergessens, eine des Größenwahns
und eine der Demut, des methodischen Aufbaus und seiner mutwilligen Zerstörung.
Themen Hat Bill Gates jetzt auch "Newsweek" gekauft? Reinhold G. Stecher: "Früher haben sich Ledig-Rowohlt oder Bermann-Fischer noch um ihre Autoren gekümmert. Das geschieht heute nicht mehr." SBBV: "Der selbstbewußte wissende Bürger ist ... undenkbar ohne die Möglichkeiten, welche die Buchkultur geschaffen hat." Jon Kenon über Karadzic: "Er empfindet keine Angst. Sein Gewissen ist rein." Pierre Teilhard de Chardin plädiert für Klarheit und Wärme. Eberhard von Brauchitsch besucht Kohls "geschmackvoll bescheidene Weinstube". |
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Die
Gazette
Herausgeber: Fritz R. Glunk, Irschenhauserstraße 2, D-81379 München Glunk@Gazette.de Redaktionelle Mitarbeit: Eva Herold, Ulrich Greiwe, Frank Zumbach Stadtsparkasse München, BLZ 70150000, Kto. 91-103630 Leserbriefe bitte an: Leser@Gazette.de Manuskripte bitte an: Redaktion@Gazette.de |
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