Nr. 10, Januar 1999
 
Inhalt

Selbstanzeige

MAI-Special

Der Kommentar
von Louise Lasalle 

Gastkolumnen:
Ulrich Greiwe
Oliver Necker

Neulich im Club Diabelli 
von Pietro Aretino 

Das Interview
Rosemarie von dem Knesebeck 

Leseproben
Alain de Botton
Gottfried von Straßburg
Kunstwerke der Schrift 

Florilegium
von h d laun 

Goethe-Kalender

Net-Ticker
Bücher-Nachrichten 

Buchkunst
Bible moralisée 

Fotogalerie Peuckert:
Paul Mayall 

Texte, die wir
nicht verstehen:
J. P. Möbius 

Peinlichkeiten

Unzeitgemäß:
Aristoteles 

Lese-Effekte:
Karl May 

Die Adresse
Königliche Bibliothek

Die Marginalie
Waseem Hussain

Leserbriefe
Archiv
Impressum


 
 

Bei manchem Werke eines berühmten Mannes
möchte ich lieber lesen,
was er weggestrichen hat,
als was er hat stehen lassen.
(G. Chr. Lichtenberg)


Selbstanzeige

Liebe Leserin, lieber Leser, 

diese Januar-Nummer ist nicht nur die neueste, sondern auch die umfangreichste aller bisherigen Gazetten. 

Die Gastkolumne ist gleich doppelt gefüllt: mit einem Essay von Ulrich Greiwe über den Theroux-Naipaul-„Crash" und einem von Oliver Necker über den soeben erschienenen Tom Wolfe, „A Man in Full".
Frisch - und hoffentlich dauerhaft - etabliert hat sich eine Rubrik unter dem Titel „Neulich im Club Diabelli", einem diskreten Ristorante-Nebenzimmer, in dem nicht unerhebliche Entscheidungen fallen.
Eine neuartige Textform ist das „transatlantische" Florilegium, eine frei zwischen intelligentem Tagebuch und scharfem Kommentar schwebende Blütenlese aus sozio-politiko- kulturellen Beobachtungen, ein Durchblick auf Deutschland von New York aus. Und mit etwas Glück erscheint an dieser Stelle bald wieder ein neugebundenes Florilegium. 

Was wir ein wenig vermissen, sind Leserbriefe. Es kann doch nicht sein, daß jeder, der sich Die Gazette aus dem Netz holt, sofort wieder aussteigt! Also lassen Sie sich zu etwas Feedback ermuntern. Es täte uns gut. 

Lesevergnügen und -gewinn wünscht Ihnen, wie immer, 

der Herausgeber



Leserbriefe 

sie scheinen ein talent zu haben, seltsame voegel auszubaggern.   erst dieses unsaegliche, abstossende, dazu noch
nimmerendenwollende 'mensch'-elaborat.   dann der halbstarke mit seinen affigen akronymen, und nun der morgenland-mann, der trotz schwyzerduetschem und vielen, auch falsch buchstabierten gewuerzen nichts geniessbares zustandbringt, bestenfalls geschuerzte augenbrauen, wahrscheinlich aber allgemeines schuetteln des kopfes zeitigt.   sie tun sich und ihrem sonst einen recht erfreulichen und hoffungweckenden weg einschlagenden unterfangen keinen gefallen mit solch augenvereisendem stoff.   ich schreibe sonst keine leserpost, dachte in diesem fall jedoch, ich sollte ihnen eine ermunterung schicken und sagen:  nicht weiter so
gwendelin ueberzwerch 

