| Ein neuer Thomas-Hardy-Film
Es klingt unglaublich: Einer der großen Romane des 19. Jahrhunderts,
"The Mayor of Casterbridge" von Thomas Hardy (1886), ist noch nicht ins
Deutsche übersetzt. Das Buch ist die meisterliche Geschichte vom Verfall
eines Mächtigen, der mit den Verfehlungen seines Lebens nicht zurechtkommt.
Jetzt wird der Roman verfilmt. Vielleicht wird ja dann ein deutscher
Verlag auf ihn aufmerksam. Der Regisseur Michael Winterbottom ("Willkommen
in Sarajewo") soll den Film für die britische BBC drehen, mit einem
Produktionsbudget von zwölfeinhalb Millionen Pfund.
Gleich zwei Berühmtheiten, hörte man soeben in Cannes, stehen
für Hauptrollen bereit: Madonna und Winona Ryder. Wer wen spielt,
scheint noch ein Geheimnis. Winona Ryder (Foto) kommt wohl eher für
die Rolle der naiven Susan Henchard in Frage, während die Figur der
koketten Lucetta Templeman aussieht wie für Madonna geschrieben.
Störung der Totenruhe
George Mallory (Foto) ist ja nun gefunden, auch sein Eispickel, nur
die Kamera noch nicht, die beweisen soll, ob er den Gipfel des Mount Everest
nun lange vor Edmund Hillary und Tensing Norgay (1953) erreicht oder nicht,
nämlich schon 1924.
Nun
plant die National Geographic Society einen luxuriös mit über
hundert zumeist unveröffentlichten Archivfotos ausgestattetes Buch
zu seinen Ehren. Die Autoren sind David Breachers, der sich mit einer Autobiographie
und großen Everest-Filmen einen Namen gemacht hat, und Audrey Salkeld,
der Autorin von "People in High Places" (über ihre Himalaya-Reisen
in Tibet) und mehrerer Drehbücher für Breachers. Der etwas pathetische
Titel des Gemeinschaftswerks soll "Der letzte Aufstieg" lauten. Das Buch
war eigentlich für nächstes Jahr vorgesehen, aber wegen der Berichterstattung
über den Fund der Leiche George Mallorys wurde der Erscheinungstermin
auf den kommenden Herbst vorgezogen.
Es schreibt der Präsident
Der erste Präsident von Taiwan, der auf der Insel selbst geboren
ist, hat gerade sein erstes Buch vorgestellt: "Aus dem Gesichtspunkt von
Taiwan". Lee Teng-Hui ist seit 1988 im Amt.
Das Buch liest sich wie eine Regierungserklärung: "Taiwans Demokratie
und seine großen wirtschaftlichen Erfolge sind einzig und allein
den Anstrengungen der Taiwanesen zu verdanken. Die chinesischen Kommunisten
haben dazu nichts beigetragen, und ganz selbstverständlich haben sie
kein Recht, irgendwelche Ansprüche auf Taiwan zu erheben."
Was die Chinesen auf dem Festland jedoch erst richtig verärgern
wird, ist die Einmischung des Buches in ihre gern als "innere" bezeichneten
Angelegenheiten. Der Autor fordert sie nämlich auf, die Idee eines
großen Einheitsstaats fallenzulassen und statt dessen verschiedenen
Gebietsteilen wie Tibet oder der Mongolei Autonomie zu gewähren.
Dieselbe Autonomie, die Taiwan schon hat. Denn der Inselstaat hat nie
seine Unabhängigkeit erklärt.
Japan im Nostradamus-Fieber
Seine größten Erfolge feiert der französische Autor
des 16. Jahrhunderts in Japan. Es gibt keinen Buchladen mehr ohne ein halbes
Dutzend neuer Nostradamus-Titel. Japan-Beobachter haben festgestellt, daß
das in Krisenzeiten immer so ist.
