Nr. 16,  August 1999
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Lese-Effekte
Fundsache
Texte, die wir nicht verstehen
Unzeitgemäß
Die Adresse
Peinlichkeiten

 
Leserbriefe
Impressum

 

 

Ex-SPD-Wahlkampfleiter Müntefering:
"Wir müssen das Parteiprogramm dem politischen Handeln der Regierung anpassen."
Heissa! Dürfen wir auch die Strafgesetze der Kriminalitätsrate anpassen?

Professor Dr. Barbara Ganter, Expertin für frauenfeindliche Männersprache:
"Daß es sich bei der Rezensentin um eine Frau handelt, macht das Ganze nur noch trauriger."
Hätte die Rezensentin männlich sein sollen? Oder meinte sie die - shudder! - "RezensentIn"?

Bernd Keckstein, Oberfeldwebel im Kosovo:
"Jeden Abend, wenn man im Bett lag, wurde geschossen. Wir mußten ständig aufpassen, das war anstrengend."
Und ich hatte immer gedacht, wir hätten die ganzen Kerle eigens fürs Aufpassen ausgebildet. Und nicht nur im Bett.

Schon die zweite Buch-Rezension in der SZ:
"Alle Bücher sind über amazon.com erhältlich."
Noch nie was von Buchhandlungen gehört? Man müßte der Zeitung mal sagen, was in denen alles erhältlich ist. Oder hat amazon.com jetzt auch die SZ gekauft?

Johannes Willms, Feuilletonist:
"Warum die Forderungen des 14. Juli 1789 noch heute gültig sind: ... vor allem zwei Maximen, die vielleicht etwas in Vergessenheit geraten sind, auf die sich zu besinnen möglicherweise aber hilfreich wäre, damit sich die Politik wieder politisiert: Freiheit und Gleichheit."
Wieder einer, der nicht bis drei zählen kann. Die dritte "Maxime" ist bei ihm nicht vielleicht, sondern ganz offensichtlich in Vergessenheit geraten: die Brüderlichkeit.

Die amtliche chinesische "Volkszeitung": Der Sektenführer Li Honghzi wolle
"sich zum Gott erheben und anstelle der Regierung die Welt regieren".
Schön, daß wir auf diese Weise erfahren, wie global die chinesische Regierung plant.


 
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