Super, Greiwe, daß Sie uns an Theroux erinnern! Wundert mich eh, daß dieser altmodische, grantelnde, als Reiseschriftsteller unnachahmliche Mann, dessen Reisepaß wegen der vielen Visa länger ist als sein Arm (das erzählte mir Kollege Jürgen Kalwa, der ihn im Münchner Hotel Rafael traf, wo Th. leicht angeberisch sein Dokument zückte), bei uns so wenig bekannt ist... Die Romane, naja. Aber mit seinen Reisebüchern gibt er uns Couch-Potatoes a) das Gefühl, wir wären da gewesen, und b) das sichere Wissen, daß wir da (wo immer es ist) nie hinwollen - das hat fast Enzensbergerische Dimensionen, nie wieder! Seit Jahren suche  ich übrigens das Buch, in dem Th. die Küsten Englands bereist, zu Fuß, wenn ich mich recht erinnere. Dafür sollte sich doch langsam wieder ein deutscher Verleger finden, jetzt, wo Leute wie Nigel Barley gedruckt und gelesen werden...
Grüße!
Scusi Boilchen 

Schreiben Sie uns doch auch mal


Archiv

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Kommentare

Ulrich Greiwe, Buddelt Jack Lang wieder aus! (Nr. 3, Mai 1998)
Louise Lasalle, „Mit Traurigkeit" (Nr. 6, September 1998)
Herbert Riehl-Heyse: Die Literatur - eine Instanz? (Nr. 1, März 1998)
Florian Sattler: Immer noch besser als in die Politik gehen (Nr. 2, April 1998)
Alexandra Simon, Im Trainingscamo 2000 (Nr. 4, Juni 1998)
Alexandra Simon, „Kämpferische Toleranz"? (Nr. 5, Juli/August 1998)
Alexandra Simon, Ach, drum! (Nr. 7, Oktober 1998)
Alexandra Simon, Ein völlig deutscher Gegenstand (Nr. 8, November 1998)
Alexandra Simon, Doch keine Wertegemeinschaft (Nr. 9, Dezember 1998)
 

Gastkolumnen

Ulrich Greiwe, Neues vom abenteuerlichsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts (Nr. 5, Juli/August 1998)
Steffen Herbold, Sollen Manager Gedichte lesen? (Nr. 3, Mai 1998)
Lars Hinrichs, Das Lesen in den Zeiten des Internet (Nr. 7, Oktober 1998)
Andreas Hopf: Im Team verlegen oder Die Erfindung des Mittelmaßes (Nr. 2, April 1998)
Gert Raeithel: Der Bleistiftclub (Nr. 1 März 1998)
Philipp Reuter, Die „Germania" - ein Raubversuch (Nr. 6, September 1998)
Robert Rodewald, Versuch über Lesungen sind sinnvoll und machen glücklich (Nr. 9, Dezember 1998)
Wilfried Schröder, Zur Rache, Schätzchen (Nr. 8, November 1998)
Frank T. Zumbach, Sentimental Journey: Galway (Nr. 4, Juni 1998)
 

Interviews

Wolfgang Beck (Nr. 5, Juli/August 1998)
Olaf Benzinger (Nr. 7, Oktober 1998)
Augusta Förster  (Nr. 9, Dezember 1998)
Otto Gritschneder (Nr. 8, November 1998)
Lionel von dem Knesebeck (Nr. 2, April 1998)
Zvi Kolitz (Nr. 4, Juni 1998)
Drake McFeely (Nr. 6, September 1998)
Michael Naumann (Nr. 6, September 1998)
Viktor Niemann (Nr. 3, Mai 1998)
Klaus Wagenbach (Nr. 1, März 1998)
 