Die ersten Nostradamus-Prophezeiungen wurden dem japanischen Publikum
mit einem Bestseller von 1973
nahegebracht, also während der ersten Ölkrise. Dann wurde es
erst mal ruhig um den Propheten. Knapp zwanzig Jahre später, 1991
während des Golfkriegs, verkaufte er sich plötzlich wieder massenhaft.
Und jetzt dient zweifellos das Jahrhundertende als Begründung für
die neueste Welle.
Im vergangenen Jahr sind in Japan zwei Dutzend Nostradamus-Titel herausgekommen
und in den ersten vier Monaten dieses Jahres allein elf.
Eine der Weissagungen des Autors lautet (ungewohnt und verdächtig
präzise), der "König des Schreckens wird im siebten Monat des
Jahres 1999 aus dem Himmel stürzen". Weshalb sich einige Familien
sogar zum Bau eines Bunkers zusammengetan haben, der bis dahin fertig sein
soll (das Fernsehen überträgt Abend für Abend den Fortschritt
der Bauarbeiten). Einer der Nostradamus-Autoren, Akio Cho, hat sogar "durch
wissenschaftliche Forschungen" den genauen Termin des diesjährigen
Weltuntergangs herausgefunden: Es ist der 24. Juli um fünf Uhr nachmittags
(Ortszeit).
McNamaras Selbsterforschung
Der ehemalige Verteidigungsminister (1961 bis 1968) hat soeben ein zweites
Vietnam-Buch vorgestellt: "Streit ohne Ende. Auf der Suche nach Antworten
auf die Vietnam-Tragödie" (Ko-Autoren: Thomas Bierstecker, James Blight,
Robert Brigham und Herbert Schindler).
Darin
schreibt er, die USA und Vietnam hätten mehr als eine Gelegenheit
versäumt, den Krieg oder wenigstens seine vielen Toten zu vermeiden,
wenn sie nur entschlußfreudig gewesen wären - oder miteinander
geredet hätten. Über vier Millionen Menschen, Soldaten und Zivilisten,
sind in diesem Krieg gestorben, davon allein 3,8 Millionen Vietnamesen.
Schon in den späten vierziger Jahren hätte Ho Chi Min deutliche
Friedensfühler ausgestreckt, die man jedoch nicht wahrgenommen habe.
Ein grundsätzliches Mißverständnis der politischen Ziele
Nord-Vietnams auf seitender USA sieht McNamara als Hauptursache dieses
Krieges, den er schon in seinem Buch von 1995 einen "Fehler" genannt hatte.
Der Autor hat mehrere Treffen mit vietnamesischen Offiziellen zustandegebracht,
auch mit seinem alten Gegner General Vo Nguyen Giap.
So ehrenwert die späte Reue sein mag, so unverständlich bleibt
es vielen Amerikanern, warum er sogar nach seinem Rücktritt als Verteidigungsminister
so beharrlich lange geschwiegen hat.
Die "Unabhängigen" wehren sich
Der Autor von "Die Asche meiner Mutter", Frank McCourt, hat sich bei
den nicht einer Ladenkette angeschlossen, den sogenannten "unabhängigen"
Buchhandlungen der USA unbeliebt gemacht. Die American Booksellers Association
kritisierte ihn Anfang Mai in einer Resolution wegen seines TV-Werbeauftritts
für die Kette Barnes & Noble, genauer für deren Internetbuchhandlung
barnesandnoble.com.
Da hatten auch schon andere Bestseller-Autoren geworben, Tom Clancy
zum Beispiel oder Stephen King, ohne dafür gerügt zu werden.
Bei McCourt jedoch war das etwas anderes, denn seinen Erfolg sehen die
Unabhängigen als das Ergebnis ihrer Bemühungen an. Niemand, am
allerwenigstens der Autor selbst, hatten vermutet, daß er sein herbes
Buch über eine bitterarme Jugend in Irland millionenfach absetzen
würde. Das ergab sich, sagen die Unabhängigen, allein durch ihre
geduldige, nicht auf den schnellen Profit schielende Arbeit.
Mc Court bleibt unüberzeugt und seltsam starr. "Ich habe nie im
Leben um Entschuldigung gebeten und nie etwas entschuldigt. Was ich tue,
das tue ich. Und wenn sie [die Unabhängigen] mir einen Brief schreiben,
kriegen sie ungeöffnet zurück."
Immerhin will er künftig "sehr vorsichtig" sein, wenn Barnes &
Noble ihn wieder mal für das Fernsehen um einen Werbespot bittet.
Die Gelegenheit dazu wird er schon im Herbst haben, wenn die Fortsetzung
(tatsächlich: die Fortsetzung) zu seinem Bestseller herauskommt. Titel:
"‘Tis", übrigens gleichzeitig mit der deutschen Übersetzung ("Ein
rundherum tolles Land" [sic], bei Luchterhand).
Ein Buch für 4,5 Millionen Mark
Fünfunddreißig Jahre lang hat der Blake-Experte Jerry Bentley
nach dem Buch von 1794 gefahndet, mit unzähligen möglichen Erben
telefoniert und Hunderte von Schubläden und Bücherschränke
durchsucht, bis er bei Betsey Cushing Whitney, einer der oberen Zehntausend
in den USA, fündig wurde und "The First Book of Urizen" in Händen
hielt.
Was das Buch so wertvoll macht, sind vierundzwanzig Radierungen des
britischen Maler- Dichters William Blake, die von einer einzigen Kupferplatte
abgenommen wurden.
Taxiert war der prachtvolle Fund auf siebenhunderttausend Dollar, bevor
er am 23. April bei Sotheby's in New York einem ungenannten Bieter für
zweieinhalb Millionen Dollar zugeschlagen wurde.
Es kommt darauf an, wie man es sagt
Der malaysische Autor Shahrin Ahmad hat ein Buch über die korrupten
politischen Zustände seines Landes geschrieben. Nicht genug damit,
er gab ihm - obwohl es auf malaysisch geschrieben war - den Titel "Shit".
"Dann begreifen die Leser wenigstens", sagte er, "daß die derzeitige
politische Lage tatsächlich schmutzig ist."
Der Autor ist kein Unbekannter in Malaysia, sondern ein gefeierter,
preisgekrönter Schriftsteller, und seine Bücher stehen auf dem
schulischen Lesekanon.
Zwei Wochen lang schwebte das Damoklesschwert der malaysischen Zensur
über ihm. Entgegen dem Verlangen der Regierungspartei nach einem Verbot
äußerte sich aber Anfang Mai der Innenminister dahingehend,
daß man nicht die Meinungen eines angesehenen Schriftstellers "behindern"
werde, "nur weil sein Werk ein paar Obszönitäten enthält".
Weise Einsicht.
Inzwischen sind fünfzehntausend Exemplare verkauft
Der zweite Proust-Film
Nach dem mäßigen Erfolg des Volker-Schlöndorff-Films
"Eine Liebe von Swann" (1984) hat sich nun der chilenische Regisseur Raoul
Ruiz an den kinematographisch sperrigen Roman gewagt. Auf dem Festival
in Cannes stellte er soeben "Die wiedergefundene Zeit" vor (Hauptdarsteller:
Catherine Deneuve, Emmanuelle Béart und Chiara Mastroianni; Marcello
Mazzarella spielt den Autor). Obwohl der Filmtitel dem letzten Bandtitel
der "Suche nach der verlorenen Zeit" entspricht, hat der Film kaum etwas
mit diesem Band zu tun.
Denn der Film beginnt 1922, als Proust, der Autor, auf dem Sterbebett
alte Fotos anschaut und sich an die Vergangenheit erinnert. Ein bißchen
naiv, aber immerhin ohne die abgelutschte Madeleine. Beim Betrachten der
Fotos steigen dann reale Charaktere und dazu die Romanfiguren aus der Erinnerung
herauf, überlagern und vermischen sich. Es passiert eigentlich nichts
in dem Film, der sich als vage Aneinanderreihung schwer verständlicher
Einzelszenen präsentiert.