Rezensionen

Arnold Angenendt, Geschichte der Religiosität im Mittelalter, Darmstadt 1997 (Nr. 9, Dezember 1998)
Friedmar Apel, Deutscher Geist und deutsche Landschaft, München 1998 (Nr. 2, April 1998)
Friedemann Bedürftig, Taschenlexikon Bismarck, München/Zürich 1998 (Nr. 5, Juli/August 1998)
Pierre Bourdieu, Praktische Vernunft, Frankfurt am Main 1998 (Nr. 6, September 1998)
Peter Demetz, Prag in Schwarz und Gold, München 1998 (Nr. 9, Dezember 1998)
Robin Dunbar, Klatsch und Tratsch, München 1998 (Nr. 6, September 1998)
Harald Fricke und Urs Meyer (Hrsg.), Abgerissene Einfälle. Deutsche Aphorismen des 18. Jahrhunderts, München 1998 (Nr. 6, September 1998)
Richard Goy,  Stadt in der Lagune, Knesebeck, München 1998 (Nr. 1, März 1998)
Otto Gritschneder, Furchtbare Richter, München 1998 (Nr. 8, November 1998)
Steffen Herbold,  Poesie für Manager, München 1997 (Nr. 1, März 1998)
Hellmuth Karasek, DAS MAGAZIN, Reinbek bei Hamburg 1998 (Nr. 7, Oktober 1998)
Zvi Kolitz,  Jossel Rakovers Wendung zu Gott, Berlin 1997 (Mai 1998)
Jon Krakauer, In eisige Höhen, Malik, München 1997 (Nr. März 1998)
David Clay Large, Hitlers München. Aufstieg und Fall der Hauptstadt der Bewegung,
München 1998 (Nr. 9, Dezember 1998)
Norman Mailer, Das Jesus-Evangelium, München 1998 (Nr. 7, Oktober 1998)
Alberto Manguel, Eine Geschichte des Lesens, Berlin 1998 (Nr. 5, Juli/August 1998)
Peter Cornelius Meyer-Tasch (Hrsg.),  Die Zeichen der Natur, Frankfurt am Main / Leipzig  1998 (Nr. 4, Juni 1998)
Peter Cornelius Mayer-Tasch, Bernd Mayerhofer (Hrsg.), Hinter Mauern ein Paradies. Der mittelalterliche Garten, Frankfurt am Main und Leipzig 1998 (Nr. 7, Oktober 1998)
Lászlo Mérö, Optimal entschieden?, Basel/Boston/Berlin 1998 (Nr. 4, Juni 1998)
Lothar Müller, Casanovas Venedig. Ein Reisetagebuch, Berlin 1998 (Nr. 3, 1998)
Norbert Niemann, Wie man's nimmt, München 1998 (Nr. 3, Mai 1998)
Thomas Perry, Die Hüterin der Spuren, München/Zürich 1998 (Nr. 8, November 1998)
Richard Sennett, Der flexible Mensch, Berlin 1998 (Nr. 4, Juni 1998)
Karlheinz Stierle, Der Mythos von Paris, München 1998 (Nr. 5, Juli/August 1998)
Astro Teller, Hello, Alice, Bern 1997 (Nr. 2, April 1998)
Bruder Ty, Gott ist mein Broker, München 1998 (Nr. 2, April 1998)
ZÉ DO ROCK, Ufo in der Küche, Leipzig 1998 (Nr. 8, November 1998)
 

Lyrik

Rudolf G. Binding, Novembergrau (Nr. 8, November 1998)
Augusta Förster, Abendland reply (Nr. 1, März 1998)
Augusta Förster, Chocolate Red Language (Nr. 9, Dezember 1998)
Andreas Gryphius, Menschliches Elende (Nr. 4, Juni 1998)
Robert Rodewald, Einfälle zwei Felle ich (Nr. 5, Juli/August 1998)
Mariela Sartorius, Gerade jetzt (Nr. 3, Mai 1998)
Wilfried Schröder, Vom Rand der Karawane her (Nr. 6, September 1998)
Corinna Thomas, Wut Bau Fließender Übergang (Nr. 2, April 1998)
Corinna Thomas, Hochzeit in der Wiese ... Liebe oder anderes  (Nr. 7, Oktober 1998)
 

Kurzprosa

Marcus Jensen, Interview mit dem Mensch (Nr. 7, Oktober 1998)
zé do rock, REISE-UNERHOLUNG (Nr. 6, September 1998)
 

Buchkunst

Brüsseler Stundenbuch (Nr. 9, Dezember 1998)
Schreiber Hildebert (Nr. 8, November 1998)
Clement de Jonghe (Nr. 4, Juni 1998)
Aldus Manutius (Nr. 5, Juli/August 1998)
Margarete von Navarra (Nr. 7, Oktober 1998)
Lothar Meggendorfer, Bilderbücher (Nr. 2, April 1998)
Erhard Ratdolt (Nr. 6, September 1998)
Tortelli, De orthographia (Nr. 1, März 1998) V
Vallo, Herodot-Übersetzung (Nr. 3, Mai 1998)
 