Aber typisch: Nicht mal Schauspieler haben den langen Roman tatsächlich
gelesen. Zum Teil wenigstens scheint ihn nur Emmanuelle Béart geschafft
zu haben. Chiara Mastroianni (sie spielt die Albertine) hat ihn weder vorher,
noch währenddessen, noch nachher gelesen, wie sie selbst freimütig
einräumt. |
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Die Schreibmaschine
lebt
Mrs. Adelman in New York führt einen der letzten
Läden, in denen man noch Farbbänder für Schreibmaschinen
kaufen kann. Die Kundschaft schmilzt zwar ab, aber die Übriggebliebenen,
die einfach nicht auf einem Computer schreiben wollen, halten in Treue
fest zur Schreibmaschine.
Zu ihnen gehört übrigens auch Thomas Wolfe,
der seinen letzten Roman "A Man in Full" geradezu in eine Liebhabermaschine
getippt hat, die älter ist als seine Kinder: dreiundreißig Jahre.
Bei Mrs. Adelman wird sie regelmäßig gewartet.
"Diese Maschinen sind Kunstwerke", sagt sie stolz.
Vor einigen Wochen verkaufte sie jemandem eine Schreibmaschine,
der zwar einen Computer hat, aber bei dem drohenden 00-Milleniums-Crash
ganz sicher sein wollte, auch noch am 1. Januar 2000 weiterschreiben zu
können.
Rembrandts auf dem Flohmarkt
Geheimtip: Blättern Sie alte Bücher immer ganz
durch.
Ende März kaufte eine Holländerin für
weniger als zwei Mark ein zerfleddertes Buch auf einem Utrechter Flohmarkt.
Und fand zwei Radierungen von Rembrandt zwischen den Seiten. Und als Zugabe
noch eine dritte von einem Schüler des Meisters.
Der Kauf hatte sich also gelohnt. Die eine Rembrandt-Radierung,
"Der Konditor", konnte sie inzwischen für vierundfünfzigtausend
Mark, die andere, "Bettler und Frau", für sechsundreißigtausend
Mark verkaufen, beide übrigens an einem anonymen Sammler aus Deutschland.
Die Schüler-Radierung ging an einen Grafik-Händler in Berlin.
Die Transaktionen hatte Toon Wildeboer, Kunsthändler
in Utrecht, zustandegebracht. Wider Willen umsonst: "Als ich meine drei
Prozent Vermittlungsprovision haben wollte, sagte sie mir, ich würde
höchstens Prügel kriegen."
So können zwei Rembrandts einen Charakter verderben.
Fehlende Alcatraz-Akten
Nicht einmal Jolene Babyak, die Tochter eines ehemaligen
Verwalters aus dem berüchtigten Gefängnis, weiß, wo sie
sind. Dabei würde sie gern ein Buch schreiben über die Flucht
des Häftlings, den Clint Eastwood in "Flucht aus Alcatraz" spielte.
"Die Akten wurden entweder bereinigt oder vernichtet oder gestohlen oder
alles das zusammen. Vermutlich liegen sie irgendwo ungestört auf einem
Dachboden."
Freundlichere Spekulationen gehen dahin, daß die
Unterlagen einfach verschlampt wurden, als das Gefängnis 1963 ohne
eine gründliche Inventur aufgegeben wurde. Möglicherweise verschwanden
die Alten aber auch erst, nachdem die Indianer die Insel vor San Francisco
übernahmen (1969 bis 1971).
Krimi-Autoren sind verärgert. Linda McGregor Scott,
die an einem Buch über einen anderen Insassen arbeitet, "Maschinengewehr-Kelly",
meint entrüstet: "Das alles gehört zur Geschichte Amerikas."
Nichts Neues also über Al Capone.
Telecom und Telekom
Sie werden vielleicht doch nicht zusammenkommen,
die italienische und die deutsche Telefongesellschaft. Und womöglich
hat die noch gar nicht erschienene Autobiographie von Carlo de Benedetti
den Deal dabei ein wenig mitgespielt.
Vorabauszüge aus dem Buch kamen am 17. Mai in die
italienische Presse. De Benedetti behauptet demnach, Olivetti hätte
über zwei Billionen Mark als Gegenangebot an Telecom übermittelt.
Das wäre die teuerste "feindliche Übernahme" aller (bisherigen)
Zeiten. Der Autor zitiert den italienischen Industrieminister Bersani mit
einer Äußerung, derzufolge sogar mindestens ein römisches
Kabinettsmitglied die Übernahme durch Olivetti unterstützt.
Bersani jedoch nannte die angebliche Enthüllung
"falsch und ein bißchen lächerlich".
Noch einmal: Monica
Zweieinhalb Monate nach dem Einzug in die Buchhandlungen
ist "Monica's Story" in den Krabbelkisten gelandet, mit anderen Worten:
Es wird verramscht. Schon nach wenigen Wochen sogar lief "All Too Human"
von George Stephanopoulos besser als Monicas Nacherzählung. Ihr Buch
steht heute auf Platz 1675 der Amazon-Rangliste der meistverkauften Titel.
Nicht als wäre es kein Geschäft gewesen: Es
hat sich allein in den USA immerhin fünfhunderttausendmal verkaufen
lassen, hundertfünfzigtausend Exemplare mehr als die erste Auflage.
Und außerdem brauchen die Buchhandlungen den Platz für die Taschenbuchausgabe,
die im Sommer herauskommen soll - mit einer halben Million Exemplaren.
Dann ist hoffentlich Schluß. Eine Kinderbuchversion
oder ein Film sind, bis jetzt, nicht vorgesehen.
Das älteste Kochbuch der Welt
Im Jahr 1480 schrieb der italienische Physiker Bartolomaeus
Platina in lateinischer Sprache eine Sammlung von dreihundert Rezepten
auf (einschließlich einer Backanleitung für Hanf- Brot). Ein
Exemplar seines Kochbuchs wurde Mitte Mai in Swindon (Großbritannien)
für fast dreißigtausend Mark an einen ungenannten Bieter versteigert.
"Man könnte alle Rezepte noch heute nachkochen",
sagte der Auktionär, aber vor allem geben sie uns einen genauen Einblick
in die Eßgewohnheiten des späten Mittelalters.
Der Vorleser darf nun doch lesen
John O'Connor in San Francisco ist elf Jahre alt, liest
leidenschaftlich und hatte eine Idee: Er nannte sich"Lese-Zauberer", setzte
sich eine Narrenkappe und eine Fensterglasbrille auf und wollte den drei-
bis sechsjährigen Kindern seiner Nachbarschaft gern aus Kinderbüchern
vorlesen. Das Dumme an der einfallsreichen Idee war nur, daß er das
Ganze in einer städtischen Bibliothek veranstalten wollte.
Und die untersagte ihm, als wären wir im regulierten
Deutschland, das schöne Unternehmen. Erst telefonisch, dann mit einem
Hausbesuch und schließlich einem Brief der Bibliotheksleitung: Nur
das angestellte Bibliothekspersonal sei berechtigt, Kindern "kindgemäßes
Lektürematerial" vorzulesen. Da wandte er sich an den Stadtrat, der
ihm den Rat gab, die Bibliothek schriftlich um Genehmigung zu bitten. Als
die Geschichte in die Lokalpresse kam, erfuhr davon schließlich auch
Willie Brown, der Bürgermeister. Und griff ein.
"Unsere Bibliotheken sind dazu da, Kinder anzuregen,
nicht abzuschalten", sagte er, "wir sollten junge Leute mit kreativen Ideen
belohnen und nicht entmutigen."
So kann nun der Lese-Zauberer auf Einladung des Bürgermeisters
seine erste Vor-Lesung sogar im Rathaus halten.
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