Unzeitgemäß

Aristoteles (Nr. 6, September 1998)
Hugo von St. Viktor (Nr. 8, November 1998)
Erasmus von Rotterdam (Nr. 3, Mai 1998)
Balthasar Gracián (Nr. 4, Juni 1998)
Freiherr von Knigge  (Nr. 7, Oktober 1998)
John Ralston Saul (Nr. 1, März 1998)
Seneca (Nr. 2, April 1998)
Theophrast (Nr. 9, Dezember 1998)
Hans Wimmer (Nr. 5, Juli/August 1998)
 

Leseeffekte

Augustinus (Nr. 2, April 1998)
Wilhelm Busch (Nr. 9, Dezember 1998)
Miguel de Cervantes Saavedra (Nr. 4, Juni 1998)
Dante Alighieri (Nr. 5, Juli/August 1998)
Fjodor Dostojewski (Nr. 7, Oktober 1998)
Gustave Flaubert (Nr. 6, September 1998)
Goethe (Nr. 3, Mai 1998)
Heinrich von Kleist und Karl May (Nr. 1, März 1998)
Felicitas Rose (Nr. 8, November 1998)
 

Marginalien

Dieter Hildebrandt, Sport ist schädlicher als rauchen (Nr. 3, Mai 1998)
Andreas Hopf, Memoiren eines Bücherwurms (Nr. 4, Juni 1998)
Marcus Jensen, Anonyme Autoren (Nr. 2, April 1998)
Georg Christoph Lichtenberg, Trost bei trauriger politischer Aussicht (Nr. 7, Oktober 1998)
Thomas Mägerlein, Kein Vergleich (Nr. 6, September 1998)
Thomas Mägerlein, Sehr geehrter Herr Senator (Nr. 8, November 1998)
Mariela Sartorius, Die Übergabe (Nr. 1, März 1998)
Klaus Weinzierl, früher (Nr. 5, Juli/August 1998)
Mathias Wendebon, Worte des Jahrhunderts (Nr. 9, Dezember 1998)
 

Anderes

h d laun, Brief aus New York (Nr. 9, Dezember 1998)
 

MAI-Special

Fritz R. Glunk, In wessen Namen? (Nr. 2, April 1998)
Interview mit Peter Cornelius Mayer-Tasch (Nr. 3, Mai 1998)
Liste der kanadischen Ausnahmen (Nr. 4, Juni 1998)
Resolution des EU-Parlaments (Nr. 5, Juli/August 1998)
Der MAI-Bericht von Catherine Lalumière und Jean-Pierre Landau (Nr. 8, November 1998)
Glaubensbekenntnis: Aus der Rede des OECD-Generalsekretärs Donald J. Johnston, zur Eröffnung der bisher letzten AI-Verhandlungsrunde am 20. Otober 1998 (Nr. 9, Dezember 1998)

Nochmal: Die bisherigen Nummer können als zip-Datei zum Offline-Lesen hier (März 98, April 98, Mai 98, Juni 98, Juli/August 98, September 98, Oktober 98, November 98 und Dezember 98 heruntergeladen werden. Falls Sie kein neueres zip-Programm haben, stellt Ihnen Die Gazette WinZip95 (selbstentpackend, 650 kB) zur Verfügung.
 

Impressum 

Herausgeber: Fritz R. Glunk, Irschenhauserstraße 2, D-81379 München
Glunk@Gazette.de
Redaktionelle Mitarbeit: Eva Herold, Ulrich Greiwe, Frank Zumbach 

Stadtsparkasse München, BLZ 70150000, Kto. 91-103630 

Leserbriefe bitte an: Leser@Gazette.de
Manuskripte bitte an: Redaktion@Gazette.de